Werbeverbot für Süßigkeiten: Was könnte das bringen?
Aktuelle Stunde . 05.01.2026. 21:32 Min.. UT. Verfügbar bis 05.01.2028. WDR. Von Cengiz Ünal.
Werbeverbot für Süßigkeiten in Großbritannien: Auch bei uns denkbar?
Stand:
In Großbritannien läuft nur noch nachts Werbung für ungesunde Lebensmittel. Im Internet taucht diese Werbung gar nicht mehr auf.
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Zu den Kommentaren [24]Das offizielle Verbot der Regierung ist in Großbritannien am Montag, dem 5. Januar 2026 in Kraft getreten. Die Industrie handelt aber schon seit zwei Monaten. Zwischen 5.30 Uhr und 21.00 Uhr - zur Hauptfernsehzeit von Kindern - läuft keine Werbung mehr für Schokoriegel, Chips, Softdrinks, Fast Food und Co.
Damit geht Großbritannien den nächsten Schritt. Denn schon seit 2018 gibt es bei den Briten auch schon eine Zuckersteuer. Das Ziel der Maßnahmen: Weniger übergewichtige Kinder und weniger Krankheiten, die mit Übergewicht zusammenhängen. Laut dem britischen Gesundheitsministerium gilt jedes 10. Kind im Alter von vier Jahren als fettleibig und 20 Prozent der Fünfjährigen leidet unter Karies. Insgesamt könne das Werbeverbot dem staatlichen Gesundheitsdienst jährlich zwei Milliarden Euro einsparen, so die Schätzung.
Wie ist die Situation in Deutschland? Wären bei uns ein Werbeverbot oder eine Zuckersteuer auch möglich? Um diese Fragen geht es in diesem Beitrag:
- Gibt es ein Werbeverbot für ungesunde Lebensmittel in Deutschland?
- Sind eine Zuckersteuer oder ein Werbeverbot für Deutschland geplant?
- Welche Lebensmittel sind in Großbritannien von einem Werbeverbot betroffen?
- Was ist Adipositas - und welche Rolle spielt dabei die Ernährung?
- Welche Rolle spielt Werbung und ungesunder Ernährung?
- Wer fordert für Deutschland eine Zuckersteuer oder ein Werbeverbot wie in Großbritannien - und was sind mögliche Effekte?
- Wie groß ist das Adipositas-Problem in Deutschland?
- Was könnten eine Zuckersteuer und Werbeverbote bringen?
- Wie berechne ich meinen BMI?
Gibt es ein Werbeverbot für ungesunde Lebensmittel in Deutschland?
Fastfood kann zu Übergewicht und Adipositas führen
Nein, bislang gibt es kein solches Verbot. Es gab jedoch 2023 Bemühungen von Seite der Grünen: Der damalige Bundesernährungsminister Cem Özdemir wollte Kinder per Gesetz besser vor ungesunder Werbung schützen. Das scheiterte aber am Widerstand der damals mitregierenden FDP und wurde bis zum Bruch der Ampel-Koalition nie umgesetzt.
Sind eine Zuckersteuer oder ein Werbeverbot für Deutschland geplant?
Im aktuellen Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD heißt es zwar "Wir fördern verstärkt Bewegung und gesunde Ernährung, insbesondere von Kindern und Jugendlichen." Wie das konkret passieren soll, erklärt die schwarz-rote Bundesregierung aber nicht. Formulierungen wie "Werbeverbot für Süßigkeiten" oder "Einführung einer Zuckersteuer" tauchen im Koalitionsvertrag nicht auf.
Welche Lebensmittel sind in Großbritannien von einem Werbeverbot betroffen?
Wäre ein Werbeverbot für Süßigkeiten auch bei uns sinnvoll?
Das britische Werbeverbot richtet sich gegen Lebensmittel mit viel Zucker, Salz und Fett - genauer: mit einem hohen Anteil gesättigter Fettsäuren. Welche Produkte konkret betroffen sind, ermittelt ein Punktesystem. Lebensmittel mit vier oder mehr Punkten und Getränke mit einem oder mehr Punkten gelten als "weniger gesund" - sie unterliegen dann der Werbekontrolle. Das trifft typischerweise zu auf Süßigkeiten, Schokoriegel, Chips, Softdrinks, Pommes, Burger, aber auch auf Müsli mit Zucker.
