Kundgebung in Köln-Ehrenfeld: Schüler setzen Zeichen für Vielfalt
00:36 Min.. Verfügbar bis 23.03.2028.
An der Kundgebung am Neptunplatz in Köln-Ehrenfeld beteiligten sich nach Angaben der Organisatoren fast 30 Schulen aus dem Stadtbezirk - weiterführende, aber auch Grundschulen. Die Aktion wurde überwiegend von Jugendlichen selbst organisiert.
Entschlossen hoben sie am Montag ihre selbstgemalten Plakate in die Luft. "Kein Veedel für Rassismus", "Die Welt ist bunt", oder "Alle werden gleich behandelt, egal wie sie sind". Das stand darauf beispielsweise geschrieben.
Veranstaltung schon zum dritten Mal von Schülern organisiert
Selbstgebasteltes Plakat auf der Kundgebung
Die Initiative ging von Schülern der Helios-Gesamtschule aus. Sie hätten die Demonstration bereits zum dritten Mal organisiert, um auf Rassismus im Schulalltag aufmerksam zu machen, erzählten die Schüler. Diskriminierung zeige sich etwa durch beleidigende Sprüche auf Schulhöfen oder Schmierereien in Schulgebäuden.
Auf der Kundgebung gab es Redebeiträge, Musik und Auftritte einer Schülerband. Die Veranstaltung wurde von den Jugendlichen selbst moderiert und organisiert.
Dabei sei es ihnen wichtig gewesen, sich bewusst positiv für Vielfalt zu positionieren, erzählten sie. Gleichzeitig berichteten die Schüler auch von eigenen Erfahrungen mit rassistischen Beleidigungen, etwa im Schulalltag oder im Vereinssport.
Schulleiter vom Engagement beeindruckt
Das Engagement der vielen Schüler beeindruckte auch Andreas Niessen. Der Leiter der Helios-Gesamtschule hat bei der Organisation unterstützt und sieht auch die Lehrer in der Pflicht. Es sei wichtig, bei dem Thema immer wieder laut zu werden. Ausgrenzung und Rechtsextremismus würden auch im Unterricht immer wieder besprochen.
Unsere Quellen:
- Reporter vor Ort
- Schüler vor Ort
- Schulleiter Andreas Niessen
Sendung: WDR 2 Rheinland, Lokalzeit, 23.03.2026, 12.31 Uhr