Femizid in Coesfeld kein Einzelfall - Mann tötet aus Eifersucht
Lokalzeit Münsterland. 22.07.2025. 02:41 Min.. Verfügbar bis 22.07.2027. WDR. Von Florian Dolle.
Im vergangenen Dezember hatten Angehörige die 31-Jährige tot in ihrer Wohnung in Coesfeld gefunden. Der Täter und das Opfer lebten zum Tatzeitpunkt seit einem Jahr getrennt - die beiden gemeinsamen Kinder zusammen bei der Frau. Das Paar war nach islamischen Recht verheiratet, jedoch wollte die Frau laut Staatsanwaltschaft ihr eigenes Leben führen.
Trennung und Angst
Der 39-jährige Coesfelder kam nach Zeugenaussagen mit der Trennung und dem neuen Lebensentwurf seiner Frau nicht zurecht. Das Opfer hatte laut Zeugen schon lange in Angst vor dem mutmaßlichen Täter gelebt - auch in ihrer eigenen Wohnung mit den beiden gemeinsamen Kindern.
Ex-Partnerin in Wohnung aufgelauert
In dieser Wohnung hat der 39-Jährige dem Opfer dann aufgelauert. Mit einem Kleidungsstück erwürgte er die Frau nach einem Kampf. Im Polizeiverhör beteuerte er seine Unschuld: Seine Frau habe sich selbst stranguliert.
Bei der Obduktion der Leiche wurde eine "massive Gewalteinwirkung gegen den Hals" festgestellt. Diese wurde von Polizei und Staatsanwaltschaft Münster als Todesursache angegeben.
Seine Darstellung der Tat nahmen ihm die Richter nicht ab und befanden ihn des Mordes schuldig. Er habe vorsätzlich und heimtückisch gehandelt. Die Strafe: lebenslange Haft.
Unsere Quellen:
- Landgericht Münster
- Staatsanwaltschaft Münster
- Polizei Münster
Über dieses Thema berichten wir auch am 22.07.2025 in der Lokalzeit Münsterland auf WDR2.