Fußball-Fieber: Studie zeigt Puls- und Stresslevel der Fans
00:23 Min.. Verfügbar bis 28.05.2027.
Lattentreffer - der Puls der Fans steigt an. Gegentreffer - der Puls geht noch weiter in die Höhe, sinkt erst einmal ab und erreicht beim zweiten Gegentreffer den nächsten Höhepunkt. Danach sind die Fans erstmal ruhiger. Möglicherweise hatten viele das Spiel schon innerlich abgehakt, vermutet Professor Christian Deutscher von der Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft.
Körperreaktionen zeigen Spielverlauf
Die Körperreaktionen der Fans zeigen klare Parallelen zum Spielverlauf. "Kurz vor Spielende, als Arminia zwei Tore erzielte und ein drittes möglich schien, nahmen Puls und Stress erneut zu", so Deutscher. Auf das gesamte Spiel gesehen schlagen die Fan-Herzen um etwa 20 Prozent schneller mit einem Höchstwert von 96 Schlägen pro Minute beim ersten Gegentor.
Kein kausaler Zusammenhang
Aber auch wenn der Spielverlauf durch die Messwerte der Studienteilnehmer klar erkennbar ist, einen ursächlichen Zusammenhang wollen die Forscher - zumindest noch - nicht ziehen.
Ein erhöhter Puls könne auch andere Ursachen haben, wie etwa die Reise nach Berlin, das Stehen in einer Menschenmege oder das Trinken von Alkohol. Weitere Forschungen sollen später Aufschluss geben.
Pokalfinale als stressigstes Erlebnis der vergangenen Woche
Beim Tor schnellt der Puls hoch
Die Forscher haben nicht nur die Zeit des Spiels ausgewertet. Da sich viele Fans schon vorher angemeldet hatten, gibt es auch einen Vergleich zum Alltag. Demnach war das Pokalfinale - nicht überraschend - das stressigste Erlebnis vieler Fans der gesamten Woche. Die Aufregung vor dem Anstoß war deutlich größer als beim letzten Liga-Spiel eine Woche vorher.
Studie wird fortgesetzt
Die Forscher werden jetzt weitere Daten sammeln, zum Beispiel bei den nächsten Fußballspielen der Armina. Und sie werten die Daten der 200 teilnehmenden Fans weiter aus. Die Forscher sehen großes Potenzial in den Analysen, nicht nur im Sport, sondern auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen.
Unsere Quellen:
- Universität Bielefeld