Kritik zu der Schulschließung | WDR aktuell

02:10 Min. Verfügbar bis 12.01.2028

Lob und Kritik nach glättebedingter Schulschließung

Stand:

Wegen Glättegefahr fällt der Präsenzunterricht an NRW-Schulen am Montag aus. Die Maßnahme ist bei Landespolitikern umstritten. Die SPD lobt Schulministerin Feller, von der FDP kommt deutlicher Unmut.

Von Martin TeiglerMartin Teigeler

Die landesweite Schulschließung wegen Glatteisgefahr in Nordrhein-Westfalen hat bei Politikern ein geteiltes Echo ausgelöst. "Schulministerin Feller hat richtig gehandelt, weil sie das Wohl der Kinder in den Vordergrund gestellt hat", sagte die SPD-Bildungsexpertin im Landtag, Dilek Engin, am Montag. Sie lobte den "Distanzunterricht zur Sicherheit der Kinder".

Deutliche Kritik kam von der FDP im Landtag. "Haben wir nicht aus der Pandemie gelernt? Was ist mit milderen Mitteln? Ausfall der ersten Stunde? Regulärer Unterricht ohne Präsenzpflicht statt Notbetreuung?", schrieb FDP-Landeschef Henning Höne am Sonntagabend auf X (früher Twitter).

FDP: Schulen zu schnell geschlossen

"Sicherheit geht vor. Aber Schulen werden in Deutschland zu schnell geschlossen", sagte Höne. "Es leiden Schüler und Familien."

Schulministerin Dorothee Feller im gelben Blazer

NRW-Schulministerin Feller (CDU)

NRW-Schulministerin Dorothee Feller (CDU) verteidigte die Entscheidung. Die Glatteislage war zwar am Montagmorgen an vielen Orten in Nordrhein-Westfalen nicht so angespannt wie befürchtet. Feller sagte, sie habe sich aber am Sonntag festlegen müssen.

Späterer Schulbeginn die bessere Lösung?

Die Schulministerin verwies auf Vorwarnungen und Warnungen des Wetterdienstes. "Und da hieß es eben, die Unwetterwarnung gilt von 0 Uhr bis 10 Uhr, in manchen Landesteilen sogar bis 13 Uhr", sagte Feller bei WDR 2 auf die Frage, ob nicht etwa auch ein späterer Schulbeginn statt der Schulschließung möglich gewesen wäre.

"Sie müssen ja dann irgendwann eine Entscheidung treffen"

WDR 2 12.01.2026 03:34 Min. Verfügbar bis 01.02.2031 WDR 2


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"Für viele Familien ist die Entscheidung natürlich herausfordernd, weil sie am Sonntagnachmittag ihre eigene Arbeit umplanen mussten", sagte die SPD-Landtagsabgeordnete Engin. Da stelle sich die Frage, "ob die Entscheidung nicht auch schon früher hätte gefällt werden können".

Auch die Landeselternschaft der Grundschulen bemängelte die Informationspolitik. Wenn die Schulen bereits am Freitag auf ein solches Szenario hingewiesen worden seien, wäre es sinnvoll gewesen, auch die Eltern einzubinden, sagte die Vorsitzende Josephine Behrens dem WDR. Dann hätten Eltern die Möglichkeit gehabt, schon einmal über einen Plan B für die Betreuung der Kinder nachzudenken.

Gewerkschaft: Distanzunterricht mal so, mal so

Als "erstmal nachvollziehbar" bezeichnete die Landeschefin der Lehrergewerkschaft GEW, Ayla Celik, die Anordnung. Die Umsetzung des Distanzunterrichts sei in NRW aber "sehr uneinheitlich". Celik: "Trotz vorhandener Standards bestehen weiterhin große Unterschiede bei technischer Ausstattung, Endgeräten sowie der Qualität von Internet- und WLAN-Zugängen – sowohl an Schulen als auch in den Haushalten der Lernenden." Zudem fehle es an Unterstützung für Lehrkräfte.

Die Schulen in Nordrhein-Westfalen machen am Montag Online-Unterricht oder schicken Schülern Aufgaben per Mail. Eltern berichteten dem WDR, dass Lernplattformen zwischenzeitlich nicht erreichbar waren.

Unsere Quellen:

  • Engin und Celik auf WDR-Anfrage
  • Feller im WDR 2 Interview
  • Interview mit Josephine Behrens, Vorsitzende der Landeselternschaft der Grundschulen
  • Nachrichtenagentur dpa

Sendung: WDR.de und WDR 2, Interview mit NRW-Schulministerin Feller, 12.01.2026, 11:33 Uhr

Kommentare zum Thema

98 Kommentare

  • 98 Jennifer 14.01.2026, 11:12 Uhr

    Hallo zusammen. Nun ich kann es nicht verstehen warum die Menschen so ein Stress drum machen wegen der winterlichen Verhältnisse. Leute es sind unsere Kinder die im Gefahr sind und selbst die Mitmenschen auf der Straße. Wir müssen unsere Kinder und uns selber schützen. Ich fand die Entscheidung richtig den hier bei uns auf dem Dorf war es.eine Katastrophe gewesen und bin heil froh über die Entscheidung.

