Wuppertal: Ehemaliges Freibad Mirke wird zum Naturfreibad umgebaut
Lokalzeit Bergisches Land. 18.12.2025. 02:38 Min.. Verfügbar bis 18.12.2027. WDR. Von Gaby van den Boom.
Mit einem feierlichen Ersten Spatenstich hat im Wuppertaler Freibad Mirke der Umbau zu einem Naturfreibad mit biologischer Wasseraufbereitung begonnen. Langfristig ist dort ein ganzjähriger Betrieb als Stadtteilpark und Begegnungsstätte geplant.
Freibad in Trägerschaft eines Vereins
Das Freibad wird bereits seit 2011 vom Verein Pro Mirke betrieben. Bis zuletzt als Provisorium mit einem kleinen, selbstgebauten Becken im Hauptbecken. Ein Jahr zuvor, 2010, hatte die Stadt das Bad aus dem Jahr 1851 stillgelegt.
Erster Spatenstich im Freibad Mirke
Für den Verein war es schon ein Meilenstein, als vorigen September endlich die Baugenehmigung für den Umbau eintraf. Damit war auch der Weg für Fördergelder des Bundes frei. Drei Millionen Euro erwartet der Verein nach eigenen Angaben aus einem bundesweiten Fördertopf für die Sanierung kommunaler Einrichtungen. Zusätzlich gibt es 300.00 Euro von der Stadt.
Visionen werden greifbar
Nach etwa 15 Jahren ehrenamtlicher Arbeit ist heute ein ganz besonderer Tag für die Mitglieder des Vereins.
"Das ist für uns ein ganz besonders großes Ereignis, mit unsere Vision, unsere Pläne und auch die Planungen der letzten Jahre greifbar werden." Csilla Letay, Betreiberverein Pro Mirke
Die Wasserfläche wird nach Auskunft des Betreibervereins kleiner als bisher. Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken werden durch einen Steg getrennt. Außerdem gibt es eine Wasserlandschaft für die ganz Kleinen. Mit dem ökologischen Betrieb will der Verein sozusagen back to the roots, denn vor 175 Jahren wurde das Bad auch vollkommen chlorfrei durch einen Bach gespeist, erzählt die Vorsitzende.
Lob für das Ehrenamt
Csilla Letay (l) vom Betreiberverein mit OB Miriam Scherff
Auch wenn die Stadt Wuppertal das Freibad Mirke vor 15 Jahren aufgegeben hat, gab es heute viel Lob dafür, dass damit nicht das Ende des Bades besiegelt war. Oberbürgermeisterin Miriam Scherff (SPD) freute sich über das Bürgerschaftliche Engagement.
Mit Nordbahntrasse und dem Mirker Bad habe man nun zwei großartige Beispiele, was Bürger leisten können. Mirke sei für Wuppertal außerordentlich wichtig, weil es zu wenig Freibäder gebe. Die Stadt könne das nicht mehr leisten.
Der Verein Pro Mirke wünscht sich, dass im neuen Naturfreibad noch Generationen von Familien schwimmen können und die Idylle mitten in der Nordstadt erleben. Der Umbau soll schon im nächsten Jahr abgeschlossen sein. Die Inbetriebnahme ist für 2027 geplant.
Unsere Quellen:
- Betreiberverein Pro Mirke e.V.
- Reporterin vor Ort
Sendung: WDR.de, Bürger retten Freibad in Wuppertal, 18.12.2025, 13.50 Uhr