Domschatz und Prozession: 800 Jahre Paulus-Dom Münster | Aktuelle Stunde
00:27 Min.. Verfügbar bis 06.07.2027.
Mit einer großen Prozession, Gottesdiensten und dem öffentlich ausgestellten Domschatz hat das Bistum Münster den 800. Jahrestag der Grundsteinlegung des St. Paulus-Doms gefeiert.
Große Prozession von Lambertikirche vorbei am Prinzipalmarkt zum St. Paulus-Dom
In einer Messe hatte Domprobst Hans-Bernd Köppen am 3 Juli den Domschatz enthüllt. Die Sammlung umfasst Reliquien, die teils mehr als 1.000 Jahre alt sind - etwa den Pauluskopf, eine 22 Zentimeter hohe Figur des Apostels Paulus, die zum Länderverzeichnis national wertvollen Kulturguts gehört.
Pauluskopf war zuletzt in Paderborn
"So komplett haben wir den Schatz noch nie gezeigt", betont Domprobst Köppen. Bisher waren einzelne Stücke der Sammlung in anderen Ausstellungen zu sehen, der Pauluskopf war zuletzt in Paderborn ausgestellt.
Die Reliquien sind teils mehr als 1.000 Jahre alt
Zugang zu der Sammlung haben - wenn sie nicht ausgestellt ist - nur wenige Personen. Denn die Reliquien lagern unter strengen Sicherheitsvorkehrungen an einem geheimen Ort. Ihr finanzieller Wert: unschätzbar.
Dass der Schatz vier Tage lang, auf dem Paulus-Altar im Münsteraner Dom zu sehen sein ist, hat mit dem Jubiläum der Grundsteinlegung der Katholischen Kathedrale zu tun. Nach zwei Vorgängerbauten legte Fürstbischof Dietrich III. 1225 den Grundstein für den Bau.
Große Prozession am Sonntag
Am Sonntag (6. Juli) hat das Bistum noch einmal mit Gottesdienst und Prozession in der Innenstadt von Münster gefeiert. An den Feierlichkeiten nahmen auch der frühere Bischof von Münster Felix Genn sowie der Apostolische Nuntius Nikola Eterović, der deutsche Botschafter des Vatikans teil. Er leitete die Messe nach der großen Prozession am Sonntag in Münster.
Ab 2026 dauerhaft im eigenen Museum
Gottesdienst mit Domprobst Köppen
Zum Ende der Feierlichkeiten am Sonntagabend wurden die Reliquien des Domschatzes wieder eingepackt und an den geheimen Ort verbracht. Ab 2026 werden sie dauerhaft in einem eigenen Museum zu sehen sein.
Unsere Quellen:
- Beobachtungen und Gespräche des WDR-Reporters vor Ort
- Bistum Münster
- Domprobst Hans-Bernd Köppen