Menschen im Kreis Olpe haben die höchste Kaufkraft in NRW | Aktuelle Stunde

WDR 00:27 Min. Verfügbar bis 12.04.2028

Kaufkraft-Studie: Wo sich Menschen in NRW am meisten leisten können

Stand:

Wer auf dem Land lebt, kommt durchschnittlich besser mit dem Geld aus - das ist ein Ergebnis der neuen IW-Studie. Spitzenreiter in NRW ist der Kreis Olpe.

Wer viel verdient, hat trotzdem nicht unbedingt die besten finanziellen Mittel - das zeigt die Auswertung des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln. Es hat alle Kreise und kreisefreien Städte in Deutschland untersucht und ein "Kaufkraft"-Ranking erstellt. Wie viel sich jeder und jede leisten kann, hängt auch davon ab, wie teuer Lebensmittel, Mieten und Sonstiges am Wohnort sind.

Olpe vorne, Gelsenkirchen hinten

Die größte Kaufkraft in NRW haben die Menschen im Kreis Olpe. Dort ist das Pro-Kopf-Einkommen sehr hoch, gleichzeitig sind die Preise mehr als drei Prozent unter dem deutschen Durchschnitt.

Anders in diversen Ruhrgebietsstädten wie Gelsenkirchen, Duisburg, Herne und Oberhausen: Dort ist das Preisniveau zwar noch niedriger als im Kreis Olpe, das durchschnittliche Einkommen ist aber auch sehr gering. Gelsenkirchen landet bundesweit auf Platz 399 - von 400. Nur Offenbach am Main (Hessen) ist noch schlechter.

Teure Städte landen weiter hinten

Insgesamt lässt sich ein Trend ausmachen: Ländliche Regionen haben die Nase vorn - denn viele Großstädte leiden unter den hohen Preisen. In Münster, Köln und Bonn zum Beispiel verdienen die Menschen eigentlich gut. Dort ist alles aber so teuer, dass die drei Städte trotzdem eher unten im Ranking landen.

Eine Ausnahme ist Düsseldorf: Auch hier sind die Lebenshaltungskosten ziemlich hoch, allerdings wohnen hier auch ungewöhnlich viele Gutverdiener. Die Landeshauptstadt ist deshalb eine der wenigen Großstädte mit guter Kaufkraft.

Bayern dominiert die Top Ten

In ganz Deutschland sichert sich Heilbronn den Spitzenplatz. Das Institut der Deutschen Wirtschaft schreibt aber: Das liegt daran, dass dort viele Unternehmen sitzen. Das Geld landet bei wenigen Haushalten, die breite Masse dürfte nicht so finanzstark sein, wie das Ranking vermuten lässt.

Ansonsten finden sich viele bayerische Landkreise auf den Top-Plätzen wie etwa Starnberg - hier verdienen die Menschen extrem viel Geld und haben so eine sehr hohe Kaufkraft. Da fällt auch das hohe Preisniveau kaum ins Gewicht.

Menschen im Kreis Olpe haben NRW-weit die höchste Kaufkraft

WDR 12.04.2026 01:00 Min. Verfügbar bis 11.04.2028 WDR Online


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Unsere Quellen:

  • Institut der Deutschen Wirtschaft
  • Nachrichtenagentur dpa

Sendung: WDR Fernsehen, Aktuelle Stunde, 12.04.2026, 18:45 Uhr
Sendung: WDR aktuell, Nachrichten, 12.04.2026, 14:00 Uhr

Kommentare zum Thema

15 Kommentare

  • 15 Waldfee 14.04.2026, 15:24 Uhr

    Wohnen sie mal in köln !Bei 1 verdienst von 2500 Euro ,ledig ,2 kinder ,Miete ,bleibt vom Lohn nicht viel ,die Mwst und die Miete und der sprit ist einfach zu hoch ,selbst Doppelverdiener könnrn sich nur noch schwer dieMiete ,Lebensmittel ,sprit ,und evtl kinder Betrungskosten leisten !

  • 14 Lisa 14.04.2026, 14:33 Uhr

    Und dennoch haben die Menschen in den ländlichen Regionen mehr von der Pendlerpauschale. Ich hätte in der Stadt also gerne einen Mietzuschuss.

    Antworten (1)
    • Waldfee 14.04.2026, 15:12 Uhr

      In köln ist die Miete teuer ,also haben sie nicht unrecht !

  • 13 Verena jung 14.04.2026, 11:45 Uhr

    Mehrwertsteuer für alle senken ! DAS hilft !

