Direktkandidat der AfD in Remscheid gestorben: Folgen für die Wahl
01:21 Min.. Verfügbar bis 05.09.2027.
Direktkandidat der AfD in Remscheid gestorben: Folgen für die Wahl
Stand:
Ein AfD-Direktkandidat in Remscheid ist kurz vor der Kommunalwahl in Remscheid gestorben. Davor starben in Wuppertal und Solingen Kandidaten anderer Parteien.
Der 80 Jahre alte AfD-Direktkandidat für den Remscheider Wahlbezirk Kremenholl, Hans-Joachim-Kind, ist am Wochenende eines natürlichen Todes gestorben. Das bestätigten die AfD und die Stadt Remscheid.
Wahl muss nachgeholt werden
Für etwa 3.000 Menschen in Remscheid geht die Kommunalwahl damit in die Verlängerung. Bis zum Wahltermin am 14. September schafft es die Stadt nicht, neue Wahlunterlagen zu drucken und sie den Briefwählern zur Verfügung zu stellen.
Deswegen wird bei der Kommunalwahl am 14. September im Wahlbezirk 106 -Remscheid-Kremenholl vorerst nur der Oberbürgermeister gewählt. Der Rat und die Bezirksvertretung werden in diesem Wahlbezirk damit wohl erst Ende September, also zwei Wochen später, gewählt.
Alle Briefwahl-Stimmen sind ungültig. Wenn die bürokratischen Formalitäten erledigt sind, sollen ab dem 13. September neue Stimmzettel gedruckt und den Briefwählern zugestellt werden. In NRW ist es bereits der siebte AfD-Kandidat, der vor den Kommunalwahlen gestorben ist.
Rat erst später vollständig
Neue Wahlunterlagen zu drucken und zu versenden dauert. Das bedeutet, dass die Zusammensetzung und damit auch die Sitzverteilung im Rat erst viel später feststehen werden.
Neuer AfD-Kandidat muss geprüft werden
Die Bezirksregierung hat die AfD laut Wahlleiterin der Stadt Remscheid, Barbara Reul-Nocke, aufgefordert, bis morgen 10 Uhr einen Wahlvorschlag einzureichen. Dann prüft das Wahlamt, ob die Wählbarkeitsvoraussetzungen vorliegen.
Nach Angaben des Wahlamtes hat die AfD bereits einen Ersatzkandidaten gefunden.
Barbara Reul-Nocke, Beigeordnete der Stadt Remscheid
00:22 Min.. Verfügbar bis 05.09.2027.
Am Dienstag wird ein Wahlausschuss entscheiden, ob der Kandidat zugelassen wird. Dann werden die Stimmzettel neu gedruckt.
Barbara Reul-Nocke ärgert sich nicht über die Neuwahlen:
"Das ist vom Gesetz so vorgesehen. Demokratie ist manchmal anstrengend, aber sie funktioniert." Barbara Reul-Nocke, Wahlleiterin Stadt Remscheid
Weitere Kandidaten aus dem Bergischen Land verstorben
Bei der Wählergemeinschaft in Solingen, SG Zukunft, verstarb bereits im Juli ein Kandidat überraschend und noch sehr jung mit 37 Jahren. Bei den Freien Wählern Wuppertal starb ein Kandidat im Alter von 76 Jahren im August.
In beiden Fällen sagten die Sprecher der Städte, dass die Todesfälle so frühzeitig waren, dass es keine Auswirkungen auf die Kommunalwahl gibt.
Unsere Quellen:
- Stadt Remscheid
- Stadt Wuppertal
- Stadt Solingen
- AfD-Remscheid