Wir und die Bundeswehr
Aktuelle Stunde . 15.06.2025. 19:41 Min.. UT. Verfügbar bis 15.06.2027. WDR. Von Thomas Kramer.
Erster nationaler Veteranentag: Ein Zeichen der Anerkennung
Stand:
Deutschland hat am Sonntag den ersten nationalen Veteranentag begangen. Was in den USA schon lange Tradition ist, soll nun auch hierzulande ein fester Bestandteil des öffentlichen Lebens werden: Ein Tag, an dem aktive und ehemalige Soldatinnen und Soldaten für ihren Dienst gewürdigt werden.
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Zu den Kommentaren [25]Im Zentrum der Feierlichkeiten standen Veranstaltungen rund um das Berliner Reichstagsgebäude – mit Musik, Diskussionen und einer Fotoausstellung des Rockstars Bryan Adams. Hinzu kamen Veranstaltungen im ganzen Land. Allein in Nordrhein-Westfalen fanden 24 Veranstaltungen rund um den Veteranentag statt.
Ein Tag für Sichtbarkeit und Anerkennung
Mit dem neuen Gedenktag will die Politik Aufmerksamkeit für die Bundeswehr schaffen. Eingeführt wurde der Veteranentag noch von der ehemaligen Ampel-Koalition zusammen mit den Stimmen der Union. Ziel ist es, die Bindung zwischen Bundeswehr und Gesellschaft zu stärken. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) nannte den Tag ein "überfälliges Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung".
Ein Tag für Sichtbarkeit und Anerkennung der Veteranen
Neben symbolischer Anerkennung sollten auch konkrete Themen wie psychische Belastungen, Verwundungen und Integrationsprobleme von Veteranen angesprochen werden. Aus Sicht von Pastoralreferentin Maike Seelhorst vom katholischen Militärpfarramt Aachen ein wichtiger Aspekt. Sie betreut Soldatinnen und Soldaten, die unter den Belastungen ihres Dienstes leiden.
Was der Dienst für Soldatinnen und Soldaten bedeutet
Veteranenabzeichen der Bundeswehr
Für die Truppe habe der neue Veteranentag eine hohe Bedeutung, sagt Maike Seelhorst dem WDR. "Für Viele ist es etwas Besonderes, weil sie eben sagen, dadurch wird die Sichtbarkeit erhöht." Sie betont, dass es nicht darum gehe Krieg zu feiern, sondern um die Würdigung eines Dienstes, der oft mit persönlichen Opfern verbunden sei. "Die Soldaten sind sich sehr bewusst, dass ihr Dienst letzten Endes auch mit dem Tod bezahlt werden kann."
Doch auch im Alltag hinterlässt der Dienst seine Spuren durch anstrengende Dienstzeiten, der Entfernung von zu Hause und Beziehungsproblemen. Und doch sagen viele in der Bundeswehr: "Ich tue das trotzdem, damit meine Kinder in einer besseren Welt leben", berichtet die Seelsorgerin.
Kritik: Zwischen Symbolik und Militarismus-Vorwurf
Doch der Veteranentag ist nicht unumstritten. Die Deutsche Friedensgesellschaft fordert seine Abschaffung. Ihr Geschäftsführer Michael Schulze von Glaßer kritisiert im Redaktionsnetzwerk Deutschland: "Statt Soldaten zu feiern, deren Handwerk es ist, im Ernstfall Menschen zu töten, sollten lieber zivile Helfer wie Krankenpfleger oder Menschen aus dem Katastrophenschutz gefeiert werden."
Auch die Linken-Politikerin Donata Vogtschmidt äußerte Bedenken: Die Aufmerksamkeit konzentriere sich zu stark auf Bundeswehrangehörige, während etwa verletzte Ortskräfte kaum Beachtung fänden. Zudem mangele es an nachhaltiger Unterstützung für Veteranen jenseits dieses einen Tages.
Wehrpflicht: Rückkehr oder Reform?
