Ein Foto von einer Autobahn, auf der Autos fahren. Im Hintergrund eine große Rauchwolke. Links das Logo vom Podcast nah dran.

Krieg gegen Iran – Menschen zwischen Hoffnung und Angst

Stand:

Angst vor Bomben, Fluchtversuche und knappe Ressourcen prägen den Alltag von Menschen im Iran. Kontakt zu Freunden oder Familie ist für viele nur eine Wunschvorstellung.

Seit mehr als einer Woche gibt es eine neue Eskalation im Nahen Osten: Israel hat den Iran angegriffen, seitdem gibt es täglich Attacken auf beiden Seiten - mit zivilen Opfern in Israel und im Iran.

Die Bevölkerung im Iran leidet massiv. Rund 657 Menschen wurden im Iran laut einer Menschenrechtsorganisation getötet, darunter auch viele Zivilisten. Mehr als 2.030 weitere wurden verletzt.

Aus der Hauptstadt Teheran versuchen viele zu fliehen

In der Hauptstadt Teheran ist die Gefahr vor Bomben am größten. Rund 10 Millionen Menschen wohnen in der Metropole. Viele von ihnen versuchen seit Tagen in den Norden des Landes zu flüchten. Doch das ist nicht einfach: Die Straßen sind überfüllt, das Benzin rationiert. Viele stecken noch in der Stadt fest. Auch Nahrung ist nicht im Überfluss da: Nur noch wenige Supermärkte haben genug Lebensmittel.

In der Stadt herrschen Anspannung, Hoffnungslosigkeit und Angst. Anfangs haben viele gefeiert, dass bei den Angriffen ranghohe Militärs getötet wurden, weil das Regime im Iran die eigene Bevölkerung unterdrückt. Doch wegen der andauernden Angriffe müssen viele Menschen im Iran jetzt um ihr Leben bangen.

Krieg gegen Iran – Menschen zwischen Hoffnung und Angst

nah dran – die Geschichte hinter der Nachricht 20.06.2025 21:36 Min. Verfügbar bis 20.06.2026 WDR Online


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Das Regime geht hart gegen Kritiker vor

Angesichts der Angriffe von außen geht das iranische Regime gerade noch härter als sonst gegen Kritiker und die Opposition vor. Menschen werden verhaftet, wenn sie sich regimekritisch äußern und müssen im schlimmsten Fall mit einer Hinrichtung rechnen.

Der größte Feind des iranischen Regimes sei nicht ein anderer Staat, sondern die eigene Bevölkerung, sagt die WDR-Reporterin Isabel Schayani.

Das Regime im Iran betrachtet einen Großteil der Bevölkerung nicht als Bevölkerung, sondern als Geisel. Isabel Schayani, WDRforyou

Machtwechsel im Iran?

Viele Menschen erhoffen sich jetzt einen Machtwechsel - auch viele Iranerinnen und Iraner, die in Deutschland leben. Besonders in den ersten Tagen der israelischen Angriffe haben sich auch hier einige im Iran gefreut, da Israel wichtige Mitglieder in der militärischen Führungsriege getötet hat. Das hat Hoffnung auf einen Regimewechsel geweckt.

Experten sehen das Mullah-Regime geschwächt. Trotzdem hagelt es auch heftige Kritik gegen Israels Regierung um den Staatschef Netanjahu. Der Angriff Israels auf den Iran ist völkerrechtlich umstritten – so ein „Präventivschlag“ der israelischen Regierung könnte völkerrechtlich nicht gedeckt sein.

Es ist also offen, wie lange der Iran in dem aktuellen Krieg mit Israel durchhalten kann. Doch viele Kritiker sagen: Ein Machtwechsel müsse muss von innen kommen und kann nicht militärisch von außen erzwungen werden.

Im Podcast "nah dran - die Geschichte hinter der Nachricht" erzählen unsere Reporterinnen und Reporter, was sie bei ihren Recherchen erlebt haben. Sie werfen einen Blick hinter die Nachrichten, hören Betroffenen zu und erleben selbst mit, wovon die meisten nur kurz in den wöchentlichen Schlagzeilen lesen. Näher ran als sie kommt niemand - egal ob im Ausland, in der Hauptstadt oder direkt vor unserer Tür in der Region.

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nah dran – die Geschichte hinter der Nachricht 20.06.2025 21:36 Min. Verfügbar bis 20.06.2026 WDR Online


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