  • 97 Gertrud 14.01.2026, 08:30 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er gegen unsere Netiquette verstößt. (die Redaktion)

  • 96 Lula 14.01.2026, 08:16 Uhr

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  • 95 Tom Talking 14.01.2026, 08:14 Uhr

    Hallo

  • 94 Daniela 14.01.2026, 05:39 Uhr

    Schulen sind keine Betreuungsanstalten, sondern Bildungseinrichtungen. Der Fehler liegt nicht bei einer Ministerin, die Kinder, Jugendliche und Lehrkräfte schützen will, sondern in einem System, dass Eltern zwingt, ständig einen Spagat zwischen Beruf und Kinderbetreuung machen zu müssen. Warum sind so oft beide Partner gezwungen, voll arbeiten zu gehen, weil der Lohn nicht reicht? Warum bekommen Eltern in diesem Fall nicht automatisch einen zusätzlichen Tag bezahlten Urlaub? Warum ermöglichen die Arbeitgeber nicht HomeOffice? Es werden wieder die Schwachen gegeneinander ausgespielt, aber das System an sich, in dem Wirtschaft über alles geht, wird nicht hinterfragt. Auch ein Supermarkt bspw. kann bei Glatteis mal geschlossen bleiben, bis die Lage sich beruhigt hat.

    Antworten (1)
    • Brigitta S. 14.01.2026, 11:11 Uhr

      Ihre Fragen können nicht so einfach beantwortet und gelöst werden, da steckt viel dahinter zum Bsp. wer übernimmt die Kosten? Der Arbeitgeber oder der Steuerzahler? Nicht jeder Arbeitgeber kann den Arbeiter Home -Office anbieten, die Berufe sind unterschiedlich, oder sitzen alle im Büro?

  • 93 Nina 13.01.2026, 21:50 Uhr

    Völlig übertrieben, bevormundend und entmündigend. Das ist die Wahrheit, tut mir leid! Richtige Entscheidung wäre gewesen, dass die Präsenzpflicht ausgesetzt wir. Somit hätte jeder Elternteil selbstdenkend entscheiden können, ob das Kind zur Schule läuft, gefahren wird, mitm Bus fährt usw. Eben und vor allem, da es wettertechnisch regional in NRW total unterschiedlich war. Aber einfach mal "pauschal" ALLE Schulen zu schließen. Da bekommt man vom Kopfschütteln ein Trauma. Und noch ein Funfact: Am Mittwoch, also morgen, ist für unseren Jüngsten wieder schulfrei, weil pädagogischer Tag. Unfassbar.. finde den Fehler!

  • 92 Chris 13.01.2026, 18:35 Uhr

    Aus meiner Sicht war der eigentliche Fehler nicht zu unterscheiden. Es hab große Unterschiede nach Ort und Lage, wo es nahezu auszuschließen war, dass die befürchtete Glätte kommt. Weder Frost noch Niederschlag. Dennoch erfolgte NRW-weit die gleiche Warnung.

  • 91 Manuel 13.01.2026, 17:38 Uhr

    Es ist nicht in Ordnung, so eine Entscheidung für ganz NRW zu fällen. In Mülheim war morgens fast nichts und wir hatten drei Kinder zuhause und alle Lehrer waren in der Schule. Das ist doch völlig verrückt. Sie hätte es den Eltern freistellen können und wir gucken dann morgens wie die Lage ist. So konnte ich nicht arbeiten gehen und musste die Kinder wieder betreuen und bekomme dann noch für jedes Kind ein Lernpaket. Ganz ehrlich, das könnt ihr vergessen, ich bin kein Lehrer. Der Unterricht fällt viel zu häufig aus. Sogar wegen pädagogischer Tage fällt die Schule aus, da finde ich auch, das könnte man durchaus in den 12 Wochen Ferien machen, dafür muss man nicht wieder die Schule schließen. Die Schulen sollten nur in absoluten Notfällen geschlossen werden. Und das war am Montag ganz sicher nicht der Fall.

  • 90 Torben 13.01.2026, 17:02 Uhr

    Eine vollkommen richtige Entscheidung. Heute gibt es die Möglichkeit des Distanzunterricht und somit kein Problem. Verunglückt aber ein Schulbus, dann, dann wäre das Geschrei riesig.

  • 89 Brigitta S. 13.01.2026, 16:37 Uhr

    Ich erinnere mich an meine Schulzeit, da sagten wir Schüler zum Lehrer bei herrlichen warmen und blauen Himmel im Sommer: "Wir bitten den Lehrer spazieren zu gehen bei diesen schönen Wetter" und er war je nach Klasse einverstanden. Jetzt wird im Winter die Schule geschlossen wegen vermutlicher Eisglätte vor Ort und die Schüler nehmen ihre Eislaufschuhe und gehen bei Eisglätte zum gefrorenen Teich. Eigenverantwortung tragen die Eltern, die sie ziehen lassen. Diese freie Zeit von der Schule ist für sie nicht gefährlich? Man kann die Meinungen dazu drehen wie man will, jeder bringt die Vor und Nachteile nach seiner Warte von einem anderen Blickwinkel aus.

  • 88 Andreas Stelzig 13.01.2026, 16:19 Uhr

    Man kann es nie allen Recht machen. Verstärkt durch den Hype in den Medien wollen die Eltern so zeitig wie möglich informiert werden. So war jetzt am Montag ein gut vorbereitetes Distanzlernen möglich. Den Vorschlag eines späteren Schulbeginns brauchen wir für den ländlichen Raum nicht mal andiskutieren.

  • 87 Alois 13.01.2026, 16:11 Uhr

    Ach, das wirklich erfrischende hier ist das übliche Lehrerbashing. Übrigens werden genau die gesucht! Also: Lust auf 12,5 Wochen Urlaub, morgens recht haben und Nachmittags frei? Dann bewerbt euch. Und ja: Es ist immer einfacher, im Nachgang alles besser gewusst zu haben.

  • 86 Anonym 13.01.2026, 15:43 Uhr

    Es ist doch immer das gleiche....sind die Schulen geschlossen, aufgrund der Wetterlage und es nicht so kommt, wie voraus gesagt, war es falsch. Werden die Schulen aufgrund der Wetterlage nicht geschlossen und es passieren Unfälle, ist das Gemotze groß. Man kann es eigentlich Nur falsch machen. Es gibt ja auch keine größeren Probleme auf der Welt.

