Auf dem Schild von Johannes Wabnik aus Bielefeld stand "Studium für alle". Er hat eine Autismus-Spektrum-Störung und möchte soziale Arbeit studieren, bräuchte dafür aber unter anderem einen sogenannten Nachteilsausgleich bei Prüfungen.
Protesttag seit 1992 - aber immer noch aktuell
Sarah Baum ist Vertreterin der Menschen mit Behinderung, die in den Werkstätten von proWerk Bethel arbeiten, und sagt: Auch wenn es den europäischen Protesttag am 5. Mai schon seit 1992 gibt, sei er immer noch nötig.
Sie betont: "Das ist der einzige Tag, wo wirklich auf die Rechte der Menschen mit Behinderung aufmerksam gemacht wird, und da sollte jeder, der irgendwie kann, sich zeigen."
Wir müssen immer wieder darauf hinweisen, dass wir immer noch zu einer Randgruppe gehören. Sarah Baum, Vertreterin der Menschen mit Behinderung
Auf der Demonstration liefen Menschen mit und ohne Behinderung Seite an Seite. In Bielefeld haben die von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel ihren Sitz. Sie unterhalten im Ortsteil Bethel viele Wohn-, Bildungs- und Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung.
3.000 Menschen bei Inklusions-Jobmesse in Köln
In Köln suchen bekannte Unternehmen gezielt nach Menschen mit Behinderung
Auch an anderen Orten geht es am Montag um Gleichstellung - zum Beispiel in der Gemeinde Nordkirchen im Kreis Coesfeld, die einen Integrationstag veranstaltet, sowie in Köln. Mehr als 20 bekannte Unternehmen suchen dort auf der Jobmesse "BarriereFrei" gezielt nach Mitarbeitenden mit Schwerbehinderung.
Am Protesttag für Gleichstellung ist es die erste Jobmesse in Köln, die sich speziell an Personen mit Schwerbehinderung richtet. Rund 3.000 Menschen sind vor Ort.
Unsere Quellen:
- WDR-Reporter vor Ort in Bielefeld und Köln
- v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel
- Jobmesse BarriereFrei in Köln