Ein Mann hält ein Smartphone in die Kamera mit einer geöffneten App, die eine Frage stellt

Manche Apps befragen etwa Patienten im Rahmen einer Therapie nach ihrer Stimmung

Wuppertal: Bergische Universität forscht zu Apps in der Psychotherapie

Stand:

Die Bergische Uni will herausfinden, wie Jugendliche und Eltern zu Apps und digitalen Helfern in der Psychotherapie stehen.

Von Vanessa Kockegei

"Wie geht es dir? Warum ist deine Stimmung gerade getrübt?" Apps, die Therapie-Patienten auf dem Smartphone Fragen stellen, gibt es bereits - auch sensorische digitale Helfer, die etwa Puls, Herzfrequenz und Bewegung dokumentieren. Solche Daten von Patienten seien für Psychotherapien unheimlich wertvoll, sagt Dr. Bodo Przibilla, Wissenschaftler und Lehrtherapeut an der Bergischen Universität.

Deshalb hat der Lehrstuhl unter der Leitung von Prof. Aleksandra Kaurin eine neue Studie auf den Weg gebracht. Denn was bislang kaum erforscht ist: Wie gut akzeptieren überhaupt Kinder, Jugendliche und ihre Eltern solche Apps im Alltag? Sind sie bereit im Rahmen einer Therapie Fragen gestellt zu bekommen und wie oft?

Teilnehmer für Wuppertaler Studie werden noch gesucht

Solche Erkenntnisse fehlen bislang im deutschsprachigen Raum. Deshalb adressiert eine neue Studie namens "CARE-MAP" Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren - aber auch Eltern, unabhängig vom Alter ihrer Kinder. Die Teilnehmer müssen auch nicht zwangsläufig von psychischen Problemen betroffen oder in einer Therapie (gewesen) sein.

"Wir möchten herausfinden, wie können wir solche Technologien in der Therapie zielgruppenorientiert nutzen, um junge Patienten in ihrem Alltag noch besser zu unterstützen." Dr. Bodo Przibilla, Wissenschaftler und Lehrtherapeut

Wuppertal: Bergische Universität forscht zu Apps in der Psychotherapie

WDR 00:33 Min. Verfügbar bis 20.03.2028

Die Studie der Bergischen Universität ist bereits angelaufen. Um möglichst genaue und repräsentative Ergebnisse zu bekommen, werden aber viele Teilnehmende benötigt und auch aktuell noch dringend gesucht. So hat die Bergische Universität die Studie über ihr therapeutisches Netzwerk und andere Multiplikatoren veröffentlicht und hofft auf viele Teilnehmende.

Auf der Seite des Projekts CARE-MAP können sich Interessierte informieren und auch direkt mit der Befragung loslegen.

Bergische Universität forscht zu Apps in der Psychotherapie

WDR Studios NRW 00:47 Min. Verfügbar bis 20.03.2028 WDR Online

Unsere Quellen:

  • Bergische Universität Wuppertal
  • Kinder- und Jugendpsychotherapeutische Hochschulambulanz

Sendung: WDR 2 Bergisches LandLokalzeit, 17.03.2026, 10.31 Uhr
Sendung: WDR.de, "Wuppertal: Bergische Universität forscht zu Apps in der Psychotherapie", 20.03.2026, 15:15 Uhr

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