Eifelbahn zwischen Köln und Gerolstein fährt wieder
02:05 Min.. Verfügbar bis 16.06.2027.
Die Strecke war durch die Flut weitestgehend zerstört worden. Jetzt ist die Zeit des Schienenersatzverkehrs vorbei: Statt zweieinhalb Stunden dauert es ab heute im besten Fall nur noch rund 90 Minuten von Gerolstein nach Köln.
"Es ist tatsächlich eine Lebensader für den Kreis. Es ist unsere Hauptanbindung in den Raum Köln/Bonn. Und insofern ist das unglaublich für viele Pendlerinnen und Pendler, aber auch für den Freizeitverkehr." Markus Ramers, Landrat Kreis Euskirchen
Allerdings bleiben auf der Strecke auch in den kommenden Monaten Einschränkungen. So ist für die Züge erst mal in Gerolstein Schluss - frühestens im Herbst sollen sie dann auch auf der restlichen Strecke in Richtung Trier rollen.
Neue Brücken, moderne Stellwerke
Vor fast vier Jahren hatte die Flutkatastrophe viele Brücken der Bahntrasse zerstört, an zahlreichen Stellen waren Gleise unterspült, Stellwerke standen unter Wasser.
In Zukunft soll die Strecke gegen solche Katastrophen besser geschützt sein: Die neuen Bahndämme sollen Hochwasser besser standhalten, neue Brücken wurden ohne Mittelpfeiler gebaut, die 2021 unter dem Druck des Wassers eingestürzt waren.
Außerdem nutzt die Bahn den Wiederaufbau, um die Strecke mit Oberleitungen zu versorgen, künftig sind die Züge also mit Strom und nicht mehr mit Diesel unterwegs.
Bis es so weit ist, dauert es aber noch: 2028 sollen die ersten E-Loks fahren. Bis dahin wird die Strecke in Teilen immer wieder für Bauarbeiten gesperrt.