Vor Wuppertaler Stichwahl: CDU-Kandidat attackiert SPD-Kontrahentin
Lokalzeit Bergisches Land. 15.09.2025. 03:13 Min.. Verfügbar bis 15.09.2027. WDR. Von René Rabenschlag.
Die Wahlergebnisse waren am Sonntagabend noch frisch, da standen Matthias Nocke (CDU) und seine Konkurrentin Miriam Scherff (SPD) vor der WDR-Kamera. Beide wollen Oberbürgermeister von Wuppertal werden. Scherff liegt mit 33,3 Prozent fast zehn Prozentpunkte vor dem CDU-Mann.
Auf das Wahlergebnis angesprochen, reagiert Nocke ungehalten: "Es gibt viele Sozialdemokraten, bei denen jetzt die rote Lampe angeht. Weil sie befürchten müssen, dass eine reizende Kollegin, die ich sehr schätze, vielleicht tatsächlich die Chefin im Rathaus von 7500 Leuten werden könnte." Das vollständige WDR- Interview ist in unserem Video zu sehen.
Nocke: Aussage sei Emotion des Abends geschuldet
Am Montag nahm Nocke die Äußerungen gegenüber seiner Mitbewerberin zurück. Die Aussage sei der Emotion des Abends geschuldet gewesen, sagte er dem WDR. Das habe er der SPD-Kandidatin bereits bei einem persönlichen Treffen am Montag erklärt. Wer ihn kenne, so Nocke, wüsste, dass er Kolleginnen sehr wohl wertschätze.
Miriam Scherff sagte am Montag, sie wolle den Vorgang nicht weiter kommentieren. Jeder Kandidat müsse selbst wissen, wie aggressiv er in den Stichwahlkampf gehe. Am Wahlsonntag reagierte Scherff standhaft: Sie habe schließlich mehr als 11.000 Stimmen Vorsprung vor Nocke.
Der Wahlkampf ums Wuppertaler Rathaus geht weiter
SPD und CDU buhlen derweil um die Unterstützung der Grünen für ihren Bürgermeisterkandidaten. Am Abend wollen beide Parteien getrennt voneinander mit den Grünen ins Gespräch kommen. Die Stichwahl in Wuppertal wird am 28. September stattfinden.
Unsere Quellen:
- WDR-Liveschalte am Wahlabend
- WDR-Gespräch mit Nocke und Scherff am Montag