    Antworten (1)
    • Ruhri 13.01.2026, 18:27 Uhr

      "Werden die Schulen aufgrund der Wetterlage nicht geschlossen" trägt jeder selbst die Verantwortung wie an allen anderen Tagen auch. Nur kann man am konkreten Morgen am konkreten Tag die Entscheidung besser treffen als die Ministerin einen Tag vorher mit landesweiter Gültigkeit. Schulpflicht hin oder her, manchmal muss man gegen Regeln verstoßen, wenn man auch z.B. vor einer roten Ampel einem Einsatzfahrzeug platz machen muss. Es gab eine Warnung, die muss man ernst nehmen, aber das nimmt einen die Verantwortung nicht ab. Nimmt einem die Ministerin die Verantwortung ab weil sie glaubt es besser zu wissen muss sie die Kritik ertragen und daraus lernen.

  • 85 Anonym 13.01.2026, 15:36 Uhr

    Bin 63. Wie haben wir das nur früher, es gab ja mehr Schnee, geschafft? Weicheierland Deutschland. Was soll das?

  • 84 Ralf 13.01.2026, 14:01 Uhr

    Es wird immer Gründe geben, warum man hätte anders entscheiden sollen. Das war schon immer so. Wäre die Entscheidung aber anders gefallen und auch nur ein Kind wäre, wegen der Wetterlage, ums Leben gekommen, was gäbe es dann wohl für Kommentare. Den Rücktritt fordern, dass wäre noch der glimpflichste Kommentar gewesen. Hier wurde für das Kindeswohl entschieden, und das sollte uns doch das Wichtigste sein. Was die Qualität von Distanzunterricht angeht, da sollte man ganz in Ruhe, und nicht nach so einer Entscheidung, drüber sprechen und Missstände ausmerzen. Allerdings wird auch das nicht innerhalb von Wochen zu lösen sein.

  • 83 Pitzi 13.01.2026, 13:57 Uhr

    Die Entscheidung ob er sein Kind zur Schule bringt (die allerwenigsten Kinder gehen allein!) selbst zur Arbeit geht oder dieses Risiko nicht eingehen möchte kann JEDER allein treffen. Die Schule wird informiert. Mit dem Arbeitgeber wird eine Absprache getroffen - und fertig. Dass weder ein Meteorologe noch eine Politikerin 12 Stunden vorher absehen können wie die Wetterlage vor Ort aussieht ist selbsterklärend. Gebt den Menschen die Möglichkeit selbstwirksam und eigenverantwortlich zu handeln. Sie können es. Andererseits verlernen die es und werden abhängig von anderen, die entscheiden. Und das ist nicht immer gut….

    Antworten (1)
    • Chrissy 14.01.2026, 06:36 Uhr

      Es wäre schön gewesen diese Entscheidung den Eltern zu überlassen. Bei uns war fast nix, die Straßen waren morgens alle frei, mein Mann kam auch heile zur Frühschicht über 30 km Entfernung und fragte nur am Ende, wieso keine Schule sein soll. So musste ich kurzfristig umplanen, hatte 3 Kinder zuhause und neben dem "Homeoffice" musste ich 3 dicke Listen mit Aufgaben mit denen abarbeiten! Dazu sogar ein Schwung "wir fangen heute ein neues Thema in Mathe an, macht diese und diese Aufgaben dazu"... Früher die Eltern informieren und es uns ggf freistellen je nach Ort und wetterlage... die Arbeitgeber in NRW werden sich am Montag bestimmt des öfteren gefreut haben über Eltern die kurzfristig mal eben zuhause bleiben mussten wegen nix...

  • 82 Von nebenan 13.01.2026, 13:37 Uhr

    Wir fanden hier im Rhein-Sieg-Kreis die Schließung auch unverhältnismäßig. Es war vielleicht etwas matschig, weil das Eis schon getaut war, dadurch vielleicht auch noch etwas rutschig, aber Glatteis habe ich am Morgen keins gesehen. Alle Schulen zu schließen finde ich nicht richtig. Ich schließe mich den Vorschlägen an, es zukünftig regional die Städte oder Schulen entscheiden zu lassen bzw noch besser, eine Präsenzpflicht an Tagen mit "Unwetterwarnung" aufzuheben und den Eltern die Entscheidung zu überlassen. Ja, mit der Hälfte der Schüler ist es schlecht möglich, Neues zu bearbeiten. Aber so wie es bei uns lief ging es auch gar nicht. Allen Eltern sollten die Materialien zugesendet werden, und wer sein Kind zur Schule bringen möchte, ob zu Fuß oder wie auch immer, kann dies gerne tun. Dann haben die Lehrer auch ein bisschen mehr Zeit auf einzelne Schüler einzugehen.Ist doch auch gut. Ich verzichte bewusst darauf,die weibliche Form noch zu nennen,da es unleserlich wird.Eine Mutter:-)

  • 81 Kathrin W. 13.01.2026, 13:27 Uhr

    Die Entscheidung war richtig, aber schön, dass nur die Schulkinder "wichtig " sind, was ist mit den Kita Kindern? Ist es dort egal was mit den Erzieherinnen und Kindern passiert? Von den Trägern kommt keinerlei Info im Extremfall, bei Corona gab es auch für die Kitas klare Aussagen vom Ministerium. Das würde es für alle erleichtern. Wenn eine extreme Wetterlage vorausgesagt wird sollte auch für alle gleich gehandelt werden ob kleine Kinder oder große. Auch die Arbeitgeber müssen dann spontaner reagieren damit man als Arbeitnehmer keine Sorgen haben muss dafür Stress zu bekommen, wenn man sein Kind zuhause betreuen muss.

