Baustellen, Streik, Bahnprobleme: Wuppertaler Pendler extrem genervt
02:38 Min.. Verfügbar bis 19.03.2028.
Die gleichzeitigen Baustellen bei der Bahn und auf der A46 , im Wuppertaler Stadtgebiet und dann noch der Streik im öffentlichen Nahverkehr lässt Pendler rund um Wuppertal verzweifeln. Sie müssen deutlich längere Fahrzeiten einplanen.
Monatelange Staus befürchtet
Geduldsprobe für alle, die aus Düsseldorf oder Solingen kommen
Seit Anfang der Woche ist die Verbindung von der L418 zur Auffahrt Wuppertal-Cronenberg in Fahrtrichtung Düsseldorf gesperrt. Die Sperrung soll bis zum 8. Mai dauern. Seitdem stehen Autofahrer stundenlang im Stau.
Neue Verbindungsbrücke wird angeschlossen
Während der Sperrung ist keine Auffahrt auf die A46 in Fahrtrichtung Düsseldorf möglich. Die Autobahn GmbH bereitet den Rückbau des Überfliegers vor und schließt die neue Verbindungsbrücke an die Autobahn an. Von Freitag 20 Uhr bis Montag 5 Uhr wird die A46 zwischen Wuppertal-Cronenberg und Sonnborner Kreuz komplett in beide Fahrtrichtungen geperrt
Bergisches Städtedreieck besonders belastet
Entgleistes Baustellenfahrzeug in Wuppertal am Bahnhof Steinbeck
Die Sperrung auf der A46 läuft ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, in dem ohnehin schon mehr Bergische Pendler das Auto nutzen müssen. Denn durch die Bahnsanierung zwischen Hagen und Köln fallen ICE-, IC- und immer wieder auch Regionalzüge bis Juni aus. Dazu kommen innerstädtische Baustellen auf Ausweichstrecken in Wuppertal. Am Morgen kam außerdem noch ein entgleistest Baufahrzeug in der Nähe des Wuppertaler Hauptbahnhofs hinzu. Deshalb fallen zahlreiche Bahnen aus oder verspäten sich.
Kritik an mangelnder Koordination
Die Wuppertaler FDP/WFW-Fraktion kritisiert die mangelnden Absprachen zwischen Autobahn GmbH, Deutscher Bahn und Stadt. Sie fordert eine sofortige Abstimmung aller Beteiligten. Das Verkehrschaos sei absehbar gewesen und hätte durch bessere Abstimmung verhindert werden können.
Wenn zentrale Verkehrsachsen für Straße und Schiene gleichzeitig eingeschränkt werden, ist ein Kollaps vorprogrammiert. Henrik Dahlmann, verkehrspolitischer Sprecher, FDP/WFW-Fraktion Wuppertal
Forderung nach Streikverzicht stößt auf Kritik
Zu den Staus durch Baustellen kommt noch der Streik beim ÖPNV. Denn wenn Busse und Bahnen nicht fahren, weichen die Menschen auch auf das Auto aus. Die Folge: noch mehr Verkehr auf den Straßen. Deshalb fordert Henrik Dahlmann Verdi auf, auf weitere Streiks in Wuppertal zu verzichten.
Empört über die Forderungen: Nicole Eickelnberg von Verdi.
Nicole Eickelnberg, Vertrauensfrau von Verdi und Busfahrerin bei den WSW ist über diese Forderung empört und erinnert daran, dass sie und ihre Kolleginnen und Kollegen schon beim Schwebebahnjubiläum auf Streik verzichtet haben - zum Wohle der Schwebebahnfans. Sie sagt: "Auch wir haben ein Recht, unsere Interessen durchzusetzen. Ein Streik kommt niemals unangekündigt. Und er kommt auch nicht von ungefähr. Es ist schon wichtig, von seinem Streikrecht Gebrauch zu machen und ich stehe auch voll dahinter".
Unsere Quellen:
- Autobahn GmbH
- FDP/WFW-Fraktion Wuppertal
- Gewerkschaft Verdi
- Reporter vor Ort
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Bergisches Land, 19.03.2026, 19:30 Uhr