Was ist Adipositas - und welche Rolle spielt dabei die Ernährung?
Von Adipositas oder Fettleibigkeit spricht man, wenn der Fettanteil im Körper übermäßig hoch ist. Als zu hoch gilt ein Body-Mass-Index von über 30. "Adipositas erhöht das Risiko für verschiedene chronische Erkrankungen wie zum Beispiel Diabetes, Arthrose oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen", heißt es auf der Seite gesundheitsinformation.de.
Adipositas entsteht meistens durch einen unausgewogenen Energiehaushalt - Menschen nehmen mehr Kalorien auf, als sie verbrauchen. Das passiert besonders leicht, wenn Lebensmittel viel Zucker oder Fett enthalten. Ernährung ist also ein wichtiger Faktor - allerdings auch nicht der einzige. Auch zu wenig Bewegung, genetische Veranlagung oder andere Erkrankungen können eine Rolle spielen.
Welche Rolle spielt Werbung und ungesunder Ernährung?
Adipositas entsteht durch ein komplexes Zusammenspiel vieler Faktoren. Das Health Technology Assessment der Bundesrepublik Deutschland nennt auch "Werbung" und "Vermarktung" als Einflussfaktoren. Daniel Assmus, Marketingexperte und Dozent für Markt- und Werbepsychologie an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, erklärt im WDR-Interview die Wirkweise: "Werbung für Genussmittel ist normalerweise nicht rational. Also wir kriegen wenig gute Argumente, warum wir uns bewusst für dieses Lebensmittel entscheiden sollten. Sondern es geht eben darum, Appetit anzuregen, Spaß zu machen und auf diese Art funktioniert Werbung."
Besonders bei Kindern sei das problematisch, so Assmus: "Kinder sind da natürlich immer noch mal ganz besonders schutzbedürftig." Bei Kindern fehle die Selbstkontrolle noch mehr als bei Erwachsenen. Werbeverbote hätten dabei ein doppeltes Ziel: Zum einen sollten Hersteller motiviert werden, ihre Produkte gesünder zu machen. Zum anderen würden beworbene - und damit gesündere - Produkte für Verbraucher attraktiver.
Wer befürwortet für Deutschland eine Zuckersteuer oder ein Werbeverbot wie in Großbritannien - und was sind mögliche Effekte?
Die WHO empfiehlt grundsätzlich eine Zuckersteuer. Auch die Deutsche Adipositas-Gesellschaft und viele Experten sprechen sich dafür aus. Michael Laxy, Gesundheitsökonom von der Technischen Universität München, veröffentlichte 2023 mit anderen Forschern eine Studie zu den möglichen Auswirkungen einer Zuckersteuer in Deutschland. Die Ergebnisse zeigen: Allein durch die gestaffelte Besteuerung süßer Getränke könnten etwa 240.000 Fälle von Typ-2-Diabetes verhindert werden. Etwa 16 Milliarden Euro an gesellschaftlichen Kosten könnten dabei eingespart werden, davon etwa vier Milliarden direkt innerhalb des Gesundheitssystems.
Michael Hubmann ist der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzten (BVKJ). Er hält eine entsprechende Zuckersteuer und sinnvolle Beschränkungen für Werbung in Deutschland für überfällig. "Kinder werden tagtäglich mit Werbung für Snacks, Süßigkeiten und Limonaden überflutet - mit gravierenden Folgen für ihre Gesundheit." Das sagte er dem "Deutschen Ärzteblatt" im Sommer 2025.
Wie groß ist das Adipositas-Problem in Deutschland?
In Deutschland sind zwei Drittel der Männer und die Hälfte der Frauen übergewichtig mit einem BMI von 25 oder höher. Das schreibt die Deutsche Adipositas-Gesellschaft in einem Bericht von 2024. Ein Viertel der Erwachsenen gilt als stark übergewichtig beziehungsweise adipös mit einem Body-Mass-Index von 30 oder höher. Bei Kindern und Jugendlichen sind laut Deutscher Adipositas-Gesellschaft etwa 15 Prozent der Drei- bis Siebzehnjährigen (zwei Millionen) übergewichtig.