  • 80 L.P. 13.01.2026, 13:25 Uhr

    Danke, Frau Feller! Die Entscheidung war richtig, endlich mal jemand dort, der sich traut eine abzugeben. Das spricht doch nicht den Eltern die Freiheit ab, selbst zu beurteilen. Jedenfalls ist es sinnvoller als ein regionaler Flickenteppich, wo bestimmt wieder einige nichts mitbekommen haben. Dass eine Notbetreuung stattfand, war geregelt. Man kann es ja auch als Test sehen, wie weit die digitale Welt nach der Coronakrise in den Schulen gediehen ist. Fr. Feller stellte fest, dass es da noch Luft nach oben gibt.

  • 79 Dörte 13.01.2026, 13:12 Uhr

    Die flächendeckende Schulschließung in NRW war überzogen. Eine Aufhebung der Schulpflicht für den Tag hätte gereicht – dann hätten Eltern selbst entscheiden können, ob der Schulweg vor Ort sicher ist. Eltern haften für ihre Kinder, genauso wie jeder Berufstätige selbst prüfen muss, ob er sicher zur Arbeit kommt. Eine pauschale Wetterbewertung für ganz NRW ist realitätsfern und kein sinnvoller Maßstab für solche Entscheidungen.

  • 78 Ck 13.01.2026, 12:53 Uhr

    Mal ganz ehrlich, wie war es bei unseren Eltern. Da hat auch keiner gesagt ihr dürft zuhause bleiben bei dem Wetter. Auch nicht in meiner Schulzeit. Da soll man sich nicht wundern wenn die Jugend stöhnt wenn es heisst später die müssen arbeiten , egal wie die Wetterlage ist bei dieser Jahreszeit.

  • 77 L.Ahner 13.01.2026, 12:11 Uhr

    Man hätte die Schulen gestern auf Präsenzunterricht belassen sollen. Seit Corona wird bei jeder kleinsten Wetterlage, die gefährlich erscheint, auf Distanzunterricht umgestellt. So lernen die Schüler nie, bei etwas gefährlicherem Schulweg mit so einer Wettersituation umzugehen. Ich gebe da ausnahmsweise der FDP Recht, es hätte deutlich mildere Mittel gegeben, für diese Wetterlage. Wir müssen die Schulen in die Zukunft führen und nicht mit Unterricht aus dem Mittelalter unsere Kinder unterrichten. Mich regt dieses Thema seit Jahren auf.

  • 76 Alex 13.01.2026, 11:50 Uhr

    Schulausfälle bei Wind, bei Sonne, bei Eis, bei Schnee-fehlt nur noch Regen. Was sind wir für eine Gesellschaft in der alles juristisch und nicht mit gesundem Menschenverstand behandelt wird. Die Hiobsbotschaften zum Wetter sind unerträglich geworden, vermutlich?? wegen der doch so enormen Rechnerleistungsfägigkeit.

    Antworten (1)
    • Ruhri 13.01.2026, 17:55 Uhr

      Warnungen vom Wetterdienst sind vollkommen in Ordnung, wenn es heftig werden könnte, aber nicht zwandläufig muss egal wie hoch die Recherleistung. Das wurde erst zum Problem als sich das Schulministerium berufen fühlte einen Tag vorher den Eltern die Entscheidung abzunehmen, die man zum konkreten Zeitpunkt am konkreten Ort viel besser hätte treffen könnte.

  • 75 Brigitta S. 13.01.2026, 11:29 Uhr

    Nicht das Wetter macht das Chaos im Winter für die Schulkinder, es wird zu viel Unruhe über die Schulkinder gebracht. Strenge Winter waren in meiner Schulzeit auch vorhanden, meine Eltern sagten, heute gehst du nicht in die Schule es ist zu glatt. Erst wenn gestreut ist dann kannst du zur Schule gehen. Ob du ein oder zwei Stunden später in die Schule kommst oder diese Stunden zuhause versäumst ist doch egal. Oft fehlten eine paar Schüler, die haben den Schulstoff ohne Murren nachgeholt, ohne die digitale Zeit. Wie haben wir Kinder, als Erwachsene das alles nur geschafft, es im Leben zu was gebracht zu haben? Der Fortschritt vom Wissen und Können von uns Schulkinder, brachte DE trotz Winter weiter. Also hatten wir trotz Ausfälle an Schulstunden es zu was gebracht. Es wird zu viel von den heutigen Kindern erwartet, sie werden total für die KI umgemodelt, als würde das Internet nur Vorteile für sie bringen. Bei WLAN- Ausfall, muss der Kopf wieder selber denken, für was ist der Kopf da?

    Antworten (2)
    • "Gunda" 13.01.2026, 16:53 Uhr

      Ich wage zu behaupten, WLAN-Ausfall ist für die Kids der Gau, Glättegefahr ist ein harmloses Rand-Ereignis, man bleibt ja zu Hause, aber ohne Internet, was macht man da?

    • Brigitta S. 14.01.2026, 11:28 Uhr

      @Gunda..."was macht man da, ohne Internet? Als Eltern gibt man den Kindern zuhause die Fach- Aufgaben, wo sie sich beim Lernen schwer tut.... üben, üben, üben mit dem eigenen Kopf. Schreibpapier, Stift ist nicht verboten. Der Lehrer hat dazu bestimmt nichts dagegen. Es sind ja nicht wochenlange Schulausfälle, nur ein oder ein paar Tage bei Eisglätte. (Bei FFF nahmen sich manche Kinder selbst einen Schultag frei und gingen nicht zur Schule).

