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Nach Unfall im Vorjahr So soll das Feuerwerk auf der Rheinkirmes sicherer werden

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Bei dem Unfall auf der Düsseldorfer Rheinkirmes im Vorjahr waren 19 Menschen verletzt worden. Das soll sich jetzt verändern.

"Der Unfall ist immer noch jede Woche im Kopf präsent", erzählt Kirmesarchitekt Sven Gerling mit Blick auf den Unfall beim großen Rheinkirmes-Feuerwerk vergangenen Sommer im exklusiven WDR-Gespräch. Ein querfliegender Feuerwerkskörper war in die Zuschauermenge auf der Rheinkniebrücke geflogen.

Wenige Wochen vor dem Start der diesjährigen Kirmes erläutert Gerling, wie er und die verantwortlichen Pyrotechniker das Feuerwerk in diesem Jahr für die Zuschauer sicherer machen wollen. Bei einer Mitgliederbefragung hatten sich die veranstaltenden St. Sebastianus-Schützen mit mehr als 80 Prozent dafür ausgesprochen, am großen Feuerwerk festzuhalten.

Container und Sand sollen Querschläger verhindern

Das Feuerwerk wird wieder an gleicher Stelle am Rheinufer gezündet, allerdings wird der Aufbau sichtbar anders aussehen. "Wir werden mehrere schwere Container mit drei Meter hohen Wänden aufstellen, in denen die Abschussrampen aufgebaut werden", erklärt Gerling.

Ein lächelnder Mann mit Poloshirt und kurzen Haaren, im Hintergrund läuft der Kirmes-Aufbau

Kirmesarchitekt Sven Gerling

Dadurch sollen mögliche Querschläger gar nicht erst Menschen in Gefahr bringen können. Zusätzlich sollen die Rampen mit mehreren Kubikmetern Sand in den Containern stabilisiert werden, damit sie nicht verschoben werden oder umkippen können, wie beim Unfall im Vorjahr.

Abfanggitter bei zu hohem Wasserstand

Der Feuerwerksaufbau ist immer auch abhängig vom Wasserstand des Rheins. Sollte der zu hoch sein und die schweren Transporter dadurch die Container nicht an die passende Stelle bringen können, würden laut Gerling stattdessen Absperrgitter mit Fangmatten rund um das Feuerwerk aufgebaut. Das soll in der Woche vor dem Feuerwerkstermin am 24. Juli final entschieden werden.

 Ein Feuerwerkskörper explodiert in zu niedriger Höhe über Zuschauen beim Abschlussfeuerwerk der Rheinkirmes.

Zuschauer sollen besser vor Querschlägern geschützt werden

"Wir vermuten, dass das Feuerwerk durch die Container etwas lauter werden wird", schätzt Gerling. Alle Sicherheitsabstände, sowohl zur Kirmes als auch zum anderen Rheinufer, würden mit ausreichend Puffer eingehalten. Sollte der Rhein so viel Wasser führen, dass die Abschussrampen näher als Kirmesgelände rücken müssten, würde man auf großkalibriges Feuerwerk verzichten.

"Rettungsketten haben gut funktioniert"

Mehr Rettungskräfte sind für den Abend des Feuerwerks bisher nicht vorgesehen. "Der Unfall im letzten Jahr hat gezeigt, dass die Reaktionsketten mit Feuerwehr, Polizei und dem Rettungsdienst sehr gut funktioniert haben", betont Gerling.

Krankenwagen und Zuschauer auf der Brücke bei der Rheinkirmes

Nach dem Unfall im Vorjahr waren viele Rettungskräfte schnell vor Ort

Drohnenshow erstmals unter der Woche

Um den Andrang etwas zu entzerren, kommen die Kirmes-Verantwortlichen in diesem Jahr einem Wunsch der städtischen Behörden nach und veranstalten die erste Drohnenshow am Dienstag - anstatt wie bei der Premiere im Vorjahr am Samstag.

Radschläger bei Drohnenshow der Rheinkirmes

Die Drohnenshow feierte im Vorjahr Premiere auf der Rheinkirmes

In diesem Jahr soll sie noch ein wenig größer ausfallen: Rund 200 Drohnen mehr sollen zum Einsatz kommen, insgesamt dann etwa 1.200.

"Der Samstag war auch ungünstig für das Schützenfest, weil viele Kompanien da eigentlich auf der anderen Rheinseite unterwegs sind und nicht auf der Kirmes", sagt Gerling. Nun soll die Drohnenshow das Ausschießen des neuen Schützenkönigs krönen, der üblicherweise am Dienstagabend auf der Rheinkirmes ermittelt wird.

Container und Sand für Rheinkirmes-Feuerwerk

WDR 10.06.2026 00:45 Min. Verfügbar bis 09.06.2028 WDR Online

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Unsere Quellen:

  • Gespräch mit Kirmesarchitekt Sven Gerling

Sendung: WDR.de, Container und Sand für Rheinkirmes- Feuerwerk, 10.06.2026, 05:00 Uhr 

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