Das Bild zeigt eine Collage. Oben: Ein Schriftzug des Pinkpop-Festivals, der auf einer Wiese steht. Mitte und Unten: Eine Menschenmenge von hinten bei Nacht, die Richtung Bühne blickt.

Jeden Sommer ziehen auch Festivals in der Region zahlreiche Musikfans und Feierfreunde an.

Kimiko, Pinkpop, Electrisize Festivalsaison in Aachener Region startet durch

Stand:

Um bekannte Bands live zu erleben, muss niemand weit fahren. Auch Aachen und die Region locken jedes Jahr tausende Musikfans an. Doch wie viele Veranstalter in NRW kämpfen auch hier die Festivalmacher mit steigenden Kosten.

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Michaela Haase

Jetzt geht es Schlag auf Schlag: Letztes Wochenende haben Musikfans noch beim Open Air am See in Düren gefeiert, am Freitag startet in Aachen das Kimiko-Festival und am Wochenende darauf das Pinkpop. Und auch später im Sommer gibt es noch einiges zu erleben, zum Beispiel beim Electrisize oder Nibirii. Drei Beispiele aus der Region - und was sie zu bieten haben:

Kimiko-Festival in Aachen - längst kein Geheimtipp mehr

Vom 12. bis 14. Juni 2026 wird es wieder laut auf dem RWTH-Gelände am Campus Melaten: Denn beim Kimiko werden in diesem Jahr auf vier Musikbühnen bis zu 50 Bands und Künstler verschiedener Musikrichtungen von Rock über Elektro bis Rap auftreten. Mit dabei sind dieses Jahr unter anderem die Sportfreunde Stiller, OG Keemo, Levin Liam, OK KID, Soffie, Kid Simius, RAUM27 und Bonaparte, aber auch weniger bekannte Künstler erhalten eine Bühne.

Neben Food- und Getränkeständen wird es wieder den sogenannten cct.square geben - einen Bereich, in dem Initiativen, Startups und Unternehmen das Programm durch Präsentationen oder Workshops zu Zukunftsthemen mitgestalten können.

Kimiko kann dieses Jahr mehr Besucher empfangen

Publikum beim Festival vor der Bühne, im Vordergrund ein Zuschauer, der ein Herz mit seinen Händen zeigt

Auch dieses Jahr feiern wieder Tausende beim Kimiko

Neu ist in diesem Jahr, dass durch ein neues Sicherheitskonzept und Schallschutzgutachten bis zu 6.000 Besucher pro Tag auf das Festivalgelände dürfen - also 1.000 mehr als bisher. Mehr erlaubte Besucher, das bedeutet auch mehr Tickets. Die Organisatoren rechnen deshalb damit, diesmal auch eine Abendkasse anbieten zu können. Im letzten Jahr sei das Festival zur gleichen Zeit bereits ausverkauft gewesen. Aktuell gibt es aber noch Karten.

Der Ticketverkauf sei anfangs zögerlicher verlaufen, inzwischen ziehe es aber stark an, sagt Veranstalter Rick Opgenoorth. Die Preise mussten im Vergleich zum letzten Jahr etwas erhöht werden: Fürs komplette Festivalwochenende zahlt man beim Kimiko jetzt 103 Euro; ein reguläres Tagesticket gibt es für 49 Euro. Denn auch die Veranstaltungsbranche bekommt die steigenden Preise deutlich zu spüren.

"Alle Gewerke werden teurer, z.B. Transporte, Personalkosten, Bühnen und Technik, Gagen, Sanitäter oder Security. Als Veranstalter müssen wir effizienter denken und planen." Rick Opgenoorth, Veranstalter des Kimiko

Es sei jedoch nicht einfach, die steigenden Kosten ausschließlich mit dem Ticketverkauf zu kompensieren, so der Veranstalter: Denn "als ein Festival, das in einem studentischen Umfeld stattfindet, sind wir sehr bemüht, die Ticketpreise auch für junge Menschen erschwinglich zu halten", zum Beispiel mit ermäßigten Tickets. Stattdessen versuche man, die steigenden Kosten abzufedern, indem man noch effizienter plane.

