USA greifen iranische Atomanlagen an - und politische Reaktionen

Aktuelle Stunde 22.06.2025 42:53 Min. UT Verfügbar bis 22.06.2027 WDR

FAQ zu US-Angriff auf Iran: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Stand:

Nach den US-Angriffen auf den Iran befürchten viele eine weitere Eskalation. Der Iran überlegt die für den Öl-Handel wichtige Straße von Hormus zu schließen. US-Präsident Trump denkt über einen Regime-Wechsel im Iran nach. Wie geht es weiter? Die wichtigsten Fragen und Antworten am Montag nach den US-Angriffen.

Von Katja Goebel und Tobi Blum

Die USA haben in der Nacht zu Sonntag die Atomanlagen im Iran angegriffen. Bomber der US-Luftwaffe attackierten drei Nuklearanlagen. Der Iran hat am Montagabend (23.06.) als Vergeltung für die Bombardierung seiner Atomanlagen US-Militärstützpunkte in Katar und dem Irak angegriffen.

Viele befürchten, dass die USA in einen langwierigen Krieg im Nahen Osten reingezogen werden könnten.

Die iranische Community bangt um ihre Familien in der Region, Politikerinnen und Politiker beschwören die Diplomatie. Fragen und Antworten vom Montag rund um den Angriff:

Warum haben die USA den Iran angegriffen?

Satellitenbild der Anreicherungsanlage Fordo im Iran

Satellitenbild der Anreicherungsanlage Fordo im Iran

Kurzfristig geht es den USA darum, Druck auf den Iran auszuüben, um in Friedensverhandlungen mit Israel einzusteigen. Israel und der Iran bombardieren sich seit Mitte Juni gegenseitig. Langfristig wollen die USA wohl dasselbe wie Israel - nämlich es dem Iran unmöglich machen, Atomwaffen zu entwickeln.

"Unser Ziel war die Zerstörung der iranischen Nuklearanreicherungskapazitäten und die Beendigung der nuklearen Bedrohung, durch den weltweit größten staatlichen Sponsor des Terrors", sagte US-Präsident Donald Trump nach dem Angriff.

Trump hatte erst in den vergangenen Wochen einen erneuten Anlauf unternommen, zu einem neuen Atomabkommen mit dem Iran zu kommen. "Der Iran muss jetzt Frieden schließen, wenn nicht, werden künftige Angriffe weitaus größer", drohte der US-Präsident auf einer Pressekonferenz.

"Die politische Strategie erschließt sich noch nicht", sagte die Nahostexpertin Bente Scheller von der Heinrich-Böll-Stiftung bei tagesschau24. Israel habe mit dem vorangegangenen Angriff auf den Iran, eine Situation geschaffen, in der die Bedrohung der israelischen Bevölkerung sichtbar war. "Und die USA stehen hier an Israels Seite". Möglicherweise habe sich Trump in einer "selbstverschuldeten Zwangslage" gesehen, den Worten Taten folgen zu lassen, nachdem er in der Region massiv militärische Kräfte zusammengezogen hatte

Werden die USA nochmal angreifen?

Gudrun Engel

Washington-Korrespondentin Gudrun Engel

In den USA plane man, dass das eine einmalige Aktion war und kein längerfristiger Eintritt in den Krieg, berichtete WDR-Korrespondentin Gudrun Engel aus Washington. "Jetzt liegt der Ball natürlich im Feld des Iran." Die Frage sei, ob der Iran sich wehre und zu Gegenangriffen übergehe - etwa auf die 40.000 US-Soldatinnen und Soldaten, die in der Region stationiert sind. Sollte das der Fall sein, müssten die USA zu einem weiteren Schlag ausholen. "Das wollen hier alle vermeiden und appellieren deswegen an den Iran, zum Verhandlungstisch zurückzukehren."

US-Präsident Donald Trump droht dem Iran allerdings immer wieder mit weiteren Angriffen. In einem Online-Posting hat er zum Beispiel aber auch angedeutet einen Regimewechsel im Iran herbeiführen zu wollen. Ein Einflussfaktor für das weitere Vorgehen der USA ist auch, ob eine diplomatische Lösung zustande kommt und der Iran die Verhandlungen über sein Atomprogramm wieder aufnimmt.