    Antworten (1)
    • Brigitta S. 14.04.2026, 14:08 Uhr

      MwSt. senken das hilft alle? In NRW und ganz Deutschland? Die MwSt. ist eine sehr hohe Einnahmequelle für den Staat, zusammen mit der Einkommensteuer macht sie zwei Drittel der Steuereinnahmen aus. Ich glaube eine Senkung allgemein, die wird nicht kommen. In der Regierung /Berlin wird eher diskutiert über ein Prozent Erhöhung der Mehrwertsteuer. Das wären ca.16 Milliarden Euro mehr in die Staatskasse. Wenn man aber länger darüber nachdenkt, kommt man zu der Erkenntnis es gibt Risiken dabei. Kaum einer hätte davon was gewonnen, im Endeffekt für die Wirtschaft und für uns Konsumenten. Weil alles noch teurer werden würde. Nun steht die Regierung unsicher da und diskutiert, sollen wir die Haushaltslöcher stopfen mit Erhöhung der Mehrwertsteuer, was nur ein Tropfen Wasser auf heißen Stein wäre? Oder bleiben wir auf dem Weg, indem wir es bei den 19 % MwSt. belassen?

  • 12 Silke Grobhahn 14.04.2026, 00:51 Uhr

    Flop-Liste: Platz 1 Offenbach, Platz 2 Gelsenkirchen, Platz 3 Duisburg usw. . Schlussfolgerung: Übermäßige Zuwanderung trägt zu Verelendung ganzer Städte bei. Das liegt an Geringqualifizierung, hohe Mieten, hohe Sozialkosten der Städte und deswegen auch hohe Grundsteuer. Die Lebenshaltungskosten steigen. Die Städte verwahrlosen, weil niemand mehr Verantwortung übernehmen will. Die übermäßige Zuwanderung schadet unserer Gesellschaft sehr. Das ist meine Meinung.

  • 11 Nachdenkx 13.04.2026, 16:15 Uhr

    So schafft die Realität den gerechten Ausgleich zur politischen und medialen Wahrnehmung der Wichtigkeiten bei der Wohnortwahl.

  • 10 Cornelius 13.04.2026, 15:23 Uhr

    Zwischen Köln (+9,7%) und Höxter (-8%) zeigt sich dann im Preisniveau, dass sehr ungleiche Lebensverhältnisse bestehen, gerade etwa bei der Grundsicherung, deren Niveau des Realeinkommens somit um 17,7 % geringer in Köln ausfällt. Im Grunde heißt dies: Das Existenzminimum ist in Köln sehr krass geringer als in Höxter.

    Antworten (1)
    • Verena jung 14.04.2026, 11:47 Uhr

      Mws runter ,und Spritpreise senken !Das hilft ,egal wo man lebt !

  • 9 13.04.2026, 15:23 Uhr

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    • 13.04.2026, 18:32 Uhr

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    • 13.04.2026, 21:13 Uhr

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  • 8 Brigitta S. 13.04.2026, 14:28 Uhr

    Am Land sind sie Leute zufriedener, als die Stadtbewohner. Wenn sie in eine Stadt fahren dann merken sie gewaltig den Unterschied zwischen Land und Großstadt. Die Landluft ist viel gesünder, die Ruhe, die Natur und der Zusammenhalt der Menschen macht es aus, zufriedener zu sein. Versorgungskosten sind oft geringer, die Stadt hat sehr hohe Wucherpreise. Essengehen, die Speisekarte am Land erzeugt nicht diese hohen Preisschocks wie die Großstadt. Der Nachteil ist leider, die schlechte Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel, weil man ein Auto unbedingt braucht. Der größte Nachteil ist, wenn Pendler zum Arbeiten in die Stadt fahren müssen zurzeit. Der Verkehr hält sich dafür aber in Grenzen bei den Anwohnern am Land. Wenn Städter in die Natur rausfahren, ja dann bleibt ihr Autogestank für einige Stunden in der Luft hängen, was der Land- Natur jedoch nicht so schadet, wie der große Verkehr in der Stadt. Der Trend , junge Leute ziehen wieder zurück aufs Land, weil die Stadt zu teuer wird.

    Antworten (6)
    • Silke Grobhahn 13.04.2026, 16:30 Uhr

      Die Städte sind insgesamt auch unsicherer als ländliche Gegenden. Die Sozialkontrolle ist höher. Aldi und co. haben überall dieselben Preise. Tankstellen sind auf dem Land sogar schwieriger zu beliefern. Das Hauptaugenmerk liegt an den hohen Mieten und die werden durch die Migration angeheizt. Viele Vermieter nutzen die Situation aus. Die Gebäude vergammeln trotzdem.

    • Johann Moritz 13.04.2026, 17:25 Uhr

      Ich fahre aus der Stadt aufs Land, ins Gewerbegebiet dort, wo sich A4 und A45 Gute Nacht sagen, weil man in der Stadt keine laute und manchmal auch übelriechende Industrie haben will, und auch kein ständiges Kommen und Gehen von LKWs. Leider kann man auch in dieser Richtung nicht den ÖPNV nutzen, denn viele Gewerbegebiete hat man bei der ÖPNV-Streckenplanung schlicht vergessen. Aber den Trend, daß junge Leute wieder aufs Land ziehen, kann ich hier nicht erkennen. Stattdessen haben nur noch wenige einen Führerschein, die verlassen sich voll und ganz auf den ÖPNV, was manchmal fatale Folgen hat, wenn der Zug wieder einmal nicht fährt.