Pinkpop - das Megafestival in der Grenzregion

Ein pinker Schriftzug zeigt das Wort "Pinkpop", drumherum zahlreiche Besucher auf der Wiese, dahinter die Bühne

Das Pinkpop Festival im niederländischen Landgraaf

Wenn im niederländischen Landgraaf wieder tausende Menschen mit den typischen pinken Hüten unterwegs sind, kann das nur eins bedeuten: Es ist wieder Pinkpop. Vom 19. bis 21. Juni steigt das riesige Festival hier auf dem Megaland-Gelände. Das Pinkpop gibt es schon seit 1970 und es ist damit das älteste, regelmäßig veranstaltete Musikfestival Europas. Und es zieht durch seine Nähe zur deutschen Grenze auch immer viele Menschen aus Aachen und der Region an - mit dem Bus, Auto oder Rad.

Diese Künstler kommen zum Pinkpop

An drei Tagen werden wieder weit über hunderttausend Menschen ihre Stars feiern und Konzerten ganz verschiedener Genres lauschen – denn das Pinkpop setzt traditionell auf einen bunten Musikmix. Mit dabei sind dieses Jahr die Foo Fighters, Twenty One Pilots, The Cure, Electric Callboy, Franz Ferdinand, Halsey, Yungblud, Editors, Zara Larsson, Natasha Bedingfield, Ski Aggu und viele bekannte Namen mehr.

Die Star-Dichte hat ihren Preis: Tickets für das ganze Wochenende (inklusive Camping) kosten 305 Euro, Tagestickets gibt es für 155 Euro. Bislang gibt es noch für alle Tage Karten zu kaufen.

Electrisize-Festival - Spektakel für Fans der elektronischen Musik

Vom 7. bis 9. August verwandelt sich das ehemalige Klostergelände "Haus Hohenbusch“ in Erkelenz wieder in einen Hotspot der elektronischen Musikszene. Um die 55.000 Besucher werden dann vor aufwändig gestalteten Bühnen zu einem "Mix aus elektronischen Sounds, harten Beats und Mallorca-Vibes“ feiern, schätzt der Veranstalter.

Vor einer orange angeleuchteten Freilicht-Bühne mit Pyrotechnik feiert eine Menschenmenge

Die Hardstyle-Bühne Hardsize macht seit 10 Jahren auf dem Electrisize Stimmung

Mit dabei sind Stars wie Alle Farben, Showtek, Brennan Heart, Coone, Gestört aber Geil, Paul Elstak, Eko Fresh und viele mehr. Dieses Jahr wird es an allen drei Tagen Feuerwerk geben, dazu weitere Specials wie Autogramm-Stunden und eine Riesenrad-Flatrate.

Wochenendtickets besonders beliebt

Auch für das Electrisize gibt es noch Tickets. Der Vorverkauf laufe sehr solide, sagt der Veranstalter. Besonders stark nachgefragt sind im Vergleich zum Vorjahr die Karten fürs ganze Wochenende.

Allerdings sind auch beim Electrisize die Tickets ein bisschen teurer geworden - man habe aber bewusst die Preise nur entsprechend der Inflation gesteigert. Das reguläre Ticket für drei Tage kostet nun 189 Euro, also vier Euro mehr als letztes Jahr.

Die gestiegenen Kosten im Veranstaltungsbereich bekommen auch die Electrisize-Organisatoren zu spüren - und versuchen das durch clevere Organisation abzufedern, sagt eine Sprecherin: "Zum Beispiel müssen wir sehr genau planen und alle Stückmengen perfekt bestellen, um bei gestiegenen Energiekosten unnötige Transporte zu verhindern". Dass so vieles teurer wird, könnte auch die Preise auf dem Festivalgelände für Essen und Trinken beeinflussen.

Viele Tickets noch erhältlich und im Preis gestiegen

WDR 10.06.2026 00:44 Min. Verfügbar bis 09.06.2028 WDR Online

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Unsere Quellen:

  • Interviews mit Festivalveranstaltern
  • Webseiten der Festivals

Sendung: WDR 2 Aachen und die Region, Lokalzeit, 10.06.2026, 8:31 Uhr

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