Drogen, Mord und Waffen: Duo aus NRW vor Gericht in Düsseldorf

00:43 Min. Verfügbar bis 13.10.2027

Drogen, Mord und Waffen: Duo aus NRW vor Gericht in Düsseldorf

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Zwei Männer sollen tonnenweise Drogen geschmuggelt und einen Mord geplant haben. Jetzt stehen sie vor Gericht.

Der 36-Jährige aus Düsseldorf und ein 47-Jähriger aus Krefeld, sollen über Jahre hinweg regelmäßig große Mengen Drogen geschmuggelt und mit ihnen gehandelt haben. Jetzt müssen sie sich dafür vorm Düsseldorfer Landgericht verantworten. Der Schmuggel fand laut Anklage vor allem zwischen dem Iran, der Türkei, den Niederlanden und Deutschland statt. Einer der beiden soll zudem einen Mord in Auftrag gegeben haben.

Anklage: Mit großen Mengen gedealt

Auf dem Bild ist die Aufschrift des Landesgerichts Düsseldorf zu erkennen.

Die Liste der Vorwürfe ist lang

Mit kleinen Mengen Drogen haben sich die Angeklagten gar nicht erst abgegeben haben, so die Ermittler. Kiloweise Heroin, Chrystal Meth, Kokain und hunderttausende Pillen Ecstasy sollen die mutmaßlichen Geschäftspartner gekauft, transportiert und weiterverkauft haben. Die Verteidigung beantragte am ersten Prozesstag die Aussetzung des Verfahrens.

Ermittler hackten Handys der mutmaßlichen Dealer

Für 50 Kilogramm Heroin sollen sie in der Türkei rund 275.000 Euro bezahlt haben. In Deutschland hätten sie dafür nahezu den doppelten Preis erzielten, so die Anklage. In einem Fall sollen etwa 200 Kilogramm Heroin per LKW von Istanbul nach Rotterdam gebracht worden sein. In einem anderen Fall gingen 225.000 Ecstasy-Pillen für rund 90.000 Euro in die entgegengesetzte Richtung – von Deutschland in die Türkei.

Die beiden Männer sollen regelmäßig mit Drogen im Wert von mehreren Hunderttausend Euro gehandelt haben. Für ihre Kommunikation nutzten sie angeblich abhörsichere Mobiltelefone – die jedoch von europäischen Ermittlungsbehörden gehackt wurden. Auf den abgefangenen Chatnachrichten beruht die Anklage.

Ein Verteidiger beantragte die Aussetzung des Verfahrens. Unter anderem forderte er Einsicht in die gesammelten Originaldaten. Darüber muss das Gericht jetzt entscheiden.

Mordauftrag und Waffenhandel

Der 36-jährige Düsseldorfer soll darüber hinaus in ein Waffengeschäft verwickelt gewesen sein. Zudem wird ihm vorgeworfen, einen Mord an einem Mann aus dem Raum Stuttgart in Auftrag gegeben zu haben. Die Identität des potenziellen Opfers ist den Behörden bislang nicht bekannt.

Laut Anklage war bereits vereinbart, dass der Mann durch einen gezielten Kopfschuss getötet werden sollte. Ausführen sollte die Tat ein ehemaliger Soldat. Als Belohnung war geplant, die Familie des Soldaten aus Gaza nach Istanbul zu bringen und ihr dort für ein Jahr eine Wohnung zu stellen.

Das Landgericht Düsseldorf hat für den Prozess zehn Verhandlungstage bis Mitte Dezember angesetzt.

Drogen, Mord und Waffen: Duo aus NRW vor Gericht in Düsseldorf

WDR Studios NRW 13.10.2025 00:40 Min. Verfügbar bis 13.10.2027 WDR Online

Unsere Quellen:

  • Staatsanwaltschaft Düsseldorf
  • Reporterin bei Gerichtsverfahren

Hinweis der Redaktion:

In einer früheren Version des Beitrags haben wir berichtet, dass der 47-Jährige aus Meerbusch komme. Diese Information stimmt nicht - er kommt aus Krefeld. Wir haben das im Beitrag korrigiert.

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