Normalerweise seien es um die 20 Mitgliedsanträge pro Woche - in der letzten waren es 1.200. Das hat die Präsidentin des Zentralen Dombau-Vereins, Barbara Schock-Werner, auf Anfrage der Nachrichtenagentur KNA mitgeteilt.
Die Schlussfolgerung: Etliche Menschen versuchen offenbar, die künftige Eintrittsgebühr für den Kölner Dom zu umgehen. Denn ZDV-Mitglieder müssen für Deutschlands bekannteste Kirche auch künftig keinen Eintritt zahlen. Der Mindestbeitrag des Vereins liegt bei jährlich 20 Euro.
Kölner Dom kostet künftig 12 Euro Eintritt
Vergangene Woche hatte Dompropst Guido Assmann angekündigt, dass der Kölner Dom ab dem 1. Juli zwölf Euro Eintritt für Touristinnen und Touristen kostet - pro Besuch. Gottesdienst-Teilnehmer und Menschen, die in der Kathedrale beten wollen, erhalten weiterhin gratis Zugang, ebenso Kinder bis 13 Jahre und Menschen mit einer Schwerbehinderung.
Vergünstigte Tickets für sechs Euro gibt es unter anderem für ältere Schulkinder, Auszubildende, Studierende und Inhaber eines Sozialpasses aus NRW, nicht jedoch für Rentnerinnen und Rentner.
ZDV hofft auf noch mehr Mitglieder
Der ZDV freut sich über den gesteigerten Zuspruch und wünscht sich sogar noch mehr Mitglieder. Derzeit hat der ZDV Schock-Werner zufolge rund 22.700 Mitglieder. Um gemeinsam mit den Zuschüssen des Landes NRW allein aus Mitgliedsbeiträgen die Erhaltungskosten des Domes zu bestreiten, bräuchte es etwa 50.000 Mitglieder. Die müssten laut Schock-Werner jedoch auch zu einem Jahresbeitrag von 50 Euro bereit sein. Die Mittel des Erzbistums Köln könnten dann für den Betrieb der Kathedrale verwendet werden.
Dompropst Assmann hatte wirtschaftliche Gründe für die Einführung des Eintrittsgeldes ins Feld geführt. Der Dom verursacht seit Jahren mehr Kosten, als er Einnahmen bringt. Das UNESCO-Weltkulturerbe koste pro Tag 44.000 Euro, heißt es.
Unsere Quellen:
- Zentral-Dombau-Verein
- Katholische Nachrichten-Agentur
Sendung: WDR 2 Rheinland, 08.06.2026, 13 Uhr