  • 74 🫣 13.01.2026, 11:26 Uhr

    Ich frage mich ernsthaft, was die Leute hier noch vor 15 Jahren gemacht haben, als noch wirklich viel Schnee lag. Gestern war hier doch nur noch Matsch und 6 Grad. Ja, Schulen alle schließen. Das geht immer schnell. Unterrichtsausfall häuft sich leider immer mehr. Schade.

  • 73 Sie 13.01.2026, 11:17 Uhr

    Ist nur der Weg zur Schule gefährlich, oder warum wurde sonst nichts geschlossen? Die Entscheidung sollte den Eltern überlassen werden, schließlich müssen sie auch sonst dafür sorgen, dass ihre Kinder sicher zur Schule kommen. Als Eltern muss man Urlaub oder Überstunden zur Betreuung nehmen - da könnte man (wenn man schon die Entscheidung abgenommen bekommt) auch darüber nachdenken, die beweglichen Ferientage bei den Schülern zu streichen - wie soll man sonst mit den vielen schulfreien Tage überhaupt klar kommen?

  • 72 Eifel-Bewohnerin 13.01.2026, 10:08 Uhr

    @Silke Hier ging es nicht um 5 cm Schnee, (der in der Eifel in der ganzen letzten Woche lag!) Es ging um dick vereiste Straßen, die vom Streudienst erst um die Mittagszeit erreicht werden konnten, weil wichtige Straßen selbstverständlich Vorrang haben. Busse sind nicht gefahren. Vielleicht muss man in der Eifel wohnen, um einen objektiven Blick zu bekommen. Die Entscheidung war so richtig.

    Antworten (1)
    • Ruhri 13.01.2026, 17:49 Uhr

      Sie haben keinen objektiven Blick, nur objektiv auf die Eifel beschränkt. Ich blicke auf das Ruhrgebiet und war es höchstens in der Nacht ein paar Stunden glatt. Und wenn man in der Eifel oder OWL nicht fahren kann muss man im Ruhrgiebiet nicht die Schulen schließen.

  • 71 JE 13.01.2026, 09:45 Uhr

    Als ich vor 40 Jahren zur Schule ging, gab es noch richtige Winter mit Schnee, Frost über mehrere Wochen und auch Glatteis. Trotzdem ist deswegen kein Tag ausgefallen oder hätten meine Eltern mich zuhause behalten. Wozu? Nur weil Mamataxi ev ins Rutschen kommt.

  • 70 Gregor Stromberg 13.01.2026, 09:33 Uhr

    Ernsthaft? Aber ich möchte es mal positiv formulieren: Es ist doch schön, dass es unserer Gesellschaft doch noch so gut geht, dass wir bei einem Tag Schulausfall so in Wallung geraten können. Das gibt mir Hoffnung.

  • 69 Angela 13.01.2026, 09:13 Uhr

    Es ist völlig blöde gewesen für ganz NRW den Notstand auszurufen! Hier gab es nicht einmal eine Wetterwarnung, hier stand schon 2 Tage vorher in der App, dass es Regen und Plusgrade gibt. Aber Sonntag Nachmittag wird den Eltern schnell mitgeteilt, dass sie Montag ihre Kinder Zuhause unterrichten müssen. Ganz wunderbar. Der Schaden, der dadurch angerichtet wird, ist völlig nebensächlich. Mein Gott, wir sind früher auch bei Eis und Schnee zur Schule. Und komischer Weise hat sich niemand ein Bein gebrochen. Warum nicht? Weil wir gelernt haben vorsichtig zu gehen wenn es glatt ist. Aber wie soll man das heute lernen, wenn alle ihre Kinder drinnen behalten, sobald es glatt werden KÖNNTE? Oh man, am besten auch nicht mehr Radfahren lassen, da tun sich die Kinder jedes Jahr richtig viel bei. Oder duschen! Da kann man auch ausrutschen. Selbst beim Schwimmunterricht sind schon Kinder ertrunken! Also bitte keinen Schwimmunterricht mehr. Treppenstufen und Regen! Ganz gefährlich!

  • 68 Resi Müller 13.01.2026, 08:57 Uhr

    Ich wohne in Eschweiler bei Aachen und um 2 Uhr nachts war hier definitiv Eisregen! Das danach während der weiteren Nacht die Temperaturen angestiegen sind,konnte niemand ahnen! Ich fand die Entscheidung richtig!

  • 67 N.thiele 13.01.2026, 08:54 Uhr

    Ich finde das ziemlich gut das die ganze Schule von NRW frei haben gestern aber anders Rum die Behinderte Leute die behinderte Menschen mit Logobus fahren die ganze Diakonie Werkstätten raus müssen das die kein frei bekommen haben wenn die Arbeiten müssen hätten die gestern auch frei bekommen können das finde ich nicht richtig so wo die behinderte Menschen eine Behinderung einschrengung haben mit laufen und teils mit Rollator und Rollstuhl fahren

  • 66 N. THIELE 13.01.2026, 08:48 Uhr

    Ich finde das ziemlich gut das die ganze Schule von NRW frei haben gestern aber anders Rum die Behinderte Leute die behinderte Menschen mit Logobus fahren die ganze Diakonie Werkstätten raus müssen das die kein frei bekommen haben wenn die Arbeiten müssen hätten die gestern auch frei bekommen können das finde ich nicht richtig so wo die behinderte Menschen eine Behinderung einschrengung haben mit laufen und teils mit Rollator und Rollstuhl fahren

  • 65 Peter Paulissen 13.01.2026, 08:34 Uhr

    Das Wegerisiko liegt beim Arbeitnehmer, den Lehrern wäre es zu zumuten gewesen zu erscheinen. Wenn dann aber gymnasiale 5 Klässler bis 10:00 im Bett liegen bleiben können und dann ein paar Arbeitsblätter ausfüllen müssen, was soll das? Ordentliche Winterreifen auf den Schulbussen könnte auch helfen oder einfach eine Stunde später anfangen mit der Schule...

