So soll Wuppertals Vielfalt sichtbar werden

WDR 03:18 Min. Verfügbar bis 10.06.2028

Bunte Heimat Wuppertal So soll Wuppertals Vielfalt sichtbar werden

Stand:

160 Nationen, unzählige Lebenswege und eine gemeinsame Heimat. Eine Kampagne rückt Menschen in den Mittelpunkt und lädt ein, Vielfalt sichtbar zu machen.

Von Annette Hager
Miriam Lopes Noronha zwischen den Pappfiguren

Miriam Lopes Noronha hatte die Projektidee

Als Miriam Lopes Noronha an der Rückseite der Pappfiguren die Ständer aufklappt, strahlt sie zufrieden: dass jetzt die von ihr erdachten Silhouetten wie hier in der Wuppertal Touristik überall in öffentlichen Räumen der Stadt stehen, ist ein Höhepunkt ihres Projektes. 

Sie selbst kommt aus Brasilien, und seit sie vor 15 Jahren eher zufällig in Wuppertal landete, ist sie fasziniert, wie viele so unterschiedliche Menschen hier Dinge in die Hand nehmen und die Stadt gestalten. Dass diese Vielfalt zur Identität der Stadt gehört, wollte sie gern zeigen. 

"Im Kommunalen Integrationszentrum der Stadt ist mein Thema Zusammenhalt. Begegnung ist für mich der Schlüssel für Verbindung und Integration." Miriam Lopes Noronha

Zehn Figuren, zehn Portraits 

Fahrio Abdirizaak vor einer Pappfigur auf der steht "Wuppertal wo die Welt zuhause ist"

Fahrio Abdirizaak erlebt Wuppertal als "Multikultistadt"

Es sind zehn verschiedene Geschichten, die über QR-Codes an den Pappaufstellern lebendig werden. Filmische Portraits, die Menschen wie den "Wuppertaliener" Daniele vorstellen, den leidenschaftlichen Ölberger Selcuk, Fahrio aus Somalia, den Sohn marokkanischer Einwanderer und gebürtigen Katernberger Elias oder Liubov aus der Ukraine: Sie alle trafen sich mit mitgebrachten Speisen an einem Tisch, der ihre gemeinsame Heimat symbolisierte. 

"Egal welche Herkunft, welche Hautfarbe und Religion: Wir haben alle dasselbe Blut."  Fahrio Abdirizaak

Neue Perspektiven und Einblicke 

Junge Frau mit Handy

Enfal Micik ist begeistert von der Kampagne

Passanten eilen vorüber, aber viele bleiben auch neugierig stehen, als wir die Figuren probeweise nach draußen tragen. Enfal Micik hat, wie so viele, ohnehin ihr Handy in der Hand. Als sie den QR-Code scannt und Fahrio auf ihrem Bildschirm erscheint, entfährt ihr ein beglücktes "Oh!".

"Gerade Jugendliche fühlten sich ja manchmal wenig beachtet", sagt sie, "aber solche Aktionen geben einem das Gefühl, Teil einer Stadt zu sein."

Einladung an alle Wuppertaler

"Wuppertal - wo die Welt zu Hause ist" versteht sich zugleich als Botschaft nach innen und nach außen. Sie will das Bewusstsein für die Vielfalt der ausdrücklich genannten 364.776 Einwohnerinnen und Einwohner mit ihren Talenten und Aktivitäten stärken und dazu beitragen, ein modernes, weltoffenes Bild Wuppertals zu zeigen. Mitmachen kann jeder, der mag. 

Über die QR-Codes auf den Plakaten und Silhouetten können die Filme angesehen oder in den sozialen Medien geteilt werden. Unter dem Hashtag "#inwuppertalzuhause" kann jeder eine Geschichte, Fotos oder Videos beitragen. 

Unternehmen, Schulen und Institutionen können die Kampagne verbreiten, eine Silhouette aufnehmen und in den eigenen Räumlichkeiten aufstellen, pädagogisches Schulmaterial oder Flyer bestellen und einen Filmabend oder Diskussionen organisieren.  

Unsere Quellen:

  • Stadt Wuppertal
  • Kommunales Integrationszentrum Wuppertal
  • Wuppertaler Stadtmarketing
  • Eindrücke aus Gesprächen der WDR-Reporter mit den Teilnehmern

Sendung: WDR.de, Wo die Welt zu Hause ist: Wuppertals gelebte Vielfalt, 12.06.2026, 15:30 Uhr

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