MIGA: Wollen die USA das Regime im Iran stürzen?

US-Präsident Donald Trump hat online genau das angedeutet. Er schrieb: "Es ist nicht politisch korrekt, den Begriff Regimewechsel zu verwenden, aber wenn das derzeitige iranische Regime nicht in der Lage ist, den Iran großartig zu machen, warum sollte es dann nicht einen Regimewechsel geben???".

In Anspielung an Trumps MAGA-Bewegung ("Make America Great Again"), kursiert jetzt auch der Hashtag MIGA, also "Make Iran Great Again" - durch einen Regimewechsel. Inwiefern Trump seine Andeutung ernst meint, ist unklar. Denn US-Vizepräsident JD Vance hat deutlich gemacht: "No Regime Change". Er und andere aus Trumps Partei wollen nicht, dass die USA in einen langwierigen Krieg gegen den Iran verwickelt werden.

Ob Trump also wirklich etwas unternimmt, um das iranische Regime zu stürzen, könnte auch davon abhängen, ob der Iran bereit ist mit den USA und Israel über sein Nuklearprogramm zu verhandeln. Denn ein erklärtes Ziel ist, dass der Iran nicht in der Lage sein soll zukünftig Atomwaffen zu bauen.

"Jetzt auf die Straße zu gehen, ist direkt ein Todesurteil." Bonyad Bastanfar aus der iranischen Community

Auch im Iran gibt es Menschen, die das Mullah-Regime stürzen wollen. Sie trauen sich aber nicht auf die Straße, erzählte Bonyad Bastanfar aus der iranischen Community in Deutschland: "Einerseits ist es klar, das wir auf die Straße gehen müssen.". Aber die Revolutionsgarde stehe auf den Dächern und warte nur auf Protestierende. Laut Bonyad wird die Volksgruppe der Bahais verfolgt und festgenommen.

Wie reagiert der Iran?

Der Iran verurteilt die Angriffe auf seine Anlagen als Akt der Aggression und als Verstoß gegen internationales Recht. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi drohte mit dauerhaften Folgen. Die Gegenseite habe die Diplomatie und die Verhandlungen verraten, sagte er in Istanbul. Die USA verstünden nur Drohungen und Gewalt. Die iranische Armee hat am Montagabend US-Militärbasen im Irak und in Katar angegriffen. Auch Israel wird seit den US-Schlägen regelmäßig mit Raketen angegriffen.

Der Iran hat außerdem eine Sondersitzung des UNO-Sicherheitsrats gefordert. Am Sonntag hat dieser in New York über den Krieg zwischen Israel und dem Iran beraten. Generalsekretär Antonio Guterres sagte, die US-Angriffe auf den Iran würden eine gefährliche Wende markieren. Er warnte vor einem "Zyklus der Gewalt".

Satellitenaufnahme des Persischen Golfs

Satellitenaufnahme des Persischen Golfs mit der Straße von Hormus

Als Reaktion auf die US-Angriffe erwägt der Iran auch eine wichtige internationale Handelsroute zu blockieren. Das Parlament hat sich dafür ausgesprochen, die Straße von Hormus zu schließen. Durch die Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman werden rund 20 Prozent des weltweiten Öl- und Gasbedarfs und viele weitere Güter transportiert. Final ist die Entscheidung aber noch nicht. Für den Iran könnte die Schließung der Straße von Hormus ein gewisses Druckmittel sein.

Kann der Iran nach diesem Angriff noch diplomatisch verhandeln?

Irans Außenminister Araghchi steht hinterm Rednerpult bei einer Pressekonferenz in Istanbul

Irans Außenminister Araghchi

Die USA haben eine Hintertür offen gelassen, so die Einschätzung der WDR-Korrespondentin Gudrun Engel in Washington. Es gehe nicht darum einen Regimewechsel herbeizuführen, das hätte Verteidigungsminister Pete Hegseth betont. "Das ist sicherlich der Spielraum, den es jetzt in Verhandlungen gibt."

