Trotz vieler Maßnahmen: Bahnhof in Münster immer noch Angstraum

01:21 Min. Verfügbar bis 15.10.2027

Trotz vieler Maßnahmen: Bahnhof in Münster immer noch Angstraum

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Gedränge, Pöbeleien, Betteln – viele Menschen meiden den Bahnhof in Münster. Welche Maßnahmen helfen wirklich gegen Kriminalität?

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Der Bahnhof in Münster ist ein Verkehrsknotenpunkt – von hier führen viele Schnellzüge in den Norden, am Wochenende zieht es die Shoppingwütigen oder die Fußballfans in die Stadt. Hinzu kommt die ansässige Drogen- und Wohnungslosenszene. Dann kann es schnell voll werden, auch Kriminelle haben es so leichter.

Portrait von zwei Frauen

Die Urlauberinnen Anne und Susanne begrüßen den Umbau des Bahnhofs

Anne und Susanne sind am Bahnhof auf dem Weg in den Urlaub. Sie fühlen sich grundsätzlich wohl am Bahnhof in Münster. Ein besseres Gefühl, hat ihnen der Umbau des Bahnhofs vor ein paar Jahren gegeben: „Durch die großen Flächen fühle ich mich jetzt sicherer“, sagt Susanne. Aber, Anna und sie gehen nur ungern abends zum Bahnhof, wenn es sich denn vermeiden lässt.

Wie sieht es nach dem Umbau aus

Der Umbau sollte auch neue Plätze für die Wohnungslosen- und Drogenszene schaffen – Für sie gibt es seitdem am Bremer Platz spezielle Plätze, auf denen sie sich aufhalten können, mit Sonnensegel und Bänken.

Ein Mann in einem Gespräch auf der Straße

Roman Sudeck war auch mal wohnungslos

Das klappt nur mittelmäßig, sagt der ehemalige Wohnungslose Roman Sudeck. Er weiß, wie brutal es am Bahnhof zugehen kann: „Der Grund-Tenor ist: Hier geht alles zu Grunde. Man kann den Verfall hier nicht aufhalten – der Menschen und des Viertels.

Kameras helfen in der Windthorststraße

Der Bahnhof wird von der Polizei als Kriminalitätsschwerpunkt bezeichnet: 15 Prozent aller Straftaten passieren in Münster am Bahnhof. Um diese Zahl zu reduzieren wird unter anderem im Bereich der Windthorststraße seit über einem Jahr auf Videobeobachtung gesetzt.

Auch der Inhaber von Optik Federleicht, Thomas Grünfelder, hat dort sein Geschäft. „Vor zehn Jahren fing vor meinem Fenster die Drogendealerei an. In den letzten Monaten hat sich das deutlich reduziert. Auch dank der Waffenverbotszone.

Portrait eines Mannes

Thomas Grünfelder hat ein Geschäft in der Nähe des Bahnhofs

Die Messer- und Waffenverbotszone gibt es seit Mitte des Jahres. Dass diese notwendig war, zeigen auch die Zahlen: Fast die Hälfte aller Straftaten mit Messern fanden 2024 in Bahnhofsnähe statt, heißt es in der Kriminalstatistik der Polizei.

Laut Polizei geht Kriminalität deutlich zurück

Wie die Polizei berichtet, ist im laufenden Jahr ein deutlicher Rückgang der Straßenkriminalität zu verzeichnen. Insbesondere im Bereich rund um den Bahnhof sind Schmuggel und Handel mit Betäubungsmitteln im Vergleich zu 2024 deutlich zurückgegangen.

In der Windthorststraße und am Berliner Platz hat sich die Zahl der registrierten Delikte im Zeitraum von Januar bis September auf nahezu ein Drittel des Vorjahresniveaus reduziert. Gerade an diesen Orten kommt verstärkt Videobeobachtung zum Einsatz.

Einen klaren Ausreißer gibt es allerdings auch: An der Engelenschanze, die nur ein paar hundert Meter vom Bahnhof entfernt ist, hat sich im selben Zeitraum der Schmuggel und Handel mit Betäubungsmitteln mehr als verdoppelt.

Quellen:

  • WDR-Reporterin vor Ort
  • Kriminalstatistik der Polizei Münster (2024)
  • Polizei Münster

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Bringen die Maßnahmen am Bahnhof etwas oder ist es am Ende nur Schall und Rauch? Schreibt uns eure Meinung – direkt in die Kommentare auf wdr.de oder per Mail an stadtgespraech@wdr.de!

Über dieses Thema sprechen wir auch beim Stadtgespräch am 18. Oktober von 13 Uhr bis 14 Uhr auf der Stubengasse in Münster. Eure Kommentare und Fragen nehmen wir mit in die Diskussion mit unseren Gästen.

