Neue Fahrradstrasse in Wuppertal

01:46 Min. Verfügbar bis 16.06.2028

Zwischen Elberfeld und Barmen Neue Fahrradstrasse in Wuppertal

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In Wuppertal ist ein Abschnitt des Hardtufers an der Wupper jetzt eine Fahrradstraße. Damit hat der Radverkehr Vorrang vor Autos. Für die nächsten Jahre hat die Stadt noch viel größere, millionenschwere Pläne zum Radverkehr.

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Helge Rosenkranz

Für den Wuppertaler Verkehrsdezernenten Gunnar Ohndorf war es ein Termin zum Wohlfühlen: Zusammen mit weiteren Vertretern der Stadt und mit Radfahrern das Absperrband durchschneiden. Damit gilt auf dem etwa 500 Meter langen Teilstück: Radfahrende haben Vorfahrt, hier gilt Tempo 30 und das Parken ist für Autofahrer stark eingeschränkt.

Alternative ohne Abgase

Bisher gab es am Hardtufer nur einen so genannten "Schutzstreifen", der Rad- und Autofahrer trennte. "Nicht mehr zeitgemäß", heißt es dazu von der Stadt. Nun haben Radfahrer auf dem Weg zwischen Elberfeld und Barmen eine Alternative zum völlig untauglichen Radeln zwischen Autos, Bussen und LKW auf der parallel verlaufenden B7. "Mit dem Umbau zur Fahrradstraße gehen wir einen weiteren wichtigen Schritt, die Talachse für den Radverkehr attraktiv zu machen", so die Stadt

Rad- und Autofahrer teilen sich die Fahrradstraße

Eine leere Straße, vorne ein großer roter Bereich mit einem Fahrradsymbol

Neue Fahrradstrasse in Wuppertal

Für Autos ist der Abschnitt nicht komplett gesperrt, sondern bleibt eine Einbahnstraße. Radfahrer können in beiden Richtungen radeln. Für etwa 450.000 Euro hat die Stadt in den vergangenen Monaten die Fahrbahndecke saniert, deutliche Markierungen angebracht, die Spur für Fahrradfahrer in markigem Rot eingefäbt und Takte der Ampelanlagen angepasst.

Fahrradverband sieht noch viele Probleme

Zwei Männer in blauen Jacken stehen auf einer Straße, im Hintergrund das Schwebebahngerüst, links und rechts grüne Bäume

Peter Ritter, ADFC fordert mehr Engagement der Politik

Ein echter "Aufbruch" für mehr Radverkehr? Der Wuppertaler ADFC sieht noch Probleme. Zum Beispiel, dass es in der Stadt keine "echten" Fahrradstraße gibt, die für den motorisierten Verkehr gesperrt sind. Vorsitzender in Wuppertal ist Peter Ritter.

"Wir sehen in der Stadtverwaltung durchaus ein Engagement, um das Thema nach vorne zu bringen, allein in Wuppertal fehlt der politische Wille, um sowas umzusetzen. Wir haben auch Bezirksvertretungen, wo wir um jeden einzelnen Parkplatz feilschen müssen, der wegfällt, wenn ein Fahrradweg gebaut wird." Peter Ritter, Vorsitzender ADFC-Vorstand Wuppertal

Große Pläne: Ein "Radring" in Wuppertal zur BUGA

Eine Karte mit dem Radring Wuppertal, rechts unten eine Legende

35 Kilometer Fahrradring rund um Wuppertal

Für die Zukunft hat die Stadt aber, was den Radverkehr angeht, große Pläne: Zur BUGA in fünf Jahren soll ein etwa 35 Kilometer langer "Radring" entstehen, der zum Teil die bestehenden Trassen wie die Nordbahntrasse und die Sambatrasse verbinden könnte. Ein Radweg als Netz zu den einzelnen Stadtteilen. Vieles wird neu gebaut. Die Kosten insgesamt: etwa 25 Millionen Euro, die Stadt hofft auf einen hohen Förderanteil. Voraussichtlich noch bis Oktober wird geplant, dann muss die Kommunalpolitik noch zustimmen.

Neue Fahrradstrasse in Wuppertal

WDR 16.06.2026 00:30 Min. Verfügbar bis 15.06.2028 WDR Online

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Unsere Quellen:

  • Stadt Wuppertal
  • WDR-Reporter im Gespräch mit Vertretern der Stadt und des ADFC

Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Bergisches Land16.06.2026, 18:09 Uhr

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