Parallel zur Einführung des Veteranentags wird in Deutschland erneut über die Wehrpflicht diskutiert. Unionsfraktionschef Jens Spahn fordert, Strukturen für eine mögliche Rückkehr zu schaffen: "Es muss auf jeden Fall eine Struktur bei der Bundeswehr geschaffen werden, die eine zügige Rückkehr zur Wehrpflicht möglich macht", sagte Spahn der Rheinischen Post.
Die SPD hingegen setzt auf Freiwilligkeit. Falko Droßmann, verteidigungspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, betonte: "Wer allein auf Zwang setzt, macht es sich deutlich zu leicht."
Die Debatte zeigt: Der Veteranentag ist nicht nur ein Tag des Gedenkens, sondern steht auch im Kontext gesellschaftlicher Diskussionen über die Rolle des Militärs in Deutschland.
Unsere Quellen:
- Interview mit Militärseelsorgerin Maike Seelhorst im WDR5 Morgenecho
- Nachrichtenagentur dpa
- Nationaler Veteranentag
25 Kommentare
Kommentar 25: Paul S. schreibt am 17.06.2025, 11:39 Uhr :
Bryan Adams sein Song -Text:“ Lass den, den du liebst, derjenige sein, den du brauchst. Denn wenn es alles für einen ist, ist es einer für alle. Wenn es jemanden gibt, der es wissen sollte, dann lass einfach deine Gefühle zeigen. Und mach alles für einen und alles für die Liebe“. Zitat. Leider schaut die Wirklichkeit anders aus, bei Gewalt an Frauen und an Männern im Krieg.
Antwort von Franziska 1 , geschrieben am 17.06.2025, 19:37 Uhr :
Der Rocksänger hat Texte die jeder von seinen Fans hört, aber die Gedanken von jeden Einzelnen darüber, sind mit Sicherheit zu sagen, sehr unterschiedlich. Ich mag solche Texte nicht gerne, weil sie den Menschen nicht deutlich sagen, was dem Sänger selbst näher am Herzen liegt.
Kommentar 24: Brigitta S. schreibt am 16.06.2025, 14:48 Uhr :
In Deutschland werden Veteranen gewürdigt, die ehrenhaft aus dem aktiven Dienst ausgeschieden sind, eine lange Dienstzeit beim Militär hinter sich haben. Ihnen richtet der Staat einen Veteranentag ein, wobei auch an die gefallenen Soldaten gedacht wird. Damit würdigt man mit Recht alle Soldaten. Einseitig wird aber Würde, Anerkennung die nur den Soldaten entgegengebracht werden. Ich denke dabei an die vielen Frauen im 2. Weltkrieg. Da fehlt das Bewusstsein für einen Gedenktag? Wir denken an die getöteten Soldaten, aber nicht der vergewaltigten und ermordeten Frauen und Mädchen, wo auch tausende Trümmerfrauen elendig ihre Arbeit geleistet haben für den Staat. Wo sind für sie die öffentlichen Würde- Blumen, Kränze und Kerzen von Staatshäuptern nach 80 Jahren Kriegsende? Ostdeutschland hatte einen Gedenktag? Wann startet da mal eine Petition, ein Frauengedenktag- Antrag in Richtung Berlin, vom Westen? Warum nicht Gedenktage zu einem Gedenktag machen, wo an alle gedacht werden?
Kommentar 23: Pfefferminze schreibt am 16.06.2025, 14:24 Uhr :
Die Bundeswehr hat mich zum Krüppel operiert. Die OP war aus ärztlicher Sicht unnötig. Inzwischen habe ich das 3. neue Knie, 15 Knie OPs. Folgeschäden. PTBS, Selbstverletzungen, Arbeitsverlust usw... Seit 1998 klage ich gegen die BW. Habe vor Gericht gewonnen und das Personalmanagement der Bundeswehr hat eine Möglichkeit gefunden, das Gerichtsurteil zu umgehen. Und somit laufen jetzt wieder 2 Verfahren. Anstatt mir zu geben, was mir zugestanden wurde, klaut mir die Bundeswehr deswegen jeden Monat 1.350,- Euro. Und das lebenslang.. Die sollten sich lieber mal um so was kümmern, als die Veteranen werbewirksam zu feiern und dann doch am langen Arm verhungern zu lassen. Zumal ich bei weitem nicht der einzige bin.
