Kult-Lokal bleibt Brandruine

03:19 Min. Verfügbar bis 12.06.2028

Zornige Ameise an der Bevertalsperre Kult-Lokal bleibt Brandruine

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Zwei Brände in Folge: Die Zukunft des beliebten Lokals bleibt unklar. Was der bremsende Tourismus im Bergischen damit zu tun hat.

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Helge Rosenkranz

Früher Kult-Lokal mit prächtigem Ausblick auf die Bevertalsperre, heute eine Brandruine. An die Zornige Ameise erinnern nur noch Schutt, verkohlte Holzbalken und die Reste der einst so beliebten Terrasse direkt am Ufer der Talsperre. Immer noch liegt Brandgeruch in der Luft. Im Mai hatte ein Feuer die Gaststätte komplett zerstört. Das zweite innerhalb von eineinhalb Jahren.

Nach dem ersten Feuer hatte die Polizei die Ermittlungen wegen Brandstiftung eingestellt, im aktuellen Fall sind die Brandgutachten noch nicht ausgewertet. Ein Gitterzaun rund um das Grundstück soll dafür sorgen, dass niemand die Ruine betritt.

Viele Zweifel nach zwei Bränden an der Bevertalsperre

Ein Mann steht vor der Brandruine der Zornigen Ameise

Arthur Seifert sieht keine Zukunft für das Lokal

Einer von ihnen ist Arthur Seifert aus Hückeswagen. Er erinnert sich: "Im Sommer war hier früher immer viel los. Manche kommen hierhin, um Urlaub zu machen, wir wohnen hier. Das hat es ausgemacht."

"Wenn man dahin guckt, macht das schon einen traurigen Eindruck. Nach dem ersten Brand hat man gedacht, man kann die Zornige Ameise wieder aufbauen. Aber jetzt, nach dem zweiten Mal, ist endlich finito", sagt der Hückeswagener. Ein Gefühl, das viele Besucher teilen.

Rechtsstreit mit Pächter sorgt für unklare Verhältnisse

Bild der Zornigen Ameise von der Wasserseite aus gesehen

Besucher der Bevertalsperre müssen vorerst auf Gastronomie verzichten

Nachfrage beim Wupperverband, dem das Grundstück gehört. Auch dort heißt es in einer Stellungnahme, dass es "kurzfristig keine neue Gastronomie an diesem Standort geben wird." Hintergrund ist auch ein Rechtsstreit mit einem früheren Pächter. Der läuft schon seit Jahren, und bevor der nicht abgeschlossen ist, "müssen wir zunächst abwarten, bevor erneute Überlegungen erfolgen können", schreibt der Wupperverband auf Anfrage des WDR.

"(...) die vollständige Zerstörung [hat] zur Folge, dass es kurzfristig keine neue Gastronomie an diesem Standort geben wird. Das finden wir - wie sicherlich auch die Freizeitgäste an der Bever - sehr schade." Wupperverband

Kein Gesamtkonzept für mehr Tourismus

Doch wer sollte den Standort auch übernehmen? Trotz vieler Besucher in den Sommermonaten: Tourismus an der Bevertalsperre ist ein schwieriges Thema. Die Infrastruktur dort ist in die Jahre gekommen, Campingplätze und Gaststätten wirken wie aus der Zeit gefallen. Hier strahlt vieles den Charme der 1960er-Jahre aus.

Tourismusexperten sehen viele zusätzliche Probleme: Rund um die Bevertalsperre verlaufen Kreisstraßen, einen durchgehenden Radrundweg gibt es nicht. Und auch die Wanderwege erfüllen kaum die heutigen Ansprüche an ein funktionierendes Wegenetz. Dabei wären Wanderer und Radfahrer eine gute Einnahmequelle für die Gastronomie.

Brandruine noch nicht geräumt

Brandruine der Zornigen Ameise an der Bevertalsperre

Die Reste der Zornigen Ameise erinnern an den Brand im Mai

Auch der Tourismusverband "Das Bergische" sorgt sich um die Zukunft des Standorts an der Bevertalsperre. Vorsitzende des Verbandes ist Gabi Wilhelm: "Man muss hier investieren, einfach mal klein anfangen. Nach dem ersten Brand gab es dort zumindest einen Imbisswagen. Vielleicht wäre so etwas ein neuer Anfang."

Aber bevor das geschehen kann, müsste zunächst mal die Brandruine der Zornigen Ameise geräumt werden. Vermutlich geht das aber erst, wenn die Polizei ihre Ermittlungen zur Ursache des Brandes im Mai abgeschlossen hat.

Wie geht es nach Bränden an der Zornigen Ameise weiter?

WDR 11.06.2028 00:53 Min. Verfügbar bis 11.06.2030 WDR Online

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Unsere Quellen:


  • Wupperverband
  • Polizei im Oberbergischen Kreis
  • Tourismusverband "Das Bergische"
  • Beobachtungen des WDR-Reporters vor Ort

Sendung: WDR.de, Wie geht es nach Bränden an der Zornigen Ameise weiter?, 12.06.2026, 05:13 Uhr Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Bergisches Land, 12.06.2026, 19:30 Uhr

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