Der Film "Falsche Bewegung" von Regisseur Wim Wenders wird vorerst nicht mehr gezeigt. In dem Werk von 1975 taucht die damals 13-jährige Nastassja Kinski in einer Szene mit nacktem Oberkörper auf.
Anhaltende Kritik
Laut eigenen Angaben bittet die Schauspielerin Wim Wenders seit Jahren darum, die rund zweiminütige Szene zu entfernen. Der Regisseur hatte beim Deutschen Filmpreis vergangene Woche gesagt, er würde die Szene heute nicht mehr so machen.
In einer Mitteilung, die die Wim Wenders Stiftung heute veröffentlichte, erklärt der Regisseur: "Die vielen Reaktionen, Hinweise und Gespräche der vergangenen Tage haben wesentlich dazu beigetragen, meinen Blick auf die damaligen Ereignisse weiter zu schärfen. Dafür bin ich dankbar." Die Stiftung ist Inhaberin des Films und hat ihren Sitz in Düsseldorf.
Wenders will einvernehmliche Lösung finden
Wenders fordert jetzt einen "breiten Austausch über den Umgang mit strittigen Filmwerken aus dem 20.Jahrhundert". In Absprache mit Nastassja Kinski wolle er nun nach einer einvernehmlichen Lösung suchen. Dann soll der Film wieder freigegeben werden.
Längst überfällig
Für Christian Schertz, dem Anwalt von Schauspielerin Nastassja Kinski, ist dieser Schritt längst überfällig. "Zudem muss man natürlich abwarten, was jetzt konkret das Gesprächsangebot beinhaltet."
Der Film soll aus allen aktuellen Auswertungsformen zurückgezogen werden, teilte die Wim Wenders Stiftung mit. Streaming-, TV- und Vertriebspartner würden dazu angewiesen, den Film nicht mehr öffentlich zugänglich zu machen.
Unsere Quellen:
- Mitteilung der Wim Wenders Stiftung
- Deutsche Presse-Agentur
- AFP
Sendung: WDR.de, Düsseldorfer Wim Wenders zieht Film "Falsche Bewegung" zurück, 03.06.2026, 17:58 Uhr
