Schiffshavarie auf dem Rhein | Aktuelle Stunde
00:32 Min.. Verfügbar bis 24.01.2028.
Gegen 15 Uhr war am Samstag der Notruf bei der Leitstelle Köln eingegangen: In einen 85 Meter langen Frachter dringt Wasser ein. Jetzt ist klar: Nach der geglückten Rettung muss das Schiff in den Köln-Mülheimer Hafen geschleppt werden.
Zuvor muss es jedoch weiter entladen werden. Der Frachter hat Sand an Bord. Spezialfirmen werden die Bergung im Laufe der Woche durchführen. Laut Wasserstraßen -und schifffahrtsamt muss der Frachter mit einem Hebekran auf ein anderes Schiff gehoben werden.
Schiff auf Sandbank gesichert
Laut Feuerwehr Köln hatte der Kapitän nach dem Notruf das Schiff auf eine linksrheinische Sandbank bei Köln-Porz aufgesetzt, um die Fahrrinne nicht zu blockieren. Der Frachter liegt so auf der Sandbank, dass kein weiteres Wasser eindringen kann.
Wasser stand 2,5 Meter hoch in Kajüte
Zum Zeitpunkt der Havarie befanden sich zwei Besatzungsmitglieder an Bord. Das mit 1.300 Tonnen Sand beladene Schiff lief zwischenzeitlich Gefahr, auf Grund zu laufen. Laut Feuerwehr hatte das Schiff beim Eintreffen der Einsatzkräfte bereits ordentlich Wasser im Bug. Im Schiff sollen die Bugkajüte und die angrenzenden Räume etwa 2,5 Meter unter Wasser gestanden haben.
Mehrere Feuerlöschboote aus Köln und Bonn waren vor Ort, um das eindringende Wasser abzupumpen. In der Spitze wurden von beiden Booten über 10.000 Liter Wasser je Minute aus dem Schiff gepumpt, so die Feuerwehr.
Zusätzlich war auch ein Baggerschiff zum Entladen des havarierten Schiffs zugegen. Etwa 500 Tonnen Sand konnten so bereits entladen werden. Nach Angaben der Feuerwehr Köln dauerte die Sicherung des Schiffs bis in die Nacht hinein.
Unsere Quellen:
- Polizei Köln
- Feuerwehr Köln
- WDR-Reporter vor Ort
Sendung: WDR Fernsehen, Aktuelle Stunde, 24.01.2026, 18.50 Uhr
Sendung: WDR 2 Rheinland, Lokalzeit, 26.01.2026, 06.31 Uhr