Gottschalks Krebsdiagnose: Wie sage ich es meinem Umfeld?

Aktuelle Stunde 01.12.2025 29:42 Min. UT Verfügbar bis 01.12.2027 WDR Von Henry Bischoff, Marie-Sophie Bürrig

Gottschalk hat Krebs: Wie man eine schwere Krankheit kommuniziert

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Fernsehmoderator Thomas Gottschalk hat öffentlich gemacht, dass er Krebs hat. Und wenn es mich trifft - wie kommuniziere ich das?

Fernsehmoderator Thomas Gottschalk hat Krebs. Eine solche Erkrankung kann jeden von uns treffen. Und die meisten dürften dann vor der Frage stehen: Wie sage ich es meinem Umfeld? Natürlich gibt es dafür kein Patentrezept. Denn jeder und jede geht mit einer Diagnose, die womöglich das eigene Leben auf den Kopf stellt, anders um. Fünf Tipps, die helfen können.

Tipp 1 - Vertraute Personen informieren: In einem ersten Schritt sollte man überlegen, wer in der Familie und im Freundeskreis über die Erkrankung Bescheid wissen sollte. Wer kann einen unterstützen? Sind vorerst Termine - Sport, Stammtisch oder etwa ein Spieleabend - abzusagen? Und selbstverständlich liegt die Entscheidung bei einem selbst, ob man die Diagnose anspricht oder ohne ausführliche Begründung absagt.

 Prof. Roland Tillmann Ullrich von der Uniklinik Köln

Prof. Roland Tillmann Ullrich von der Uniklinik Köln

"Grundsätzlich würde ich dazu raten, möglichst offen mit der Erkrankung umzugehen", sagt der Onkologe Prof. Roland Tillmann Ullrich von der Uniklinik Köln dem WDR. Denn Betroffene benötigten Unterstützung aus ihrem unmittelbaren sozialen Umfeld. Das gelte vor allem in der Phase, in der die Erkrankung fortschreitet und die Behandlungen aggressiver werden. In dieser Zeit sei es von Vorteil, Unterstützung von Angehörigen oder Freunden zu haben.

Tipp 2 - Wenn nötig krank melden: Der Arbeitgeber muss eine Krankmeldung umgehend erhalten. Laut Krebsinformationsdienst, hinter dem das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) steckt, sind Erkrankte jedoch nicht verpflichtet, dem Arbeitgeber die Krebsdiagnose mitzuteilen.

Tipp 3 - Ruhiges Umfeld für Gespräch suchen: Für das Gespräch mit Angehörigen oder Freunden, bei dem die Diagnose Thema ist, sollte man sich nach Angaben der Deutschen Krebshilfe einen ruhige und vertraute Umgebung suchen. Empfehlenswert sei, sich einen Gesprächseinstieg zu überlegen - etwa "Dieses Gespräch fällt mir jetzt nicht leicht, aber ich möchte etwas sagen". Steht fest, dass die Erkrankung nicht lebensbedrohlich ist, sollte man dies gleich zu Beginn sagen. So versetzt man andere nicht unnötig in Angst.

Tipp 4 - Auch Kinder aufklären: Fachleute raten dazu, Kinder möglichst frühzeitig behutsam über die Erkrankung eines Elternteils aufzuklären. Denn Mädchen und Jungen nehmen mögliche Veränderungen im Verhalten der Eltern wahr und neigen oft dazu, die Ursachen für diese Veränderungen bei sich zu suchen. Daher ist es wichtig, ihnen die Situation zu erklären.

Tipp 5 - Diagnose gegebenenfalls schriftlich kommunizieren: Und wem das Sprechen über die Diagnose zunächst schwer fällt, kann in einem ersten Schritt Vertrauten schriftlich mitteilen, dass man erkrankt ist - in einem Brief, in einer E-Mail oder in einer Chat-Nachricht. Ein persönliches Gespräch kann man auch noch zu einem späteren Zeitpunkt führen.

Bei Bedarf Krebsberatungsstellen und Selbsthilfegruppen kontaktieren

Mitunter kommt es vor, dass manche trotz aller Unterstützung durch Familie und Freunde mit der Erkrankung nicht allein fertig werden. Hilfe können Betroffene dann in einer Krebsberatungsstelle finden. Die Deutschen Krebshilfe fördert zahlreiche Krebsberatungsstellen.

Auch Selbsthilfegruppen können Anlaufstelle für Ratsuchende sein. Angebote sind zu finden, wenn man im Internet die Suchebegriffe "Selbsthilfegruppe", "Krebs" und den Namen der jeweiligen Kommune eingibt, in der man lebt.

Gottschalks Angiosarkom

Hirschhausens Sprechstunde 06.12.2025 02:09 Min. Verfügbar bis 06.12.2026 WDR 4 Von Eckart von Hirschhausen


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