Die WHO veröffentlichte zuletzt 2022 einen Bericht zum Thema Adipositas: In Europa waren demnach 59 Prozent der Erwachsenen und nahezu jedes dritte Kind übergewichtig oder adipös. Die WHO spricht sogar von einer Epidemie.
Wie berechne ich meinen BMI?
Die Formel für den BMI lautet: Körpergewicht (kg) geteilt durch (Körpergröße (m)². Für einen Menschen, der 1,75 Meter groß ist und 70 Kilo wiegt, geht die Rechnung dann zum so: 70 kg / (1,75 m x 1,75 m) = 70 kg / 3,0625 m² = 22,86 kg/m². Der BMI liegt also für diese Person bei knapp 23. Ein BMI zwischen 18,5 und 24,9 gilt als normal, so die Deutsche Adipositas-Gesellschaft.
Hier geht's zum BMI-Rechner der Deutschen Adipositas-Gesellschaft:
Allerdings: Der BMI ist nicht unumstritten. Eine internationale Experten-Kommission schlägt vor, die Diagnoserichtlinien für Adipositas grundlegend zu überarbeiten. Neben dem BMI sollten Daten zum Körperfett herangezogen werden - etwa über eine Messung des Taillenumfangs oder eine direkte Fettmessung. Der BMI sei kein gutes Maß für Übergewicht und lasse vor allem keine Aussage über die Gesundheit eines Menschen zu.
Unsere Quellen:
- Department of Health & Social Care: Advertising restrictions for less healthy food or drink on TV and online: secondary legislation to provide brand advertising exemption - consultation document (Stand: 10. September 2025)
- Bündnis 90/ Die Grünen: Kinder per Gesetz besser vor ungesunder Werbung schützen
- Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD: Verantwortung für Deutschland (21. Legislaturperiode)
- Department of Health: Nutrient Profiling Technical Guidance (Stand: Januar 2011)
- gesundheitsinformation.de: Starkes Übergewicht (Adipositas)
- Deutsche Adipositas-Gesellschaft ruft vor Adipositas-Kongress zu mehr Problembewusstsein und Verbesserung der Versorgungslage auf
- Deutsche Adipositas-Gesellschaft: BMI-Rechner
- The Lancet: Definition and diagnostic criteria of clinical obesity
- Nachrichtenagentur dpa
- RKI: Themenschwerpunkt Übergewicht und Adipositas
- Bericht der WHO: Europa kann seine Adipositas-“Epidemie“ umkehren
- Deutsches Ärzteblatt: Europas Pädiater drängen auf Zuckerabgabe und Werbeverbot für Jugendliche
Sendung: WDR 5, Morgenecho, 05.01.2026, 6 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Aktuelle Stunde, 05.01.2026, 18.45 Uhr
24 Kommentare
Kommentar 24: Theo Brom schreibt am 05.01.2026, 20:12 Uhr :
Für Schokolade auch keine Werbung mehr? Oh je...
Kommentar 23: Dickie Dick Dickens schreibt am 05.01.2026, 20:06 Uhr :
Meine erste mir erinnerliche Reklame für Süßes mit Zucker war glaube ich: Nimm Zwei - und Naschen ist gesund. Jetzt, 40 Jahre später, soll das mit dem gesunden Naschen nur Lug und Trug gewesen sein? Wenn mir meine dritten Zähne oben nicht so locker säßen, würde ich lachen. Ha!
Kommentar 22: Maria Evers schreibt am 05.01.2026, 15:35 Uhr :
Zeigt doch ganz deutlich was in „unserem“ Sozialstaat das Wichtigste ist, die Gewinne einiger weniger, die Gesundheit der Masse nebensächlich, Gesundheitskosten bezahlen die ja auch noch selbst, ist doch super !!
