Marie & Johann : Kasalla eröffnet Brauhaus in Köln
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Nach mehr als zwei Jahren Planung, Umbau und Genehmigungsverfahren eröffnet die Kölner Band Kasalla das Brauhaus „Marie & Johann“. Das Lokal an der Aachener Straße im Belgischen Viertel nimmt nun den Betrieb auf. Die Idee dafür entstand bereits während der Corona-Pandemie.
“Das war die Zeit, in der man plötzlich Zeit hatte zu spinnen”, sagt Kasalla-Sänger Basti Campmann. Aus ersten Überlegungen entwickelte sich das Konzept, das die Band gemeinsam mit ihrer langjährigen Managerin Kim Gerstenberg und Gastronom Till Riekenbrauk umsetzte.
Modernes Brauhaus statt nostalgischer Kopie
Wer das Marie & Johann betritt, findet kein klassisches Brauhaus vor. Zwar spielen Holz, warme Farben und kölsche Elemente eine wichtige Rolle, die Gestaltung unterscheidet sich jedoch von vielen traditionellen Brauhäusern. Holzelemente treffen auf türkisfarbene Fliesen, strukturierte Wände sowie Dekoration mit alten Vasen und Tapeten im Vintage-Look. Indirekte Beleuchtung prägt das Erscheinungsbild der Räume.
Rechts neben dem Eingang befindet sich die zentrale Theke. Dahinter schließt sich ein großer Gastraum an. Elemente des Industriedesigns werden mit nostalgischen Details kombiniert. So verbindet das Konzept moderne Gestaltung mit Merkmalen eines klassischen Brauhauses.
„Marie & Johann soll ein Wohnzimmer für Köln werden – ein Ort, an dem man gerne zusammenkommt, gut isst, ein Kölsch trinkt und sich einfach wohlfühlt" Basti Campmann, Kasalla-Sänger
Mehr als nur ein weiteres Standbein
Für die Band geht es dabei nicht nur um Gastronomie. Das Brauhaus soll langfristig auch ein weiteres berufliches Standbein sein. Neben klassischer Brauhausküche sind dort verschiedene Veranstaltungsformate geplant, darunter Lesungen, Comedy-Abende, Talkrunden und kleinere Konzerte.
Bühne für Nachwuchskünstler
Im hinteren Bereich des Brauhauses gibt es eine Veranstaltungsfläche mit Bühne. Dort sind Lesungen, Comedy-Abende, Talkformate, Unplugged-Konzerte und weitere Kulturveranstaltungen geplant. Die Betreiber wollen dabei auch Künstlerinnen und Künstlern Raum geben, die bisher nur selten auftreten können. Kasalla selbst will dort zwar ab und zu spielen. Regelmäßige Konzerte oder angekündigte Shows der Band soll es aber nicht geben.
Kasalla-Fans müssen genau hinschauen
Obwohl Kasalla hinter dem Projekt steht, soll das Brauhaus nicht allein von der Band geprägt werden. Auf große Fanartikel oder auffällige Erinnerungsstücke haben die Betreiber weitgehend verzichtet. Stattdessen finden sich an einigen Stellen kleinere Hinweise auf Kasalla und ihre Geschichte.
„Wer Kasalla sucht, muss suchen“, sagt Campmann. Viele Hinweise seien eher wie kleine Easter Eggs gestaltet. Wer die Band nicht kennt, werde sie vermutlich gar nicht bemerken.
Wunsch: Eine Institution für Köln
Die Betreiber hoffen, dass sich die neue Bühne in den kommenden Monaten im Belgischen Viertel etabliert. Neben dem Restaurantbetrieb sollen dort regelmäßig Kulturveranstaltungen stattfinden.
Wie das Angebot bei den Gästen ankommt, wird sich nach der Eröffnung zeigen. Neben dem Brauhausbetrieb soll die neue Bühne in Zukunft ein weiterer Schwerpunkt sein.
Unsere Quellen:
- Basti Campmann im Gespräch
Sendung: WDR.de, Kasalla eröffnet Brauhaus in Köln, 16.06.2026, 19.30 Uhr