  • 64 Simone 13.01.2026, 08:20 Uhr

    Grundschüler haben keine Aufgaben bekommen. So viel zum Thema Distanzinterricht. Wir hatten 6 Grad und nichts von der Gefahr, wie alle schrieben. Ich bin im Erzgebirge aufgewachsen. Dort hatten wir mind 3 Monate Schnee am Stück mit allem was der Winter zu bieten hat. Und? Wir waren jeden Tag in der Schule. Heute ist man wirklich so soft geworden, es könnte ja evtl unter Umständen was passieren. Ich finde die Entwicklung echt traurig, um es nett auszudrücken.

  • 63 Friederike Pflaum 13.01.2026, 08:06 Uhr

    Notbetreuung? Keine unserer vier Schulen (5 Kinder) hat auch nur ansatzweise erwähnt, dass es eine Notbetreuung gibt. In einem Fall wurde sogar explizit darauf hingewiesen, dass es diese nicht gibt. Für Eltern in der kritischen Infrastruktur sind solche Lösungen zwingend erforderlich. So fühlt man sich nur alleine gelassen...

  • 62 Dorfkindmama 13.01.2026, 08:02 Uhr

    Späterer Schulbeginn ist für Kinder, die mit dem (Schul-)Bus fahren keine Hilfe. Sie müssen dennoch Morgens zur gleichen Zeit los. Falls der Bus bei dieser Wetterlage überhaupt fährt. FDP an der Realität vorbei, wie immer.

  • 61 DR 13.01.2026, 07:56 Uhr

    Die Entscheidung wird immer Pro und Kontra ergeben. Vielleicht wäre es besser gewesen die Eltern entscheiden zu lassen. Es gibt Schulen, wo die Schüler nur 500m- max. 1km Schulweg haben und andere einen viel längeren Weg. Außerdem ist NRW groß. Nicht jeder Ort ist gleich betroffen. Und die Lehrerschafft sollte der Weg zumutbar sein. Es gibt genügend Berufe, wo man nicht zu Hause bleiben kann und auch keinen Urlaub nehmen kann. Traurig ist es allerdings, dass es immer noch keinen online Unterricht gibt, trotz IPad. Da werden einfach Aufgaben gegeben.

  • 60 Ugulu 13.01.2026, 07:54 Uhr

    Je mehr Eigenverantwortung wir den Menschen nehmen, desto einfacher wird es für die AFD früherboder später eine Diktatur zu errichten.

    Antworten (2)
    • Franziska 1 13.01.2026, 14:42 Uhr

      Umso mehr Reklame für die, A.D bei jeden Thema hier gemacht wird, um so stärker wird sie. Wer will das? Menschen können so naiv sein wobei sie glauben, dass diese Partei jemals die Verantwortung bekommt über Deutschland.

    • "Gunda 13.01.2026, 16:43 Uhr

      Wer nimmt den Menschen die Eigenverantwortung ab? Es herrscht eher der Eindruck, das die Eigenverantwortung rückläufig ist,das öfters von Anderen verlangt wird, die Verantwortung zu übernehmen (Vollkasko-Mentalität) " das können die doch machen. Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer und etwas Winter hilft den Blauen auch nicht weiter. Verantwortung wollen die auch nicht,da müssten sie liefern, was bedeutend schwerer ist,wie kritisieren.Ganz entspannt 9 C°,was will man mehr (.........).

  • 59 B.Steinmann 13.01.2026, 07:30 Uhr

    Wenn wenigstens guter Online-Unterricht stattfinden würde, oft nicht länger als 10min . Die Lehrer überfrachten die Schüler mit Arbeitsblättern . Ganz nebenbei müssen sich Schüler alleine neue Themen erarbeiten. Zum Glück gibt es YouTube, Lehrer Schmidt und Co... Da kommt bei mir die Frage auf , Kurzurlaub für die Lehrerschaft? Wozu machen die I-Pads dann Sinn?

    Antworten (1)
    • Michael B 13.01.2026, 08:01 Uhr

      Genau so sehe ich das auch. Jeder Lehrer sieht nur sein Fach und schmeißt nur so rum mit Arbeitsblättern und macht sich den Lenz. Es wird wenig erklärt und nicht kontrolliert. Es wird auf die Eltern abgeschoben. Die Kinder sind die Verlierer dabei.

  • 58 VO 13.01.2026, 07:22 Uhr

    Man braucht eine Entscheidungsgrundlage - auch im Bildungsministerium. Und eine deutliche Warnung des DWD ist in meinen Augen sehr geeignet, genau das zu sein. Wettervorhersagen sind nie 100% akkurat und doch bringen sie uns dazu, früher aufzustehen, um mehr Zeit für den Arbeitsweg zu haben. Mit Eisregen ist nicht zu spaßen. Das war auch vor 60 Jahren nicht anders. Schon damals sind Kinder bei Eisregen der Schule fern geblieben. - Ohne Distanzunterricht. Als Mutter begrüße ich die Entscheidung, weil ich das Gefühl hatte, dass die Sicherheit meiner Kinder ernst genommen wurde. Als Lehrerin begrüße ich die Entscheidung, weil ein umfassender Distanzunterricht viel einfacher und zielgerichteter durchzuführen ist, als eine Situation wie am Freitag, bei denen es vielerorts den Eltern überlassen war, die Gefährdungslage lokal einzuschätzen und die Klassen so halb in Präsenz, halb in Distanz waren. Distanzunterricht darf nicht die Regel werden, aber ist manchmal besser, als die Alternativen.