Der iranische Außenminister Abbas Araghchi sagte allerdings, dass die USA und Israel die Diplomatie in die Luft gesprengt hätten. Er ist aktuell nicht an weiteren Gesprächen mit der Gegenseite interessiert. Verschiedene Länder im Nahen Osten wollen allerdings, dass der Iran eine diplomatische Lösung sucht. Auch Irans wichtiger Handelspartner China sieht das so.

Könnte sich noch jemand in den Konflikt einmischen?

Irans Aussenminister Abbas Araghchi ist für Gespräche nach Moskau gereist. Beide Länder sind strategische Partner. Allerdings galt es bisher als unwahrscheinlich, dass Russland den Iran aktiv militärisch unterstützt. Der russische Machthaber Wladimir Putin hat bisher öffentlich nur die israelischen Angriffe verurteilt, nicht die der USA.

China ist ein wichtiger Handelspartner des Irans und versorgt das Land mit Militärgütern. Außenamtssprecher Guo Jiakun zeigt sich besorgt, dass der Iran die Straße von Hormus schließen könnte. Das hätte direkte Folgen für die chinesische Wirtschaft. Deshalb ruft Guo die internationale Gemeinschaft auf für Sicherheit und Stabilität zu sorgen.

Sicherheitrat in einem Konferenzsaal.  Über einen Bildschirm ist der Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Rafael Grossi, zugeschaltet

UNO-Sicherheitsrat in New York

Gemeinsam mit Pakistan haben Russland und China auch in der Sondersitzung des UNO-Sicherheitsrats am Sonntag eine Resolution vorgeschlagen, die eine sofortige Waffenruhe im Iran enthält. Darin wurden die "die Angriffe auf friedliche Atomanlagen und -einrichtungen aufs Schärfste verurteilt".

Andere Sicherheitsrats-Mitglieder wie Frankreich und Großbritannien dagegen wenden sich öffentlich nicht gegen die USA, sondern rufen den Iran zur Zurückhaltung auf. Die meisten europäischen Ländern wollen auch eine Waffenruhe und setzen auf diplomatische statt kriegerische Mittel.

Der Oman und der Irak sorgen sich als Nachbarstaaten davor, dass sich der Konflikt zwischen Israel und dem Iran auf die gesamte Region ausweitet. Schon länger finanziert der Iran verschiedene Milizen in anderen Ländern. Zum Beispiel die Hamas im Gazastreifen und die Huthis im Jemen. Beide zeigen sich an der Seite des Irans. Die Hamas ist schon im Krieg mit Israel. Die Huthis haben angekündigt wieder US-Handelsschiffe im Roten Meer anzugreifen.

Die vom Iran finanzierte Hisbollah ist an der Regierung im Libanon beteiligt. Sie äußerte sich allerdings auffällig zurückhaltend. Der Iran könne sich schon selbst verteidigen. Vor wenigen Monaten hatte Israel auch Krieg gegen den Libanon geführt. Die Hisbollah war anschließend eine Waffenruhe mit Israel eingegangen.

Welche Folgen könnte der Angriff auf Deutschland haben?

Der Iran könnte als Reaktion auf den Angriff einen wichtigen Transportweg für Öl und Gaslieferungen blockieren - die Straße von Hormus. Dann wäre der Handelstransport durch diese wichtige Wasserstraße lahmgelegt. "Das würde zunächst die Ölpreise und die Energiepreise insgesamt deutlich ansteigen lassen", sagt Nicole Deitelhoff vom Leibnitz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung.

Doch auch die Bedrohungslage könnte sich noch einmal ändern. Es könne durchaus sein, dass terroristische Gruppierungen eben auch in Europa wieder Anschläge auf US-Einrichtungen aber auch auf europäische Einrichtungen verüben könnten. "Das ist etwas, was wir zumindest nicht ausschließen können.", so Deitelhoff.

Die Parlamentarischen Geschäftsführerin der Grünen-Bundestagsfraktion, Irene Mihalic, warnt, dass auch Jüdinnen und Juden in Deutschland wegen der Ausweitung des Krieges im Nahen Osten bedroht werden könnten. Kanzler Merz hat schon angekündigt die Sicherheitslage vor allem an israelischen und jüdischen Einrichtungen im Blick zu behalten.

Das NRW-Innenministerium sagte auf WDR-Anfrage, dass sich die Sicherheitslage bei uns nach den US-Angriffen auf den Iran nicht verändert habe.