Antwort von Franziska 1 , geschrieben am 16.06.2025, 20:23 Uhr :
@ Pefferminze ... Ihre körperlichen (seelischen) Erfahrungen haben mich sehr berührt. Was will Deutschland eigentlich feiern? Tote, körperbehinderte Soldaten oder die einen Orden an die Brust bekommen und unverletzt geblieben sind in der BW oder nach Ausscheidung? Mich stört immer das Wort "feiern" bei einen Gedenktag dessen Zeit nur Zerstörung an Leib und Seele für Menschen brachte. Ich kann Ihnen nur alles Gute wünschen, bleiben Sie mutig. Deutschland hat ein Wissen, aber das Gewissen verloren.
Kommentar 22: Brigitta S. schreibt am 16.06.2025, 12:02 Uhr :
Militär- Personal benötigt Deutschland zur Landes- Verteidigung. Wobei ich Zweifel habe, wenn deutsche Soldaten im Ausland eingesetzt werden würden, wo Kriege geführt werden (wie zum Bsp, in der Ukraine), wo es hauptsächlich den Kriegsmacht- Politikern um wirtschaftliche Dinge geht. Warum sollen Soldaten sterben müssen für solche wahnsinnige Kriege, wo es nur noch ums Waffenkräfte messen geht? An Menschen schützen, wer denkt da noch daran nach dieser langen Kriegszeit?
Kommentar 21: Einfach Ich 2 schreibt am 16.06.2025, 11:57 Uhr :
Es ist Schade und Respektlos das nicht alle Soldaten geehrt werden zum Beispiel diejenigen die in der NVA waren, sind sie etwa keine Soldaten gewesen auch diese Gebührt Respekt und Anerkennung
Kommentar 20: Brigitta S. schreibt am 16.06.2025, 11:37 Uhr :
„Parallel zur Einführung des Veteranentags wird in Deutschland erneut über die Wehrpflicht diskutiert“. Zitat Artikel. Um klar meine Ansicht über die Wehrpflicht hier zu bringen, da es manchmal unnötige Missverständnisse gibt: Ja, ich bin für die Wehrpflicht, schon alleine aus dem Grund, weil jungen Menschen mehr Disziplin gelehrt werden kann, die man in der heutigen Zeit oft vermisst. Nur sollte die Wehrpflicht so gestaltet werden, dass sie bei Ablehnung der Wehrpflicht einen Sozialdienst absolvieren müssten, wie schon Mal praktiziert wurde in Deutschland. Dabei würden die Probleme zum Bsp. beim Personalmangel in der Pflege, Seniorenheim und Kliniken sozusagen nebenbei positiv mitbehandelt. Alle Soldaten und Wehrdienst- Verweigerer würden für ihre Dienste, Anerkennung und Würde bekommen. Militär- Personal benötigt Deutschland zur Verteidigung. Personal benötigen auch schwache Menschen die auf körperliche Hilfe und persönlichen Schutz im Leben angewiesen sind.
Kommentar 19: Anonym schreibt am 16.06.2025, 09:12 Uhr :
Eine sehr gute massnahme die schon lange überfällig war . Das natürlich die linken, die auch ständig ihre Verachtung gegenüber der Polizei medial kundtun, dagegen sind ,war nicht anders zu erwarten . Danke allen Soldatinnen und Soldaten für ihren Dienst .
Kommentar 18: Helmut Huneke schreibt am 15.06.2025, 23:20 Uhr :
Ich habe als Wehrpflichtiger gedient. Für mich ist der Veteranentag Ich unbedingt erforderlich. Aber für die Kameraden, die Ihr Leben und Ihre Gesundheit unter anderem in Auslandeinsätzen riskiert haben, ist der VT längst überfällig. Ich bin Jahrgang 1942.