  • 57 Claudia Stein 13.01.2026, 07:07 Uhr

    Wie man's macht, macht man es verkehrt. Und das die FDP heftig kritisiert.... Die 5% Hürde will übersprungen werden. Wäre es nicht zur Schulschließung gekommen und es wären Unfälle passiert, dann wäre die Kritik genau das Gegenteil von dem was jetzt kritisiert wird. Das war seit langem mal wieder 1 Tag. Sollten wir nicht froh sein, dass es so glimpflich abgelaufen ist?

  • 56 Mutti87 13.01.2026, 07:03 Uhr

    Ganz ehrlich, Frau Feller ist auch nur ein Mensch und Entscheidungen müssen getroffen werden. Vorsicht ist besser als Nachsicht. Dass es doch nicht so kam wie befürchtet, konnte sie genauso wenig wissen wie wir. Eine Glaskugel hat keiner von uns. Und wir sollten froh sein, dass alle gut durch gekommen sind. Planen kann man auch kurzfristig, wie der nächste Tag aussehen soll bzgl. Arbeit etc. Und diejenigen die jammern, sind am Ende die, die sich beschwert hätten, wenn den Kids auf dem Weg zur Schule etwas passiert wäre. An der Umsetzung des Distanzunterrichts hapert es allerdings nach wie vor. Server zusammengebrochen, ein Großteil der Schüler hat erst gar nicht angefangen zu Hause Aufgaben zu machen und Videokonferenzen für die Besprechung der Aufgaben war Fehlanzeige.

  • 55 drmeier 13.01.2026, 06:35 Uhr

    NRW geht von der Eifel übers Rheinland ins Hochsauerland bis ins Ruhrgebiet. Wie wäre es gewesen, wenn Bürger selbst entschieden hätten, ob es bei ihnen heute angemessen ist zur Schule zu kommen oder nicht. Dafür brauchen wir doch keine staatliche Stelle.

    Antworten (4)
    • Jörg 13.01.2026, 07:56 Uhr

      Exakt genau so. Warum hat in Düsseldorf keiner so viel Augenmaß?

    • Michael B 13.01.2026, 08:03 Uhr

      Genau 👍 Sonst wird doch auch alles den Kommunen überlassen.

    • Angela 13.01.2026, 09:14 Uhr

      Heute anscheinend schon.

    • Ralf 13.01.2026, 14:16 Uhr

      Dann wäre die Hälfte der Schüler anwesend. Meist von denen, die nicht in der Lage sind sich mit ihren Kindern zu beschäftigen. Die Schulbusse hätten auch selbst entschieden, ob sie fahren oder nicht? Dieses "Bürger selbst entscheiden" ist immer so einfach gesagt.

  • 54 Andreas Heinzelmann 13.01.2026, 06:27 Uhr

    Ich finde es auch das völlig überzogen gehandelt wurde. Es ist nun mal Winter. Wie schon in anderen Beiträgen gesagt hätte man vielleicht den Unterricht erst ab der 2. Std. beginnen lassen können. Ich bin Jahrgang 70 und kann mich nicht daran erinnern wegen winterlichen Bedingungen zu Hause geblieben zu sein. Wir kamen zwar mal später weil der Bus sich verspätete. Aber das einzige was es gab war Hitzefrei. Aber wir erleben eine verweichlichte Gesellschaft was schon im Kindergarten anfängt und sich weiter in der Schule fortsetzt. Die Erzieher und Lehrer( verzichte jetzt mal auf "innen") handeln nach staatlichen Vorgaben. Ich weiß nicht was für eine Generation da auf uns zu kommt. Das wahre Leben sieht anders aus. Aber schauen wir unsdoch unsere Politiker an. Da sollte vielleicht der eine oder andere auch zu Hause bleiben. Wünsche allen einen entspannten Winter.

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    • Angela 13.01.2026, 09:20 Uhr

      Eine Generation, die nichts mehr kann. Ich hab selbst Kinder im Grundschulalter und es ist grausam was ich da erlebe. Die Kinder dürfen nicht ohne Mamas Begleitung zu Besuch kommen, selbst wenn sie nur zwei Häuser weiter wohnen. Und viele Kinder können mit sich selbst nichts mehr anfangen. Wir hatten letztens einen Jungen zu Besuch, der fand alles langweilig. Lego bauen, Brettspiele spielen - alles blöd. Dann kommt er "habt ihr nicht ne X Box oder so?". Er ist 6. Meine haben mit 6 keine Konsolen, selbst der Große mit 9 noch nicht. Dafür schaffen die es, sich zu beschäftigen. Ich höre so oft von Müttern aus der Schule, wie anstrengend die Ferien sind, weil man ja permanent Programm liefern muss. Verstehe ich nicht. Meine fahren mit dem Rad zum Jugendtreff oder machen sonst was. Es gibt zum Glück auch noch Jungs, mir denen sie sich auf den Fußballplatz treffen können, die auch alleine das Haus verlassen dürfen. Aber das ist heute eher die Ausnahme.

    • Ralf 13.01.2026, 14:20 Uhr

      Ich bin Jahrgang 1959. Bei uns war es auch nicht anders. Da gab es kein schneefrei. Aber das ist lange her. Heute springen Eltern ja schon im Dreieck, wenn die letzte Schulstunde ausfallen sollte. War bei uns auch üblich. Dann warst halt früher zu Hause. Heute werden Schulen und Lehrer genau deswegen verklagt. Planbare Betreuung und so. Auch deswegen kann und darf es heutzutage kein hitzefrei mehr geben. Mit anderen Worten: Nicht am gestern kleben, sondern sich an das heute gewöhnen

    • Franziska 1 13.01.2026, 15:04 Uhr

      Ja, im Leben gibt es so viele Gefahren, die unseren Geist und Körper von der Wiege bis zur Bahre sich zeigen. Die Einwirkung der Politik nimmt immense Fahrt an für Bürger, wobei die eigenen Alarmglocken immer mehr still stehen. Eigenverantwortung wird abgeschafft, dass Denken bestimmt die Politik bzw. die Schule. Wir gehen nach ihren Kompass, obwohl sie sagt: Ihr müsst ja nicht, es ist alles freiwillig!

