Ramadan endet heute: 5.000 Menschen bei Fastenbrechen auf der Keupstraße

03:32 Min. Verfügbar bis 19.03.2028

Ramadan endet heute: 5.000 Menschen bei Fastenbrechen auf der Keupstraße

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Heute endet der muslimische Fastenmonat Ramadan. Traditionell verbringt man das letzte Fastenbrechen mit der Familie. Deshalb hat die Interessensgemeinschaft Keupstraße gestern zu einem gemeinsamen Essen eingeladen, dem sogenannten Iftar.

Eine gigantische 300 Meter lange Tafel zieht sich durch die Keupstraße, einer Einkaufsstraße mitten in Köln-Mülheim. Zwischen türkischen Restaurants, Friseursalons und Juwelieren. Die Tische sind voller Essen: Körbe mit Datteln, Fladenbroten und süßen Baklava. Früh kommen die ersten Gäste, um einen Platz zu ergattern.

Fünf Menschen sitzen an einem Tisch auf einer Straße. Auf dem Tisch liegen verschiedene Speisen

Birgül Ücdirem (v.R.) mit ihrer Familie und Freunden.

So wie Birgül Ücdirem. Sie hat über Social Media von der Veranstaltung erfahren und ist extra aus Dortmund angereist, um mit Freunden und Familie einmal dieses besondere Fastenbrechen zu erleben: "Es sind hier Leute, die wir gar nicht kennen. Aber es wird ein Tisch geteilt, es wird das Essen geteilt."


Die letzten vier Wochen beschreibt sie vor allem als "Familienzeit": "Zum Teil waren wir 20 Leute zu Hause am Tisch und haben gemeinsam gegessen."

Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester steht auf einer Bühne auf der Keupstraße.

Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester betont Zusammenhalt in der Stadt.

Mittlerweile werden Linsensuppen, Hühnchen und Reis an den Tischen verteilt. Die Kosten tragen die Geschäftsleute der Straße. Um 18 Uhr sprechen einige Politiker, u.a. Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester und betonen den Zusammenhalt in der Stadt. Denn die Veranstaltung richtet sich nicht nur an Muslime, sondern an alle Menschen, unabhänig des Glaubens oder ihrer Herkunft, um ein Zeichen für Toleranz und Vielfalt zu setzen.

Die Sonne ist an diesem Mittwochabend bereits untergegangen und nach einer guten halben Stunde darf das Fasten gebrochen werden - Traditionell zuerst mit Datteln und Wasser. Es wird gelacht und viel gesprochen. Kinder laufen zwischen den Tischen hin und her. Manche Mütter versuchen die Kleinsten im Kinderwagen zum schlafen zu bekommen. Laut Veranstalter sind rund 5000 Menschen gekommen, um gemeinsam das Essen zu teilen.

Speisen, wie Hähnchen, Reis oder Linsensuppe werden verteilt.

Geschäftsleute der Keupstraße tragen Kosten für das Essen

Vier Wochen lang durften gläubige Muslime tagsüber auf Essen und Trinken verzichtet. Heute endet der Fastenmonat Ramadan. Am Abend wird das letzte Fastenbrechen, der sogenannte Iftar, begangen. Ab Freitagabend beginnt dann das Zuckerfest: Ein dreitägiges Fest des Fastenbrechens mit Gebeten, Familienbesuchen und Geschenken.

Unsere Quellen:

  • Gespräche mit der Interessengemeinschaft (IG) Keupstraße
  • Eindrücke und Beobachtungen der Reporterin vor Ort

Sendehinweis: WDR Fernsehen, Lokalzeit Köln, 18.03.2026, 19.30 Uhr

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