Wie und warum "Kira" ausbüxen konnte, bleibt unklar. Fest steht, dass die Stute sich auf eigene Faust auf Wanderschaft begeben hatte. Und zwar in unmittelbarer Nähe der Bahnstrecke zwischen Coesfeld und Gronau. Um kurz nach sechs Uhr am Dienstagmorgen war die Bundespolizei von Kiras Besitzer vorgewarnt worden.
Zugführer war vorgewarnt und fuhr "auf Sicht"
Zum Glück - denn dadurch fuhren die Züge auf dieser Strecke "auf Sicht". Das heißt, sie können innerhalb des Sichtbereichs zum Stehen kommen - beispielsweise, wenn ein Pony auf den Gleisen steht, erklärt eine Sprecherin der Bundespolizei in Münster.
Und tatsächlich stand das Pony da. Mitten auf dem Bahnübergang "Brink" in Coesfeld. Zwischen den geschlossenen Schranken. Quasi Auge in Auge mit dem gestoppten Zug.
Pony Kira zeigte sich "kooperativ"
Auch eine Streife der Bundespolizei staunte - denn, dass das Tier wirklich mitten auf den Schienen stehen würde, damit hatten sie nicht gerechnet. Stattdessen dachten die Polizisten, das Pony sei längst über alle Berge.
Auf dem Bahnübergang ging es dann ganz entspannt zu: Kira war sehr zutraulich und ließ sich problemlos einfangen und "in Gewahrsam nehmen", bis ihr Besitzer eintraf.
Inzwischen ist Kira wieder zurück auf ihrer Weide und kann sich von ihrem kleinen Abenteuer erholen. Und auch die Zugpassagiere sind ohne allzu nennenswerte Verspätung an ihr Ziel gekommen.
Unsere Quellen:
- Pressemitteilung der Bundespolizeidirektion Sankt Augustin
- Gespräch mit Pressestelle der Bundespolizei in Münster
Sendung: WDR.de, Pony blockiert Coesfelder Bahnübergang, 26.05.2026, 16.05 Uhr