Kommentar 17: Klaudia S. schreibt am 15.06.2025, 22:52 Uhr :
Ich bin Mutter eines Afghanistansoldaten und weiß wie schwer es ist sein Kind in den Krieg ziehen zu lassen. Keiner weiß was sie erleben / erlebt haben, was sie verarbeiten müssen. Partner leiden, ganze Familien. Es wäre schön wenn sie aufgefangen würden. Respekt und Achtung allemal bekommen.Nur dumme Menschen besaufen andere, vorallem Soldaten. Es könnte auch ihr Leben sein was dieser Soldat mal schützen muss!
Kommentar 16: K.S schreibt am 15.06.2025, 22:19 Uhr :
Ich bin Mutter eines "Afghanistansoldaten", möchte nicht wissen was die "Jungs" erlebt haben. Das würde mich krank machen, es reicht die Angst due man um sein Kind hat. Habe trotz allem immer dahinter gestanden. Was ich möchte ist Hilfe für die Soldaten/in die schlimme Dinge erlebt und gesehen haben und Anerkennung. Das ist auch eine gesellschaftliche Verpflichtung Die Mutter eines Soldaten mit Überzeugung
Kommentar 15: LucyDucy schreibt am 15.06.2025, 21:42 Uhr :
Ich finde das sehr gut das es einen Veteranen Tag gibt. Das war schon sehr lange überfällig. Ich bin selber ein Veteran US Armee und dort gibt es eine breite Unterstützung seitens des Staates und in der Bevölkerung. Auch die finanzielle Unterstützung ist sehr gut. ( OK.. seit Donald läuft es nicht mehr so gut ) Die Wehrpflicht könnte auch einiges in der Gesellschaft positiv verändern. Denn wenn ich mir die heutige null Bock Gesellschaft anschaue könnte ein wenig Disziplin nicht schaden. Und nein...nicht jeder der die Wehrpflicht gut heißt oder als Soldat oder Soldatin diesem Land dient ist nicht automatisch ein Nazi oder AFD Unterstützer.
Antwort von Brigitta S. , geschrieben am 16.06.2025, 15:02 Uhr :
„Ducy“ ein Nachname der oft in USA zuhören ist. Der Vorname Lucy „ das Licht“, passt gut zu ihrem Kommentar. Nice to meet you!
Kommentar 14: Lutz schreibt am 15.06.2025, 20:35 Uhr :
Wehrpflicht: Freut euch doch, wenn ihr für den weißen alten Mann aus dem Sauerland und für den Wehrdienstverweigerer Klingbeil die Knochen hinhalten dürft!!! Der Wehrdienstverweigerer Joschka ist auch für die Wehrpflicht!!!
Antwort von Tom , geschrieben am 15.06.2025, 21:05 Uhr :
Ich weiß nicht wie alt du bist, es wäre gut wenn auch du noch gezogen würdest. Beim Bund lernt man auch Benimm. Ich war gerne bei der Bundeswehr 1974, ich habe es als Pflicht empfunden, unser Land im Erstfall zu verteidigen. Dank an dieser Stelle an alle Soldatinnen und Soldaten.
Kommentar 13: Brigitta S. schreibt am 15.06.2025, 17:01 Uhr :
DE feiert den 1. Nationalen Veteranentag? Was in den USA schon Tradition ist, soll auch in DE ein fester Bestandteil werden? Den Zeitpunkt finde ich nicht passend. Eine USA - Tradition jetzt übernehmen, wo der UKR-Krieg, der brutale Gaza- Israelkrieg, Eskalationen mit Iran die Welt sehr beunruhigt. Den Soldaten ist es bewusst, dass der Tod im Einsatz auf sie warten könnte? Psychische Belastungen werden sich aber schon vorher einstellen bei Soldaten die zum Einsatz kommen, bzw. zur BW mal gehen wollen. Beim Gedenktag wird betont, dass es nicht darum geht Krieg zu feiern, jedoch die Würde der Veteranen steht im Mittelpunkt. Würde, was haben Soldaten davon, wenn sie sich opfern müssen für einzelne Macht-Politiker? Viele BW- Soldaten sagen, „ich tue es, damit meine Kinder in einer besseren Welt leben“? Was für ein besseres Leben haben Kinder jetzt und später in Zukunft zu erwarten, wenn Kriege Jahre andauern? Nach Zerstörung ihrer Heimat, ist ihr Leben besser?
