Badeverbot an Bever- und Lingesetalsperre wegen Blaualgen
20.06.2025. 03:01 Min.. Verfügbar bis 20.06.2026.
Der Oberbergische Kreis schließt nicht aus, dass er weitere Badestellen an seinen Talsperren schließen muss. Seit gestern Abend ist das Baden in der Bevertalsperre komplett verboten. An der Lingese-Talsperre ist eine von drei Badestellen - die an der der DLRG-Station - bereits seit etwa drei Wochen dicht.
Schuld sind vermehrt auftretende Blaualgen, die das Gesundheitsamt vor allem am Ufer der beiden Talsperren festgestellt hat. In großen Mengen können diese Mikroorganismen gesundheitsschädlich sein – Hautreizungen, allergische Reaktionen sowie Übelkeit nach dem Verschlucken von Wasser sind mögliche Folgen.
Hitze und niedriger Wasserstand fördern die Ausbreitung der Blaualgen. Die anhaltende Dürre, der niedrige Wasserstand und vor allem die intensive Sonneneinstrahlung haben das Wachstum der Algen begünstigt.
Gesundheitsamt kontrolliert
Christian Timm vom Gesundheitsamt kontrolliert die Badestelle
Aktuell kontrolliert das Gesundheitsamt des Oberbergischen Kreises vor Ort, denn mit den steigenden Temperaturen breiten sich die Algen möglicherweise weiter aus. Bereiche, die keine offiziellen Badestellen sind, werden nicht beprobt. Hier wird auch kein Badeverbot verhängt. Dennoch appelliert der OBK, auch nicht abseits der Badestellen ins Wasser zu gehen.
Vor dem Baden auf grün-blaue Färbung achten
Wenn Anzeichen für Blaualgen gesichtet werden, sollte das Wasser umgehend verlassen werden. Hinweise für Blaualgen seien eine grün-blaue Färbung und eine geringe Sichttiefe. Es handelt sich bei Blaualgen nicht um Pflanzen, wie man am Namen vermuten könnte, sondern um Bakterien.
Dynamische Situation
Aktuell sind die Badestellen an der Wupper- und der Brucher Talsperre laut Wupperverband noch offen. Aber aufgrund der derzeitigen Wetterlage mit anhaltend intensiver Sonneneinstrahlung könne sich die Situation jederzeit ändern.
Das Gesundheitsamt kontrolliert momentan verstärkt die Gewässer auf Blaualgen, so der Oberbergische Kreis.
Unsere Quellen:
- Pressemitteilung des Wupperverbands
- Gesundheitsamt Oberbergischer Kreis
- WDR-Reporterin vor Ort