Fünf große Behälter, teilweise eingewickelt in schwarze Folie. Darin: Insgesamt 4000 Liter einer unbekannten Flüssigkeit. Unbekannte hatten sie wohl Anfang der Woche illegal auf einem Gelände der Bahn in Essen abgeladen. Am Dienstagmittag haben Mitarbeiter sie entdeckt.
Daraufhin ist die Feuerwehr angerückt. "Es waren verschiedene Flüssigkeiten in den Behältern, es war ein beißender, stechender Geruch wahrnehmbar", sagt ein Feuerwehr-Sprecher. Aus einem der Behälter tropfte eine schäumende Flüssigkeit. In Schutzanzügen haben die Einsatzkräfte die Behälter untersucht.
Behälter in Essen gefunden: Entwarnung für die Umwelt
Am Mittwoch hat das Landesamt für Umwelt, Natur und Klima den Inhalt genauer untersucht. Das Ergebnis nach der ersten Analyse: In den Behältern waren keine Gefahrstoffe für die Umwelt. Für die Stadt Essen ist der Fall damit abgeschlossen. Allerdings wurde bei der ersten Analyse ein erhöhter pH-Wert festgestellt.
Ermittlungen wegen möglicher Drogenherstellung
Fünf dieser Behälter wurden in Essen illegal entsorgt
Das ruft nun das Landeskriminalamt (LKA) auf den Plan. Denn der erhöhte Wert könnte darauf hindeuten, dass in den Behältern ein Abfallprodukt aus der Herstellung synthetischer Drogen war. "Bei der Herstellung von einem Liter Drogen entstehen 6 bis 30 Liter Abfallprodukte", erklärt ein Sprecher des LKA.
Immer wieder wurden zuletzt illegal entsorgte Behälter mit solchen Abfallprodukten gefunden. Oft kommen Kriminelle aus den Niederlanden nach Deutschland, um sie hier abzuladen. Das LKA prüft jetzt auch die in Essen abgeladenen Flüssigkeiten. Die Behälter hat eine Fachfirma entsorgt.
Unsere Quellen:
- Feuerwehr Essen
- Landesamt für Umwelt, Natur und Klima NRW
- Stadt Essen
- Landeskriminalamt
Sendung: WDR 2 Rhein und Ruhr, Lokalzeit, 02.04.2026, 10:31 Uhr