Neue Flutlichtanlage im Wuppertaler Zoo-Stadion
02:30 Min.. Verfügbar bis 16.06.2028.
Spektakuläre Aktion : Neue Flutlichtanlage im Wuppertaler Zoo-Stadion
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Im traditionsreichen Fußball-Stadion werden bis Juli die Jahrzehnte alten Scheinwerfer gegen moderne LED-Panels getauscht. Ein besonderes Ereignis, denn für den Austausch müssen die Masten in die Horizontale gekippt werden.
Acht Uhr früh im Stadion am Zoo. Auf der Gästetribüne liegt ein Flutlichtmast quer. An seinem Ende schrauben Dan und Joop die letzten von insgesamt 28 LED-Panels an. "Ganz schön schwer", sagen sie uns. Satte 25 Kilo wiegen die Leuchteinheiten. Noch am Boden müssen sie richtig justiert werden, um am Ende nicht nur das Spielfeld, sondern auch die Tribünen und Treppenanlagen wie geplant auszuleuchten.
Kein Job für Anfänger
Joop, Dan und ihr Chef vor Ort, Jelmer Hofstra, sind hochqualifizierte Spezialisten aus den Niederlanden. Mit einer besonderen App und digitalen Winkelmessern richten sie die Module individuell aus. Nach rund einer Stunde fährt der Flutlichtmast - jetzt komplett bestückt - wieder nach oben.
Bundesweite Rarität
Das Zoo-Stadion ist eines von nur zwei Stadien in ganz Deutschland, die noch über so genannte Kipp-Masten verfügen, erklärt uns Frank Benecke vom Gebäudemanagement der Stadt. Ganz genau wisse das aber niemand. Beim Anblick der alten, aber zuverlässigen Technik aus den 1970er-Jahren, kommt er ins Schwärmen.
Einer von vier Flutlichtmasten
Die 30 Meter langen und Tonnen schweren Kippmasten werden mit eigens angebrachten Hydraulikelementen im Zeitlupentempo zur Erde geneigt oder wieder aufgerichtet. Ein Job für Schlosser Uli Schmidt und seine Kollegen von den Wuppertaler Stadtwerken. Auch sie sind von der Technik fasziniert.
Reif für den Schrottplatz
"Wir mussten die alten Scheinwerfer tauschen", erzählt Frank Benecke. "Wir bekommen einfach keine Leuchtmittel mehr, wenn die alten kaputt gehen und ausgetauscht werden müssen." Eine halbe Million Euro lässt sich die Stadt nun die neue Beleuchtung im Zoo-Stadion kosten. Das spare Strom und beschere dem Wuppertaler SV eine drittligataugliche Beleuchtung.
Die alten Scheinwerfer am Boden
"Falls der Verein doch mal wieder aufsteigt", sagt Frank Benecke schmunzelnd. Und hofft als ehemaliger Bundesliga-Basketballer auf einen sportlichen Aufschwung der WSV-Kicker. "Die bekommen auch noch einen echten Hingucker", verrät er uns schon mal. Denn der Spielertunnel wird eigens in den Vereinsfarben Rot und Blau ausgeleuchtet. Das dauere aber noch ein bisschen.
Mast vier will nicht zu Boden
Inzwischen ist es halb elf. Der Ablauf hinkt, weil der letzte der vier Flutlichtmasten nicht nach unten fahren will. "Der Strom ist weg", analysiert Frank Benecke das Problem. Und niemand wisse, welche der zahlreichen Sicherungen in den Verteilern unter der Haupttribüne gerade die richtige ist.
20 Minuten dauert die Unterbrechung. Wir bleiben da. Denn jetzt schwebt auch Mast vier sanft zu Boden. Ein majestätischer Anblick, vor allem von den Zuschauerrängen der WSV-Fantribüne. Joop, Dan und Jelmer vergeuden keine Zeit und ziehen ihr Sicherungsgeschirr an. Die letzten von rund 100 alten Scheinwerfern am Stadion am Zoo werden endgültig ausgemustert.
Unsere Quellen:
- Stadt Wuppertal
- WDR-Reporter im Gespräch mit Arbeitern vor Ort
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Bergisches Land, 16.06.2026, 19:30 Uhr