Kommentar 12: Lutz schreibt am 15.06.2025, 16:39 Uhr :
Ich sehe daß so , eigentlich bin ich nach ihrer Definition kein Veteran. Da gedient bei der NVA 1982/1983 u nd Reservidstendienst 1986. Ich erwarte weder Lob noch Anerkennung , möchte aber sagen, wir waren nicht freiwillig dort Zum Glück gab es im Westen für Drückeberger West Berlin. Nun hoffe ich nur daß man im Falle eines Ernstfalls sich nicht an uns errinnert. Unter diesen Vorraussetzungen berufe ich mich dann auch auf den von mir geleistetten Fahneneid, Hurra der Wiedervereinigung !
Kommentar 11: geraldadler schreibt am 15.06.2025, 15:38 Uhr :
Die Veteranen von Polizei und Feuerwehr hätte auch mehr gesellschaftliche Anerkennung verdient.Vielleicht könnte man den Tag auch um sie erweitern.
Kommentar 10: Alexander schreibt am 15.06.2025, 14:32 Uhr :
Die Einführung des Tages war längt überfällig. Ich war 37 Jahre und einen Monat Soldat und habe mir nahezu meine gesamte Dienstzeit bis zur Pensionierung mehr gesellschaftliche Anerkennung gewünscht. Ich habe drei Söhne und eine Tochter, zwei sind wie ich Berufssoldaten geworden, zwei Polizeibeamte. Ich bin stolz auf meine Kinder. Sie leisten etwas für unser Land! Ohne meine tolle Frau hätte ich weder seine Dienstzeit so gut gemeistert, noch unsere Kinder zu großartigen Menschen erziehen können. Die Äußerung von Herrn Schulze von Glaßer ist im Sinne der Meinungsfreiheit zulässig, gleichwohl empfinde ich persönlich es als Hass und Hetze. Handwerk des Soldaten ist es nicht Menschen zu töten, Handwerk des Soldaten ist es , sein Land und dessen Bewohner zu beschützen.
Antwort von Paul S. , geschrieben am 15.06.2025, 17:11 Uhr :
Handwerk des Soldaten ist es , sein Land und dessen Bewohner zu beschützen. Stimmt! Wenn aber 3 drei Brüder und ein Onkel beim beschützen im Krieg nicht mehr zurückkommen, hat meine Old- Familie bestimmt nicht gesagt: Wir sind stolz auf sie alle, sie haben was geleistet für unser Land.
Antwort von Franziska 1 , geschrieben am 15.06.2025, 20:15 Uhr :
Die Ansicht von Hr. Schulze von Glaßer, empfinden Sie persönlich als Hass und Hetze? Die Wahrheit ist im Ernstfall, dass Soldaten die Handlanger der Waffen sind die ihnen in die Hände gegeben werden. Das lässt sich doch nicht verleugnen. Boxkämpfe mit Stock und Stein, gibt es in unserer Zeit nicht mehr. Ich persönlich finde, jeder Mensch der einen anderen Menschen beschützt, pflegt und am Leben erhält, hat den gleichen Würde- Applaus verdient. Beim Krieg geht es um Zerstörung von Leib und Seele. Die zivilen Menschen leiden wie immer am meisten darunter, ihnen wird das Elend und Leid vom Krieg täglich serviert. Ein Soldat kann stolz sein Soldat zu sein, aber mitten im Krieg fragt ihn keiner mehr willst du leben oder sterben, da geht es um das eigene Überleben. In meiner Schublade liegt ein " Gefrierfleisch- Orden " von meinen Großvater vom 2. Weltkrieg. Er kam danach nicht mehr zur Familie zurück. Was hat ihm und der Familie die Auszeichnung gebracht? Stolz war er nie darüber.
Kommentar 9: Carsten Zoch schreibt am 15.06.2025, 14:00 Uhr :
Hallo und Glückwunsch allen Veteranen. Ich selbst war 1982 beim Bund. Stationiert in Glückstadt und Wilhelmshaven bei der Marine. Es war eine schöne Zeit. Möchte sie nicht missen, und denke immer wieder gerne zurück!! Grüße an Alle Kameraden.