Kommentare zum Thema

25 Kommentare

  • 25 Brigitta S. 19.10.2025, 11:58 Uhr

    Polizei berichtet über Münster, im laufenden Jahr ist ein deutlicher Rückgang der Straßenkriminalität zu verzeichnen, der Bahnhof Münster wird als Kriminalitätsschwerpunkt bezeichnet. Die Wohnungslosen und die Drogenszene, die ist in vielen anderen Städten am Bahnhof auch nicht anders, je nach Zahl der Einwohner. Ich kann es mir nicht verkneifen zu sagen, dass die größere Gefahr meist von Fußballfans, bei Events in der Stadt und bei den Leuten liegt, die nur zum Bummeln gehen aus Langeweile und die Szene am Bahnhof ihnen stört. Wo sollen die Wohnungslosen, die Drogenkonsumenten hingehen? In der Mitte der Stadt werden sie vertrieben und von normalen Passanten am Bahnhof diskriminiert. An einen Bahnhof kann viel passieren, Kriminelle anderer Art kommen noch dazu aus einer anderen bunten Welt. Den Kommunen fällt nichts mehr ein, um die Wohnungslosen und Drogensüchtigen vor Kriminelle zu schützen? Sie sind am Bahnhof den Kriminellen oft schutzlos ausgeliefert.

  • 24 Xyz 19.10.2025, 10:16 Uhr

    Gedränge, Pöbeleien und Betteln sind keine Kriminalität. Hier wird Armut kriminalisiert.

  • 23 Hanne söbbing 19.10.2025, 01:40 Uhr

    Hallo Ja ich muss zugeben, dass sich das Leben auf der Platte und im indro sehr verschlimmert hat. Ich bin jetzt seit 26 Jahren auf der Platte mit leider einer sehr schweren sucht, die seit dem über mein ganzes Leben bestimmt 🙁 Früher war das Leben am Bremer Platz ruhiger auch der Zusammenhalt war besser...aber seit dem crack, Meth und Fentanyl auf dem Platz Angeboten wird und die Dealer zum größten Teil aus arabischen Ländern bestehen, ist das aggressive verhalten von denen unter aller Sau.täglich werden Leute abgestochen,ausgeraubt oder auch noch mehr unerträglich.das crack besteht ja nicht so wie früher aus Kokain, sondern auf Chemie und anders Zeug,was sehr aggressiv macht,und man Tage lang ohne Schlaf auskommt, teilweise bis zu 5-7tage ungelogen.... Aber was man da gegen machen könnte,mh,da bin ich selbst überfragt 🤷

  • 22 Bea 18.10.2025, 06:34 Uhr

    Kann man nicht einfach mal die Wahrheit sagen,nämlich ,dass diese Problematik seit 2015 besteht und der Grund die ungebremste und offensichtlich gewollte Massenmigration ist und zwar über wiegen aus arabischen Ländern.Die Zeit ohne Angst zbsp zur Kirmes zu gehen,in die Stadt zum Einkaufen,abends in die Disco,oder nur ins Restaurant,die ist vorüber.Die Täter sind überwiegend Migranten,sonst steht in den Berichten immer sofort:Täter ist Deutscher…damit ist aber nur gemeint,dass er einen deutschen Pass hat,kann also auch Migrationshintergrund haben,aber die Wahrheit darf man hierzulande ja schon lange nicht mehr sagen,dann kommt die Nazikeule.Überall kann man den Niedergang Deutschlands sehen und da die Leistung der Schüler immer weiter absinkt,ist da auch nicht viel Hoffnung für die Zukunft,es sei denn,man würde Remigration im großen Stil wirklich betreiben.Tja,wer halb Kalkutta zu sich holt,der wird eben zu Kalkutta!

    Antworten (4)
    • Anonym 18.10.2025, 09:36 Uhr

      Danke für ihren Beitrag und danke @WDR, dass er - trotz vieler Reizwörter - nicht der PC-Korrektur zum Opfer gefallen ist. Respekt

    • Rudi 19.10.2025, 08:16 Uhr

      Vielen lieben dank für ihre klaren und offenen Worte. Es wundert mich nur sehr, dass ihr Beitrag auch veröffentlicht wurde. Wie sie ja schon im Beitrag geschrieben haben. In DEUTSCHLAND darf man ja nicht mehr sagen und schreiben was man möchte ohne das man alles das Bezeichnet wird wie sie sich so treffender Weise ausdrücken haben. Nazikeule

    • Sandra 19.10.2025, 10:24 Uhr

      Ich verstehe das Rumgejammer nicht. Die Nazikeule trifft bei Ihnen doch die Richtige.

