Es ist der Vierte: Wieder Raum in Remscheider Waffenlager entdeckt
03.11.2025. 01:16 Min.. Verfügbar bis 03.11.2027.
"Panzerbüchsen" - panzerbrechende Waffen
Die Liste der entdeckten Kriegswaffen wird immer länger. Im Mehrfamilienhaus, in dem Ermittler in der vergangenen Woche ein riesiges illegales Waffenlager entdeckt haben, wurde ein weiterer Raum gefunden. Allein hier wurden 29 Maschinengewehre sowie mehrere Panzerabwehrwaffen (sogenannte Panzerbüchsen) gelagert. Momentan wird noch geprüft, ob es alle scharfe Waffen waren - und welche akute Gefahr von ihnen ausgeht.
Zahlreiche Geheimverstecke
Illegales Waffenlager in Mehrfamilienhaus
In der vergangenen Woche hatten Polizeikräfte nach einer Razzia begonnen, das Haus akribisch abzusuchen. Im Abgleich mit dem Grundriss des Hauses wurden hinter Wandverkleidungen und Regalen Zugänge zu weiteren Räumen freigelegt. In einem der Räume hatte der 59 Jahre alte Bewohner "alleine um die 30 Kriegswaffen, darunter schwere Infanteriewaffen wie Maschinengewehre und Maschinenpistolen" gelagert, berichtet der Wuppertaler Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert.
Ermittlungen längst nicht beendet
Zum bislang letzten Geheimversteck waren die Beamten durch einen Hinweis des 59 Jahre alten Mannes gelangt. Das Versteck befand sich hinter einer Vitrine und hatte einen zugemauerten Zugang.
Kriegswaffen aus den Geheimverstecken
Oberstaatsanwalt Baumert rechnet damit, dass die Ermittlungen vor Ort noch lange nicht beendet sind. Allein die Katalogisierung der Kriegswaffen dauere, so groß seien die Mengen an Maschinenpistolen, Granaten und Panzerfäuste - alles Waffen, die unter das Kriegswaffenkontrollgesetz fallen.
Motive noch unklar
Scharfe Waffen, Gewehre und Pistolen
Warum sie gehortet wurden, ob eher aus musealen Gründen oder weil intensiver Handel damit getrieben wurde, stehe noch nicht fest. Auch die Frage nach einem möglichen politischen Hintergrund, sei noch nicht geklärt. Es gebe keinerlei Hinweise in irgendeine Richtung. Der Staatsschutz sei aber bei den Ermittlungen "weiterhin begleitend dabei", so Wolf-Tilman Baumert.
Unsere Quellen:
- Staatsanwaltschaft Wuppertal
- WDR-Reporter vor Ort
Über das Thema berichten wir am 03.11.2025 im Radio: WDR2 Bergisches Land ab 13:30 Uhr und im Fernsehen: WDR Lokalzeit Bergisches Land um 19:30 Uhr.