  • 53 Micha 13.01.2026, 06:09 Uhr

    Genau so ist es, maulen muss man halt immer. Wobei ich es aus meiner Kindheit und Schulzeit (rund 20 Jahre her) überhaupt nicht kennen und an den Hochschulen (auch noch aktuell) ist nicht daran zu denken. Weder Hitzefrei noch Glatteis/Schneefrei...

  • 52 Elke van Dyck 13.01.2026, 05:49 Uhr

    Ich fand es sehr gut das die Schule geschlossen hatten .man wußte im voraus nicht wie schlimm es wird .

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    • Karsten 13.01.2026, 10:47 Uhr

      Doch, das wusste man. Der DWD hat vor Glatteis gewarnt, im Winter. So weit so gut. Aber die Wettervorhersage auch vom DWD war in NRW sehr unterschiedlich. Es gab Sonntag Nachmittag in Köln schon Plustemperaturen und die Vorhersage von DWD für die Nacht war Regen und weiter steigende Temperaturen. Ich habe die ersten Nachrichten, die irgendwelche Eltern über WhatsApp verbreitet haben für einen Scherz gehalten. Es war von Anfang an lächerlich. Wie kann man im ganzen Bundesland die Schulen schließen, weil es in der Eifel glatt ist? Kennt diese Ministerin überhaupt das Bundesland, für das die zuständig ist? Und kennt sie ihre Lehrer? Distanzunterricht? Die Lehrer haben sich einen schönen Tag gemacht. Bei uns gab es ein vorgefertigtes Arbeitsblatt per E-Mail am Vorabend.

  • 51 Stefanie 13.01.2026, 04:32 Uhr

    Also mal ganz ehrlich , wieso müssen wir alles von Politikern vorgeschrieben bekommen?! Können oder wollen wir nicht mehr selber denken und entscheiden was für uns und unsere Kinder geht oder nicht geht?! Müssen wir immer jemanden haben dem wir die Schuld für etwas geben können, wie in diesem Fall; rutscht mein Kind aus ist die Politik schuld , habe ich keine Betreuung- ist die Politik schuld …. Leute werdet mal wach nutzt euer Gehirn und seid eigenverantwortlich!!!!! Wir sind auch ohne dieses ganze Taram groß geworden… unsere Eltern und Großeltern haben nach Instinkt und Bauchgefühl entschieden und wenn es mal schief ging dann war das vielleicht mal nicht so toll aber dann war es eben so. Dieses in „ Watte“ packen geht mir echt total auf die Nerven !!!!!

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    • Jens Abshagen 13.01.2026, 08:55 Uhr

      Die meisten "Eltern-Taxis" (SUV's) haben doch sowieso 4-Radantrieb. Also kein Problem ;-) Ich musste von 1972 - 1982 immer zur Schule gehen und kenne noch Tugenden wie Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit. Wir züchten da eine Generation heran, die auch künftig beim Blick aus dem Fenster morgens einfach mal liegen bleibt. Und wenn der Chef meckert, gehen sie zum Arzt, sind krank.

  • 50 Otto 13.01.2026, 00:36 Uhr

    Vielen Dank, für meine Region war es richtig. Wir haben extrem viele FahrschülerInnen, Öffis sind hier nur sporadisch unterwegs. Die meisten Kommentare stammen wohl von Leuten, deren Kinder nur um die Ecke gehen müssen, um zur Schule zu kommen.

  • 49 Entweder - Oder 12.01.2026, 23:15 Uhr

    Die Verantwortung ob Kinder in die Schule gehen oder nicht, tragen zu aller erst die Eltern. Ortsbürgermeister hätten je nach Region die Schule schließen können. Zwei ganze Bundesländer lahmzulegen und es kommt nichts - das muss man als Regierung erstmal begreifen wenn Ortsbürgermeister und Eltern hierbei bevormundet werden - der Spruch es hätte ja was kommen können und die Schulbusse wären ja in Gefahr gewesen, berechtigt keine Landesregierung sämtliche Schulen zu schließen. Das ist eine völlige Überziehung der Kompetenzen. Schulminister sind mehr für Ausstattung und Lehrinhalte zuständig und wo bleibt das landesweite Verbot die Kinder mit dem Auto zur Schule zu bringen, damit sie mit anderen Kindern einen gemeinsamen Weg nach Hause haben. Das ist wohl eher Kindwohl gedacht.

  • 48 "Gunda" 12.01.2026, 22:22 Uhr

    Was Sturmtief "Elli" nicht geschafft hat, ist mir gelungen, NRW ließ allen Schulen schließen, schon im Nov. 2025 war es kalt und Schneefall, nach Weihnachten ging es so weiter, die Kinder konnten Snowboarden, Rodeln, Eislaufen oder Ski fahren, dann kam ich (Gunda) plötzlich überschlugen sich die Warnhinweise und NRW stand vor einem Chaos, was nicht in dieser Dimension geschah aber so angekündigt wurde, hundertprozentige Sicherheit wird es nie geben, ob so oder so gehandelt worden wäre, es wäre garantiert falsch, aber einen Mittelweg oder andere Handhabung kam nicht in Frage,also hat man sich aus übergroßer Vorsicht so entschieden,jetzt sind "Alle" schlauer, aber diese Panik gab es früher nicht, Schnee, Fost und Glatteis hatten wir auch, wie haben wir das alles nur geschafft?Vielleicht wurde vom Staat noch nicht soviel erwartet wie heute.