Kölnerin bekommt 173 Briefwahlunterlagen
02:00 Min.. Verfügbar bis 24.09.2027.
Eine Kölnerin hat insgesamt 173 Briefe mit Wahlunterlagen erhalten. Sie konnte es kaum glauben, als sie eine gelbe Postkiste voller Briefe von der Stadt Köln bekam. "Ich dachte, das kann nicht wahr sein", berichtet sie dem WDR. "Ich habe mir die Umschläge genauer angesehen und sie gezählt: genau 173 Stück".
Wahlunterlagen für Max Mustermann
Die Briefe waren an ihre Adresse in Kalk adressiert. Allerdings war nur ein Brief mit ihrem Namen versehen und ein weiterer mit dem Namen ihres Sohnes. Auf den anderen 171 Wahlunterlagen stand der Name Max Mustermann. "Da musste ich einmal laut lachen", sagt die Kölnerin. "Ich habe dann dem Wahlamt eine Mail geschickt und auf den offensichtlichen Fehler hingewiesen."
Nachdem ein Mitarbeiter des Wahlamtes die 171 Wahlunterlagen für Max Mustermann abgeholt hat, hat die Stadt Köln inzwischen nach eigenen Angaben geklärt, wie es zu der Panne kommen konnte.
Fehler soll bei Druckdienstleister liegen
Laut Stadt soll ein Versehen bei einem Druckdienstleister die Ursache sein: "Sogenannte 'Einrichtungsmuster', die zur Einrichtung der Produktionsmaschinen erstellt werden, sind versehentlich in den Versand geraten", heißt es in einer Stellungnahme der Stadt. Die Post habe heute weitere 96 solcher Briefe zurückgehalten.
Der Druckdienstleister prüft laut Stadt jetzt, ob weitere Fälle zu erwarten sind, die das Wahlamt der Stadt Köln dann erneut von der Post zurückhalten lassen werde.
Missbrauch wahrscheinlich nicht möglich
Die Empfängerin der 173 Wahlbriefe und ihr Sohn haben unterdessen ihre Briefwahlunterlagen beim Wahlamt in die Urne geworfen und sind in den Urlaub gefahren. "Mit den anderen 171 Wahlbriefen wäre ein Missbrauch wahrscheinlich nicht möglich gewesen, weil auf allen der Name Max Mustermann stand", sagt die Kölnerin.
"Ich kann mir nicht vorstellen, dass Max Mustermann 171 Mal im Kölner Wählerverzeichnis steht". Die Frau geht davon aus, dass es in der Druckerei, in der die Wahlunterlagen angefertigt werden, einen Fehler gab.
Unsere Quellen:
- Stadt Köln
- Wahlberechtigte aus Köln