Kommentar 21: Brigitta S. schreibt am 03.01.2026, 14:18 Uhr :
Cola, Limo und fertige süße Säfte, sie werden literweise getrunken. Der Zuckerkonsum verändert Strukturen im Gehirn, erschwert den Verzicht auf Süßigkeiten. Was kann jeder Einzelne tun? Eine einfache Methode, um festzustellen, ob man auch zu viel Bauchfett hat, ist das Messen des Taillenumfangs. Bei Frauen sollte dieser nicht mehr als 80 cm, bei Männern nicht mehr als 94 cm betragen. Kommt einer weit darüber, sollten die Alarmglocken läuten, Süßes und auch Fett extrem reduzieren. Von Raucher erwartet man, dass sie das Rauchen aufgeben und selbst legt man sich oft Süßes in den Mund? Süßes muss nicht unbedingt ungesund sein, es kommt auf die tägliche gesamte Menge an. Es darf nicht zu dem Spruch kommen: Jetzt brauch ich was Süßes! Und wenn, was spricht dagegen Süßes kräftig zu reduzieren? Säfte, das Limo verdünnen mit Wasser auch bei Kindern. Ungesunde Werbung ist veraltet, sollte beim TV keinen Platz mehr erhalten. Aus den Augen aus dem Sinn am Bildschirm zur jeder Tageszeit.
Kommentar 20: Franziska 1 schreibt am 02.01.2026, 23:32 Uhr :
Es wird geworben für "ungesunde" Lebensmittel, warum werden sie überhaupt produziert, wenn sie ungesund sind? Damit der Ablauf stimmt im Leben? Beteiligte verdienen ihr Geld bei Ungesundes herstellen, verkaufen, der Mensch wird krank und dick! Viele landen dann beim Arzt. Kosten wegen Krankheit entstehen usw. usw. Die Konsumwelt ist so und wird auch so bleiben. Selbst bei Bio hat man Ungesundes im Magen, weil nur Natur ernten ist kaum mehr möglich von den globalen Feldern. Dabei denke ich auch an Importe. Werbeverbot für Ungesundes gehört generell verboten, ob für Kinder und Erwachsene. Wobei ich außer bei Süßigkeiten noch weitere Werbungen verbieten würde, die immer mehr werden im TV. Hersteller sollen motiviert werden gesünder zu produzieren? Leider kann es so kommen, ein gesundes Produkt kommt, ein Ungesundes folgt zugleich. Der Markt lässt sich nicht verbiegen, der Markt regelt sich selbst mit eigenen Regeln.
Antwort von @Franziska , geschrieben am 05.01.2026, 13:03 Uhr :
Die Verfügbarkeit, der Preis, die Werbung macht den Unterschied. Süß-ungesundes ist unglaublich billig, reichlich und überall in Riesenmengen verfügbar. Diese Verfügbarkeit macht das Problem - aus einer Ausnahme ist Alltag geworden. Daher ist eine Regulierung notwendig.
Kommentar 19: Marcus schreibt am 02.01.2026, 21:26 Uhr :
Die Probleme sind weder die Reklame für noch das Angebot an ungesunden Lebensmitteln. Wie auch bei allen Genussmitteln sind die Probleme - fehlende Strukturen der Familien- und Elternbildung. - Kinder, die nicht erlernen, was Ernährung bedeutet, - indoktrinierte Strukturen, denen es nicht um Gesundheit, sondern um Deutungshoheit und politische Macht geht;
Antwort von @Marcus , geschrieben am 05.01.2026, 12:59 Uhr :
Hallo, bitte mal Realitäten zur Kenntnis nehmen. Wie sollen Familien/Eltern gegen eine gut geölte Werbeindustrie ankommen? Das ist ein ungleiches Duell, Eltern können da nicht gewinnen, sondern maximal bremsen. Hier ist die Politik am Start, die die Rahmenbedingungen setzt. Aber die will ja nicht, quatscht von freiwilligen Selbstverpflichtungen und anderem nicht funktionierendem. Wäre Zeit zu Handeln, und Zucker klar politisch als "unerwünscht" zu bezeichnen und entsprechende Regelungen zu finden.
Kommentar 18: Hannes schreibt am 02.01.2026, 14:19 Uhr :
Zuckersteuer u.s.w. = Abkassieren durch die Hintertür!!!
Antwort von no name , geschrieben am 03.01.2026, 07:53 Uhr :
Sie haben es ja echt drauf… was würde Deutschland nur ohne Sie machen? Gut, daß Sie da sind.