Antwort von Brigitta S. , geschrieben am 15.06.2025, 18:17 Uhr :
Dazu möchte ich sagen, es war kein Weltkrieg mehr seit 1945. Die Soldaten die jetzt an der Kriegsfront stehen sagen bestimmt nicht: "Es ist eine schöne Zeit. Sicher jeder Soldat verdient Würde, Lob und Anerkennung, der alles gut überstanden hat, aber die jetzige nahe Kriegssituation würde ich nicht aus dem Kopf ziehen lassen. Mir jubeln hier zu viele, wie gut sie es bei der BW hatten und haben und denken nicht an die jetzigen Soldaten im Krieg. Kriegstüchtig sein zu müssen, bedeutet für viele den Tod. Macht-Politiker kennen keine Diplomatie mehr um Menschen auf diese Art zu schützen.
Kommentar 8: J schreibt am 15.06.2025, 13:45 Uhr :
überflüssig...
Kommentar 7: Julia Masseck schreibt am 15.06.2025, 12:57 Uhr :
Ich finde den Veteranentag eine gute Sache und die Soldaten und Soldatinnen werden für Ihre Dienste geehrt. Wenn es diese Menschen nicht gäbe auch wenn der Auftrag im Ernstfall töten heisst wss wäre denn dann? Ohne Bundeswehr geht es nicht.....
Kommentar 6: Frank schreibt am 15.06.2025, 12:42 Uhr :
Mir bereitet die Entwicklung in Deutschland Sorgen. Wir rüsten fleißig auf, die Mehrheit der Deutschen möchte die Bundeswehr ertüchtigen (was für ein Wort), es wird nach 3 und sogar 5% unseres Haushalts für Verteidigung geschrien, wenn der Ruf nach Stärke gegen unsere Gegner erklingt, wird das einfach so hingenommen usw. usf. Was früher Grenzen waren, ist heute normal. Bei mir werden Erinnerungen wach an die Weimarer Republik. Wir schreiten sehenden Auges in den nächsten Krieg. Und die Mahner und Warner werden ausgelacht, ausgebuht und als Putinversteher abgekanzelt. Dieser Veteranentag passt da sehr gut ins Bild. Feiern wir doch unsere Soldaten statt ihnen wie früher mit Kritik zu begegnen. Nein, wir brauchen nicht mehr Militär und müssen nicht unsere Stärke zeigen, wir brauchen fähige Politiker und Diplomaten, die das Gespräch suchen und Gegnern auf Augenhöhe begegnen statt sich über sie zu stellen.
Antwort von Zawar Michael , geschrieben am 15.06.2025, 18:57 Uhr :
Dann soll es wohl so sein, der Große frisst den Schwachen kein Land wird in Frieden und Freiheit leben wenn es einen starken ohne jede Skrupel gibt die Freiheit seines Nachbarn mit Gewalt zu verhindern. Wo wäre Europa wenn jedes Land Hitler mit Diplomatie begegnet wäre... Beides ist wichtig Diplomatie aber auch die Möglichkeit sich vernünftig wehren zu können. Niemand der bei Sinnen ist würde die Feuerwehr abschaffen weil es ja jetzt weniger brennt... Wir müssen allen Allierten aus Ost und West dankbar sein, dass Soldaten den Nazis die Stirn geboten haben, sonst düften wir heute wohl nicht so wunderbar frei unsere Meinung hier äußern.... Die Ukraine hat freiwillig auf ihre Atomwaffen verzichtet, und hat es ihr geholfen? Auch ich würde lieber in einer Bilderbuchwelt leben in der wir alle frei und in Frieden leben, aber die Wirklichkeit hat uns in diesen Tagen auf furchtbare Art und Weise eingeholt.
Kommentar 5: Kurt schreibt am 15.06.2025, 12:39 Uhr :
Ich verneige mich vor all unseren Soldatinnen und Soldaten. Ich danke euch allen für euren Einsatz in Krisengebieten und bei lokalen Einsätzen im Inland. Ich wünsche euch stets einen Schutzengel an eurer Seite und das ihr gesund und munter bleibt. Gott segne euch.