Wuppertaler Ausgehviertel fiebert Stadtfest entgegen
02:41 Min.. Verfügbar bis 06.05.2028.
Auch wenn das Regenwetter nicht gerade dazu einlädt - bei Alexander Klein steigt kurz vor dem Fest die Spannung. Der Vorsitzende der IG Luisenstraße organisiert das Stadtfest zusammen mit den anderen Vorstandsmitgliedern. Heute macht er einen Rundgang durch das Luisenviertel, kontrolliert, ob alle Parkverbotsschilder an der richtigen Stelle stehen.
Alexander Klein organisiert das Luisenfest
Für die Trödler auf dem Luisenfest wird jeder Meter gebraucht. Es gibt nur noch wenige Plätze für Trödler, erzählt Alexander Klein. Für die kann man sich allerdings nur noch online anmelden. Der Andrang war in diesem Jahr etwas verhalten: "Das ist auch kein Wunder, bei den Preisen", sagt Klein. 25 Euro kostet der Meter in diesem Jahr. Drunter gings nicht, wegen der gestiegenen Kosten.
Entstanden aus einer Protestbewegung
Marlene Schmidt-Büchele war schon beim 1. Luisenfest dabei
Dabei hat alles ganz klein angefangen. In den 70er Jahren wehrten sich Anwohner gegen den geplanten Abriss der alten Häuser in der Luisenstraße, und zwar mit Erfolg. Marlene Schmidt-Büchele wohnt seitdem im Luisenviertel und erinnert sich gut, wie alles anfing.
"Wir waren dann 30 Leute, Kofferradio auf der Straße, bei Frau van Straelen am Kiosk kaufte man sich das Bier, und dann wurde gefeiert und getanzt. Und nachher wurde alles aufgeräumt und die Straße gekehrt.“ Marlene Schmidt-Büchele, Anwohnerin
Besonderes Fest auch ohne Feuerwerk
Viele Besucher auf der Luisenstraße
Heute hat das Luisenfest vor allem Eventcharakter, sagt Organisator Alexander Klein. Er werde immer wieder gefragt, ob zum Jubiläum des Luisenfests etwas Besonderes geplant sei. Aber "das Fest ist schön und besonders, so wie es ist.“ Neben Trödel gibt es wieder eine Live-Bühne mit viel Musik und natürlich viel zu Essen und zu Trinken in und vor den Kneipen im Luisenviertel. "Da brauchen wir nicht noch ein Feuerwerk oder so was.“
"Ich hab' vor allem Respekt davor, wie sich das Luisenfest von einem kleinen Nachbarschaftstreff zu einer Traditionsveranstaltung entwickelt hat." Alexander Klein, IG Luisenstraße
Zur Sicherheit der vielen tausend Besucher stellen die Veranstalter Baustellenbaken an den Eingängen auf. Außerdem sind Ordner im Einsatz. "Die Straßen hier sind schon sehr schmal. Da reicht das eigentlich." Aber ein Restrisiko bleibe natürlich immer.
Bleibt jetzt nur noch die Hoffnung auf besseres Wetter am Sonntag. Die Aussichten sind bislang ganz gut, aber so oder so ist das Luisenfest ein Muss für viele Wuppertaler und darüber hinaus.
Seit Sonntag ist klar: Die Vorbereitungen haben sich gelohnt! Zahlreiche Besucher strömten ins beliebte Ausgehviertel, um das Fest zu feiern.
Unsere Quellen:
- Interview mit Alexander Klein, IG Luisenstraße
- Interview mit Marlene Schmidt-Büchele, Anwohnerin
Sendung: WDR.de, Vorbereitungen fürs Luisenfest in Wuppertal, 06.05.2026, 14:12 Uhr Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Bergisches Land, 06.05.2026, 19:30 Uhr