Kommentar 17: Der Niederrheiner schreibt am 02.01.2026, 14:15 Uhr :
Erst einmal einleitend: Pro Werbeverbot! Eine Zuckersteuer aber bringt primär kein mehr an Gesundheit - der Kram wird einfach nur teurer - und die Kunden kaufen es dennoch. Glauben Sie nicht? Na dann: Welcher Erwachsene würde für sich selber eine Packung Fruchtzwerge kaufen, obwohl daneben ein gleiches Produkt mit doppelter Menge zum halben Preis steht? Für unsere Kleinen tun es die Kunden aber. Oder Bärchenwurst - selbes Fleisch, nur als Bärchen geformt - dazu eine kind-"gerechte" Verpackung, extra voluminös, damit man nicht merkt, dass da viel weniger drin ist. Oder Zookekse - selber Butterkeks, nur als Tierchen ausgestanzt, Drittelmenge, dreifacher Preis (ich muss gestehen: DIE habe ich meinen Kindern damals auch gekauft, die FZwerge & Wurst niemals). Am Ende haben viele hier Recht: der Käufer entscheidet - aber er muss beim Einkauf auch seinen Verstand einschalten. Hmm, für so manchen schwer! Antwort auf Artikelfrage: Nein, D gilt zwar als nicht korrupt, es heißt hier nur LOBBYISM
Antwort von @Niederr , geschrieben am 02.01.2026, 20:01 Uhr :
nun ja, teurer, weniger Angebot führt am Ende zu weniger Konsum. Nicht elegant aber funktioniert. Ebenso wie der Gesellschaftsbann - da wird das Verhalten dann auch peu a peu angepasst. Wenn einmal klar ist, dass Zucker bäh ist, dann werden die entsprechenden Mechanismen ihr Werk tun.
Kommentar 16: JoBo schreibt am 02.10.2025, 15:00 Uhr :
wer meint, "das hätte doch jeder selber in der Hand", "wir haben doch schon genug Verbote" u.ä. der hat sich nicht wirklich mit der Thematik auseinander gesetzt. Denn so lange die Lebensmittelindustrie und deren Lobby den Kindern weiß machen kann (und es auch tut), dass diverse Zuckerbomben wie "Kinderjoghurts", "Kinderdessets" etc besser schmecken, als ein Naturjughurt mit frischen Früchten, so lange werden die Kinder auch danach quengeln und als Eltern ist man da irgendwann gegen machtlos. Der Geschmack wird in der Kindheit angelegt und ja, das fängt schon mit dem "Muttermilch-Ersatz" an, geht mit dem "Kindertee" weiter und hört mit Gummibärchen und Co noch lange nicht auf. Doch leider hat die Lebensmittellobby bisher verhindert, dass politisch dagegen gesteuert wird - es wird höchste Zeit, dass da endlich mal reagiert wird und da ist eine Zuckersteuer und Werbeverbot ein erster Schritt.
Kommentar 15: Benni schreibt am 02.10.2025, 14:12 Uhr :
Jedes Gesetz bringt neue Bürokratie, neue Staatsbedienstete, die das pflegen, verwalten usw. - bloß nicht! Das Problem sind doch nicht die offensichtlichen Süßigkeiten oder ungesunden Sachen, sondern die, bei denen keiner damit rechnet, dass sie jede Menge Zucker enthalten! Ich denke jedenfalls bei Fertigpizza oder Toast nicht an jede Menge Zucker ...
Kommentar 14: Frank schreibt am 02.10.2025, 13:26 Uhr :
Ich bin für eine Zuckersteuer, weil die in Großbritannien dafür gesorgt hat, dass in vielen Lebensmitteln weniger Zucker verarbeitet wird, ohne Einbußen im Geschmack. In Deutschland ist in vielen Lebenmitteln/Fertiggerichten deutlich mehr Zucker enthalten als z. B. in Frankreich oder Spanien, häufig nur, weil Zucker ein billiger Geschmacksträger ist. Warum enthält z. B. Pizzateig bei vielen Herstellern Zucker? Der hat da gar nichts drin zu suchen. Durch den vielen Zucker wird schon bei kleinen Kindern der Geschmackssinn verändert. Französische oder spanische Kinder essen Pudding viel weniger süß als deutsche Kinder, und auch die Limo ist dort weniger süß. Die schmeckt dann den deutschen Touristenkindern oft nicht. Das größte Problem ist ja der versteckte Zucker. Viele Menschen greifen gerne zu Fertigprodukten, ohne zu wissen, wieviel Zucker die enthalten. Eine Zuckersteuer würde da sehr helfen.