Das Wuppertaler Landgericht hat am Dienstag den Prozess gegen eine Frau eingestellt. Die Wuppertalerin hatte bereits gestanden, bei mehreren Kurier-Fahrten von und nach Italien Kokain im zweistelligen Kilobereich transportiert zu haben.
In Italien verurteilte ein Gericht die Frau bereits rechtskräftig zu zehn Jahren Haft. Im aktuellen Prozess in Wuppertal drohte ihr eine weitere lange Strafe, die zu der bestehenden Haftstrafe hinzugefügt worden wäre. Die Wuppertaler Richter hielten dies jedoch für nicht gerecht.
Kokain-Schmuggel im Auftrag der Mafia
Im Verfahren geht es um umfangreichen Kokainhandel, unter anderem im Auftrag der italienischen 'Ndrangheta-Mafia. Angeklagt sind neben der Frau aus Wuppertal sieben weitere Personen im Alter von 36 bis 64 Jahren. Sie sollen mit wechselnden Verstecken und verschiedenen speziell umgebauten Fahrzeugen mehr als 50 Kurierfahrten mit Kokain im zweistelligen Kilogrammbereich unternommen haben, insgesamt fast eine Tonne.
Unsere Quellen:
- Landgericht Wuppertal