Wie beeinflusst die Situation im Nahen Osten den Flugverkehr?

Viele Airlines meiden derzeit mehrere Länder im Nahen Osten. Flüge fallen aus oder werden umgeleitet. Betroffen sind vor allem Israel, Libanon, Syrien, Irak und Iran. So hat etwa die Lufthansa alle Flüge nach Israel bis Ende Juli gestrichen. Das gilt auch für Lufthansa-Töchter wie Swiss Air oder Eurowings. Auch meidet die Fluggesellschaft allgemein den Luftraum aller betroffenen Staaten. Israelische Fluggesellschaften nehmen allerdings langsam wieder den Betrieb auf und fliegen europäische Ziele an.

Für die Vereinigten Arabischen Emirate gibt es aktuell keine Reisewarnung, sondern nur Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes. Daher werden Reisen in diese Region nicht grundsätzlich abgesagt. Lufthansa und Swiss etwa fliegen Dubai oder Doha in Katar weiter an. Das ist jedoch eine individuelle Entscheidung der jeweiligen Fluggesellschaft.

Für Flüge nach Asien werden nördliche und südliche Ausweichrouten genutzt. Das ist geübte Praxis und verursacht keine größeren Verspätungen. Flüge nach Thailand beispielsweise werden jetzt oft über Ägypten, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Indien umgeleitet.

Straße von Hormus: Tanken wir bald teurer?

Durch die Straße von Hormus werden etwa ein Viertel des weltweiten Ölhandels transportiert und ein Fünftel aller Flüssiggaslieferungen. Sollte der Iran diesen Seeweg blockieren, dann werden Öllieferungen aus dem arabischen Raum ihre Ziele in Europa, Asien und Amerika nicht erreichen. Die Folge: Steigende Öl-, Gas- und Energiepreise. Das merken wir dann auch an der Tankstelle, oder in Form der Inflation bei anderen Einkäufen.

Vivek Dhar, Rohstoffanalyst bei der Commonwealth Bank of Australia, meint, dass die Preise für Brent-Öl auf 100 Dollar pro Barrel steigen werden, wenn die Straße von Hormus blockiert wird. Brent-Öl ist die Referenzölsorte für den Welthandel und die wichtigste Rohöl-Sorte für Europa. Aktuell liegt sie bei circa 76 Dollar pro Barrel.

Auch China warnt den Iran davor die Straße von Hormus zu schließen, weil es wirtschaftliche Konsequenzen befürchtet. Nicht nur für die eigene, sondern auch für die Weltwirtschaft. China ist einer der engsten Handelspartner des Irans und versorgt das Land mit wichtigen Militärgütern.

Wie reagiert Europa auf die Angriffe?

"Der Iran darf niemals in den Besitz der Bombe gelangen", schreibt EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf der Plattform X. Der Konflikt mit dem Iran kann nach ihrer Ansicht nur am Verhandlungstisch gelöst werden. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz habe den Iran aufgefordert, sofort Verhandlungen mit den USA und Israel aufzunehmen und zu einer diplomatischen Lösung des Konflikts zu kommen, so Regierungssprecher Kornelius. Frankreich hat beide Seiten zur Zurückhaltung aufgerufen, um eine Eskalation und Ausweitung des Konflikts zu vermeiden.

"Es bleibt ein Spiel mit dem Feuer", sagte zum Beispiel der SPD Außenpolitiker Adis Ahmetovic. Unionsfraktionschef Jens Spahn sieht nach den US-Angriffen auf iranische Atomanlagen dagegen eine Chance auf Frieden und Stabilität im Nahen Osten. "Damit dürfte das Atomprogramm mindestens um Jahre zurückgeworfen sein, zum Wohle Israels und der ganzen freien Welt, auch Deutschlands", sagte der stellvertretende CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende Jürgen Hardt.

Verschiedene Politikerinnen und Politiker von Linken und BSW verurteilen die US-Angriffe als internationalen Rechtsbruch. Die Grünen-Fraktionsvize Agnieszka Brugger fordert, dass die US-Regierung die Rechtsgrundlage für ihr Vorgehen erläutert. Auch die deutschen Oppositionspolitiker fordern alle Konfliktparteien auf miteinander zu verhandeln, statt sich weiter anzugreifen.

