Hooligans liefern sich Schlägerei in Kölner Hauptbahnhof | Aktuelle Stunde
00:43 Min.. Verfügbar bis 01.11.2027.
Prügelei von BVB- und Schalke-Fans: 7 Tatverdächtige ermittelt
Stand:
Nach einer Prügelei von BVB- und Schalke-Fans in Köln, hat die Polizei durch Videoauswertungen sieben Tatverdächtige ermittelt.
Wir wollen deine Meinung hören!
Jetzt mitdiskutierenAm frühen Samstagmorgen hatten laut Bundespolizei insgesamt etwa 20 Anhänger von Borussia Dortmund und von Schalke 04 - umgeben von vielen weiteren Fußballfans - im Kölner Hauptbahnhof wild aufeinander eingeschlagen.
Auf Videos erkannte die Bundespolizei nach eigenen Angaben jetzt sieben Tatverdächtige. Ihnen wird Landfriedensbruch vorgeworfen.
Auf dem Bahnhof hatten am frühen Samstagmorgen zur gleichen Zeit zwei mit Fußballfans besetzte Züge gehalten. Nach Angaben der Kölner Polizei sollen bis zu 200 Fans von Schalke 04 daraufhin auf den Zug mit Fans von Borussia Dortmund zugestürmt sein.
Einsatzkräften gelang es, mit Schlagstöcken und Tränengas die Kontrahenten zu trennen und zurück in die Züge zu drängen. Ein Polizeibeamter wurde bei der Aktion durch Pfefferspray verletzt.
Begegnung war wohl dem Zufall geschuldet
Dem Polizeibericht zufolge waren die BVB-Fans auf dem Rückweg von einem Auswärtsspiel in Augsburg. Der Sonderzug der Schalker sollte die Fans nach Karlsruhe bringen. Nach Erkenntnissen der Polizei hatte ein Schalker Fan im Hauptbahnhof die Notbremse gezogen, als er beim Stopp in Köln den Zug mit den Borussen entdeckte. Die beiden Fanlager sind seit vielen Jahren verfeindet.
Zwar verließen mehrere Hundert Fans die beiden Züge und provozierten sich gegenseitig. Letztendlich waren aber wohl nur wenige Personen aus beiden Fanlagern in die Schlägerei verwickelt.
Zufall? Oder geplantes Treffen?
"Ob die Fangruppen sich zu der Schlägerei in Köln verabredet hatten, ist uns nicht bekannt", sagte die Sprecherin der Bundespolizei dem WDR. Zuletzt hatte es Ende September an einer Bahnstrecke in Dortmund eine Massenschlägerei zwischen etwa 400 Fans von Borussia Dortmund und Schalke 04 gegeben.
Polizei fordert Stadionverbote für gewaltbereite Fans
Die Polizeipräsidenten von Gelsenkirchen und Dortmund fordern ein härteres Vorgehen von Fußballvereinen gegen gewaltbereite Fans. Seit einigen Monaten habe sich die Gewaltspirale immer schneller gedreht, teilten sie am Sonntag in einer gemeinsamen Erklärung mit.
Solche Auseinandersetzungen würden das Vertrauen der Polizei in die Szene beeinflussen, sagten die Polizeipräsidenten Gregor Lange und Tim Frommeyer. Von den Vereinen wünschen sie sich "Distanz zu den gewalttätigen Gruppen und Personen, Stadionverbote und eine aktive Unterstützung der behördlichen Ermittlungsarbeit."
Unsere Quellen:
- Bundespolizei
- Polizei Gelsenkirchen
- Polizei Dortmund
6 Kommentare
Kommentar 6: Karl Fellat schreibt am 04.11.2025, 14:23 Uhr :
Stadionverbot, Entzug der evtl. Mitgliedschaft und Gefängnis sind für solche Typen der richtige Weg! Bringen Verein und Sport in Verruf und handeln kriminell
Kommentar 5: Wilcomania schreibt am 04.11.2025, 14:11 Uhr :
Die Hooligan -Kultur ist auch in Deutschland fester Bestandteil des Fussballs und hat seine Daseinsberechtigung. Leider ist es Männern ob jung oder älter, kaum mehr möglich, das gewisse Bedürfnis an körperlicher Gewaltausübung zu befriedige n , was ja auch eine gesellschaftliche Ventilfunktion darstellt. Und solange es bei blauen Augen und blutenden Nasen bleibt, ist dies auch ganz ok. Mein Großvater war SA-Mann und die Prügeleien mit den Roten waren an der Tagesordnung. Für ihn war es die schönste Zeit seines Lebens, betonte er immer wieder...
Kommentar 4: 03.11.2025, 22:40 Uhr :
Name und Kommentar wg. Netiquette-Verstoßes gesperrt. (die Redaktion)
Kommentar 3: Franziska 1 schreibt am 03.11.2025, 17:41 Uhr :
Seit einigen Monaten habe sich die Gewaltspirale immer schneller gedreht? Ich erkenne die Menschen in NRW schon lange nicht mehr, wo täglich Gewalt gemeldet wird und eskaliert. Was sind das für Charakteren die sich zu Feinde machen. Jetzt verstehe ich meine Schwester besser, die vom Bereich Köln in die Eifel umgezogen ist schon vor Jahren. Hooligans scheinen die Welt überall beherrschen zu wollen, was müssen sie nur für armselige Menschen sein die nur Kampf- Wut im Bauch haben? Hilflos ist die Politik dagegen? Die Polizei ist die Leitragende, die alles in den Griff haben soll, was in NRW passiert. Wann hört man von NRW Mal was positives über das einst schöne Land und über die vernünftigen Menschen? Die gibt es bestimmt noch überwiegend, da bin ich mir sehr sicher.
Kommentar 2: Eike schreibt am 03.11.2025, 16:03 Uhr :
Warum verbietet man nicht die allseits bekannten Gruppierungen die für solche Vorfälle verantwortlich sind? Aber diese sogenannten Ultras scheinen sich alles erlauben zu dürfen, bei der nächsten ach so tollen Choreografie ist alles wieder vergessen.
Antwort von Lukasz , geschrieben am 03.11.2025, 21:45 Uhr :
Es gibt einen relevanten Unterschied zwischen Holligans und Ultras - ansonsten würden diese Gruppierungen dieselbe Bezeichnung tragen. Und was soll ein Verbot bewirken? Kokain ist auch verboten, gehandelt und konsumiert wird es dennoch. OMCGs wie Bandidos oder Hells Angels sind auch verboten, agieren aber dennoch weiter. Und weiter: wie möchte man lose Zusammenschlüsse verbieten? Es existieren zwar gewisse Strukturen, aber keinerlei Vereinseintragung oder ähnliches. Dann müsste man an Spieltagen allen männlichen Menschen Hausarrest geben.
Kommentar 1: Heiner schreibt am 03.11.2025, 13:59 Uhr :
Wieso nur Stadionverbote? - Für Hooligans muß es auch Zugverbote geben. Und die Züge sollten auf jeden Falle weiterfahren, wenn die Chaoten meinen, aussteigen zu müssen. Wir kommen langsam nicht mehr drum herum die digitale Transformation im öffentlichen Raum durchzuführen. Leider geht es nicht mehr anders - Ohne Überwachung wird man der Gewalt in der Öffentlichkeit nicht mehr Herr. Sicherheit und körperliche Unversehrtheit geht vor Datenschutz!