    • Brigitta S. 19.10.2025, 13:48 Uhr

      @Bea ...gewollte Massenmigration ist und zwar über wiegen aus arabischen Ländern. Ihre Ansicht"? Sie können gerne über andere Völker so reden, meine ist nicht so "pauschal" gedacht. Bei jeden Volk auf der Welt gibt es Kriminelle, inkl. auch Deutsche. Als ich monatelang beruflich, ob Arabien oder Afrika unterwegs war, hatte ich kein Feindbild im Kopf zu dem Volk als Deutsche. Man schadet sich nur selbst. Ja, 2015 war kein glückliches Jahr für Deutschland. Den Zustand das zu viele Migranten jetzt im Land sind, wird immer auf den Tisch gelegt, dass ändert nicht die Lage, solange die Parteien sich bei der Migration nicht einig sind. Als Bürger können wir nur eines tun, jeden Ausländer der uns selbst nicht kriminell nah an die Haut kommt, ein freundliches Gesicht zeigen, auch wenn es eine Überwindung kostet. Mal ein Lächeln widmen ohne Voreingenommenheit. Alarmglocken werden immer nachts läuten müssen in jeden Land. Auch deutsche Frauen müssen nun lernen, dass alles anders geworden ist.

  • 21 Andre Schaefer 18.10.2025, 04:23 Uhr

    @WDR: Schafft endlich mal eine Registrierungspflicht, nebst Klarnamenpflicht für die Kommentarfunktion! Diese ganzen Trollkommentare überall dort, wo Ihr mal das Kommentieren freigebt, sind einfach nur zum kotzen.

    Antworten (1)
    • Anonym 18.10.2025, 09:27 Uhr

      Und sie ertragen es anscheinend nicht, wenn Menschen andere Meinungen haben als sie selbst. Alle Kommentare sind sachlich und natürlich subjektiv. Das Pöbeln geht in diesem Fall von ihnen aus

  • 20 Christine H. 17.10.2025, 16:56 Uhr

    Ich komme aus OS und war vor über 10 Jahren immer viel wegen dem Studium in Münster. Nun hatte ich einen VHS Kurs besucht und musste am HBF parken. Ich war echt schockiert. MS fühlte sich immer super sicher an. Jetzt fühlte ich mich wie im Ghetto. :( ich werde das nicht noch mal wiederholen. Das fühlte sich einfach zu unsicher an.

  • 19 Luz 17.10.2025, 13:34 Uhr

    Ich habe z.B. vor 5Jahren mein Haus auf der Schillerstraße verkauft und am Stadtrand ein neues gekauft. Die Szene am Bahnhof ist nicht mehr zu ertragen. Wegziehen war die beste Lösung. Nicht nur die Szene auch der Fahrradmüll der da rumsteht ist zum Kotzen.

  • 18 Besorgter Bürger 17.10.2025, 13:15 Uhr

    Von den Bushaltestellen aus kannan den Leuten live beim dealen zugucken. So schlimm war es noch nie.

  • 17 BiHe 17.10.2025, 09:12 Uhr

    Ich bin Vielbahnfahrerin, komme oft nachts am Münsteraner Bahnhof an und fühle mich dort zu jeder Zeit sicher. Ich halte die Bezeichnung Angstraum gerade für den Bahnhof selbst für übertrieben, da gibt es ganz andere Orte, die den Begriff verdient hätten. Dass der stinkende Tunnel umgebaut wird, ist allerdings sehr sinnvoll. Und Obdachlose und Drogenabhängige gehören nun mal zu jeder Stadt, sie müssen ja auch irgendwo sein können.

    Antworten (1)
    • Nele 18.10.2025, 23:14 Uhr

      Danke! Wohne in Münster und lese diesen Artikel mit Verwunderung. Ich finde die reine Reduzierung auf Prozente auch total wenig aussagekräftig. Wenn 15% der Straftaten im Bereich Hbf stattfinden, kann man null sagen, ob das viel ist oder nicht, weil die Ausgangszahl gar nicht genannt hat. Was für eine überflüssige Panikmache.

  • 16 Birgit Hennecke 17.10.2025, 09:06 Uhr

    Ich bin Vielbahnfahrerin, komme oft nachts am Münsteraner Bahnhof an und fühle mich dort zu jeder Zeit sicher. Ich halte die Bezeichnung Angstraum gerade für den Bahnhof selbst für übertrieben, da gibt es ganz andere Orte, die den Begriff verdient hätten. Dass der stinkende Tunnel umgebaut wird, ist allerdings sehr sinnvoll. Und Obdachlose und Drogenabhängige gehören nun mal zu jeder Stadt, sie müssen ja auch irgendwo sein können.

  • 15 Spinner 17.10.2025, 07:48 Uhr

    Drückt den Leuten die am Bahnhof herumlungern mal einen Besen in die Hand. Es wird nicht lange dauern, dann sind die woanders hin verschwunden, und lungern dort herum.

    Antworten (1)
    • Franziska 1 19.10.2025, 14:01 Uhr

      @Spinner. Sorry, Ihre Ansicht hat sich im Spinnen- Netz verfangen und findet den Ausgang nicht, um Probleme richtig zu erkennen.

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