Pro-Palästina-Demo zieht durch Dortmunder Innenstadt

Aktuelle Stunde 21.06.2025 00:31 Min. UT Verfügbar bis 21.06.2027 WDR

Pro-Palästina-Demo zieht durch Dortmunder Innenstadt

Stand:

Um 14.30 Uhr sollte es losgehen mit der großen Pro-Palästina-Demo. Die Polizei hatte sich auf rund 2.000 Demonstrierende eingestellt. Es kamen deutlich weniger zum Platz der Deutschen Einheit gegenüber dem Dortmunder Hauptbahnhof. Um die 600 Menschen, schätzt Polizeipressesprecher Torsten Sziesze am Anfang. Später wächst die Zahl auf bis zu 1.100 Teilnehmer, schätzt die Polizei.

Die Menge ist bunt gemischt, wer kann, steht im Schatten, viele rot-weiß-grün-schwarze Palästina-Fahnen wehen im leichten Wind. Die Stimmung ist ruhig. Hier sind heute die unterschiedlichsten Menschen zusammengekommen, um ihre Solidarität mit den Menschen in Gaza auszudrücken. Viele junge Leute, einige Familien, aber auch viele ältere sind hier. Viele Menschen haben die Kufiya, das Palästinensertuch, umgelegt.

Welche Parolen sind verboten?

Bevor es wirklich losgeht, verliest die Polizei alle Parolen, die auf diesem Demonstrationszug verboten sind. Das dauert einige Minuten. Diese Parolen dürfen nicht gerufen werden, aber auch nicht auf Schildern, Fahnen oder T-Shirts stehen. Das sind die polizeilichen Auflagen, die auch durchgesetzt werden.

Ein junger Mann trägt eine der verbotenen Parolen auf seinem T-Shirt und weigert sich, es auszuziehen, ruft stattdessen die verbotene Parole und wird von der Polizei mitgenommen zur Erfassung seiner Daten. Das führt zu Unruhe unter den Demonstrierenden. Aber es bleibt, abgesehen von ein paar Rufen gegen die Polizei, ruhig.

"Merz mach deine Drecksarbeit ohne uns"

Schilder von Demonstrierenden bei einer Pro-Palästina Demo in Dortmund

Demonstrierende zeigen ihre selbstgemachten Schilder.

Auf der Bühne werden einige Reden gehalten, die Menschen zeigen ihre selbstgemalten Schilder. Eine Frau im Rollstuhl hält ein Schild hoch, auf dem steht: "Merz mach deine Drecksarbeit ohne uns!!! Stoppt die Waffenlieferung!". Andere zeigen Fotos von toten Kindern, klagen Israel des Mordes an. Immer wieder kommt der Ruf "Free, free Palestine". Der ist in Ordnung, sagt der Pressesprecher Sziesze, solange kein Bezug zur Hamas hergestellt werde.

90 Minuten nach Beginn geht es wirklich los

Es werden einige Reden gehalten, eine Rednerin ruft strafrechtlich relevante Parolen, es ist heiß, eine erste Frau bekommt Probleme mit der Hitze, ein Rettungsteam hilft. Dann geht es los. Knapp 90 Minuten nach dem offiziellen Beginn.

Straßensperrungen, Gebete

Über den gesperrten Königswall zieht der Demonstrationszug zum Dortmunder U. Immer wieder rufen die Demonstranten ihre Parolen, schwenken ihre Fahnen und versammeln sich hinter Spruchbändern. Am Dortmunder U dann ein Zwischenhalt. Der Wall bleibt gesperrt. Hier werden wieder einige Reden gehalten. Am Rande der Demonstration haben Männer ihre Fahnen auf den Boden gelegt, sich darauf gekniet und beten. Autofahrer die rund um das U unterwegs sind hupen genervt. Sie kommen nicht weiter.

Rednerin erhielt Platzverweis

Auch bei der Zwischenkundgebung hat eine Rednerin wieder strafrechtlich relevante Parolen gerufen. Weil sie damit nicht aufhörte, hat die Polizei ihr einen Platzverweis erteilt und ein Strafverfahren eingeleitet. Aber davon abgesehen ist es bei der Demonstration ruhig geblieben. Am Platz von Xi´an endete die Demonstration.

Unsere Quellen:

Dortmund: Pro-Palästina Demo zieht durch Dortmunder Innenstadt

WDR Studios NRW 20.06.2025 00:42 Min. Verfügbar bis 20.06.2027 WDR Online

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