Wie reagiert die iranische Community in NRW auf den US-Angriff?

Außerhalb der Region machen sich viele Menschen, die Familie oder Freunde im Iran haben, Sorgen um die Lage vor Ort. Ein Blick in die Community zeigt: Es gibt einige, die den Angriff gutheißen, weil es ihrer Meinung nach keine andere Möglichkeit gibt, die Machthaber zu stürzen. Sie haben die Hoffnung, dass das Regime kapituliert.

Das iranische Regime unterdrückt massiv Kritiker und Opposition. Menschen werden verhaftet, wenn sie sich regimekritisch äußern und müssen im schlimmsten Fall mit einer Hinrichtung rechnen.

"Die Nachricht, die als letztes bei uns ankam, bevor wieder das Internet weg war, war: 'Die USA sind mit drin. Das ist unser Ende.'" Bonyad Bastanfar aus der iranischen Community
Porträt von Bonyad Bastanfar

Bonyad Bastanfar

Viele in der iranischen Community in NRW sind auch geschockt. Bonyad Bastanfar schilderte im WDR-Fernsehen wie es ihm geht: "Wir hier sind überfüllt mit Sorge. Ich habe eine Mutter und einen Vater, die den Iran-Irak-Krieg miterlebt haben, die diese Bomben live mitbekommen haben. Und in denen kommen sehr große Traumata hoch.

Viele haben seit Tagen keinen Kontakt zu ihren Verwandten, weil die Internet- und Telefon-Verbindung größtenteils lahmgelegt ist. Es gibt Berichte, dass durch die Angriffe im Iran in den letzten Tagen hunderte Zivilisten getötet wurden - bei Iranern ist die Sorge groß, dass die Zahl noch steigen wird.

Warum greift Israel den Iran an?

Israel sieht in dem iranischen Atomprogramm die ultimative Bedrohung für den israelischen Staat. Aus israelischen Sicherheitskreisen hieß es, der Iran habe inzwischen genügend waffenfähiges Uran, um in wenigen Tagen mindestens 15 Atombomben zu bauen. Ob diese Angaben stimmen, lässt sich nicht überprüfen.

Israel hatte am 13. Juni 2025 einen Großangriff auf den Iran gestartet und vor allem Atomanlagen und militärische Einrichtungen des Landes bombardiert. Eine vollständige Zerstörung der Anlagen wäre aber ohne die USA nicht möglich gewesen. Das Ziel der Angriffe: Das Nuklearprogramm zumindest zeitlich zurückwerfen und den Iran militärisch schwächen. Auf den Angriff reagierte der Iran mit Vergeltungsschlägen und Raketenbeschuss auf Israel. Auf beiden Seiten gab es Opfer.

Der Iran gilt als Erzfeind Israels. Das Regime in Teheran hatte immer wieder angekündigt, Israel vernichten zu wollen. Seit Jahrzehnten stellt der Iran das Existenzrecht Israels infrage. Nach dem Angriff sagte Israels Regierungschef Netanjahu, dass Israel nicht gegen die Iranische Bevolkerung kämpfe, sondern "gegen die Iranische Diktatur"

Bundeskanzler Merz hatte die Angriffe Israels auf den Iran verteidigt. Merz sagte am Rande des G7-Gipfels in Kanada, er habe den größten Respekt vor der israelischen Staatsführung, so etwas zu machen. Sonst hätte man vermutlich noch Jahre den Terror des Irans gesehen.

Welche Länder haben Atomwaffen?

Folgende Länder besitzen laut dem Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri Atomwaffen: USA, Russland, Frankreich, Großbritannien, China, Pakistan, Indien, Nordkorea und Israel.

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Indien, Pakistan, Nordkorea und Israel haben allerdings keinen Vertrag zu Nuklearwaffen unterschrieben und gehören somit nicht zu den "offiziellen" Atommächten. Die Waffen sollen vor allem zur Abschreckung dienen: Wenn zwei verfeindete Länder Atomwaffen haben oder von den Atomwaffen eines Verbündeten geschützt werden, traut sich keins, damit zuerst anzugreifen –so die Idee.

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