    • Paul S. 13.04.2026, 17:40 Uhr

      @Silke, die Tankstellen sind auf dem Land sogar schwieriger zu beliefern? Das erklären Sie bitte, warum? Aldi und co. haben überall dieselben Preise? Bei Aldi Nord und Aldi Süd gibt es Unterschiede, beim Warenangebot und teilweise beim Preis. Migration gibt es auch auf dem Land, da integriert man sich gegenseitig humaner als in einer Stadt.

    • Silke Grobhahn 14.04.2026, 09:47 Uhr

      @Paul Ja, es stimmt. Durch den Königssteiner-Schlüssel gibt es auch auf dem Land viel Migration. Die Sozialkontrolle ist aber höher. Deswegen klappt die Migration dort besser. Aber, es müssen schon sehr ländliche Gegenden sein. In Kleinstädten wie Troisdorf oder Pulheim gibt es schon viel Gewalt durch ausländische Jugendgruppen. Übrigens - Die schwierige Belieferung der Tankstellen auf dem Land hängt mit den Wasserwegen zusammen. Deshalb haben Tankfahrzeuge längere Wege.

    • Waldfee 14.04.2026, 15:34 Uhr

      Und auf dem Land haben junge Leute 1 langen weg zur Arbeit ,und keine sozialen kontakte !Ob das sinn der sache ist ? 🤔

    • Waldfee 14.04.2026, 15:39 Uhr

      Auf dem Land haben junge Leute wenig SOziale KOntakte ,und 1 weiten Weg zur Arbeit ! Es kann doch nicht sein ,dass die wohnungen so knapp und teuer sind,dass Menschen sich nicht mehr aussuchen können ,wo sie leben wollen !🤔

  • 7 Dortmunder 13.04.2026, 12:16 Uhr

    Der helle Fleck auf der Karte südlich von Münster ist Dortmund, wenig Einkommen, niedrigere Preise. Von der ehemaligen Bedeutung als Einkaufsstadt für das Umland ist nichts mehr übrig. Münster, Düsseldorf und Köln haben trotz hoher Preise noch die überregionale Bedeutung beim Einkauf. Früher sind die Leute aus dem Kreis Unna und Sauerlandkreis zum Einkaufen nach Dortmund gefahren – mit dem Auto. Wenn man heute auf Westen- und Ostenhellweg als Haupteinkaufsstraße schaut ist das zum Heulen. Ziel erreicht, man hat jede Menge Verkehr eingespart. Die übrig gebliebenen Händler müssen von den Dortmundern leben die beim Realeinkommen am unteren Ende angekommen sind. Durch Rückgang der Schwerindustrie ist das gesamte Ruhrgebiet sowieso zum Armenhaus Deutschlands geworden. Die Abwärtsspirale hat man sich als „Strukturwandel“ schöngeredet. Bei uns kommt der Rückgang beim Handel oben drauf.

    Antworten (1)
    • Silke Grobhahn 14.04.2026, 09:36 Uhr

      Meine Verwandtschaft ist aus der Dortmunder Nordstadt geflüchtet. Das Leben war dort nicht mehr auszuhalten. Die Leute wurden beraubt und unbekannte brachen die Wohnung auf. Selbst der Discounter machte dort dicht, weil das Publikum sehr speziell war. Leider kann ich hier nicht deutlicher und wahrhaftiger beschreiben, was dort los ist.

  • 6 RRX-Pendler 13.04.2026, 08:11 Uhr

    Tja dann macht es so wie Ich - Ich arbeite in der reichen Stadt Düsseldorf und wohne im armen Ruhrgebiet.

  • 5 Mäxchen 13.04.2026, 07:59 Uhr

    Wenn juckt es? NRW ist doch jetzt schon eine Kloake und völlig auf dem absteigenden Ast. Siehe Düsselforf.

    Antworten (2)
    • Jap 13.04.2026, 18:34 Uhr

      Ekelhafter Kommentar. Dortmund zum Beispiel wird immer grüner. Und ganz NRW als Kloake zu bezeichnen.....warum wird sowas von der Redaktion durchgewunken?!

    • Dortmunder 14.04.2026, 11:25 Uhr

      @Jap, Dortmund wird immer grüner? Da ist was dran, so kann man Zunahme von Armut, Arbeitslosigkeit und prekäre Beschäftigung auch verkaufen. Vielleicht ist ganz NRW etwas überzogen aber der Strukturwandel ist nicht Wandel sondern der „absteigende Ast“, ganz besonders im Ruhrgebiet. Sicher sieht privilegiertes Wohnen am Dortmunder Phonix-See besser aus als das Stahlwerksareal Phoenix-Ost vorher. Aber da gab es vorher Tausende tarifgebundene Vollzeitstellen vererbt über Generationen. Werden die in der Summe abgelöst durch Arbeitslosigkeit und prekäre Beschäftigung verkommen eben Teile der Stadt. Da habe ich mehr Probleme mit „wird immer grüner“, das ist Zynismus ob gewollt oder nicht. Klimaneutral durch Deindustrialisierung ist kein Grund zum Feiern und bringt dem Planeten gar nichts wenn die Dreckschleudern wie im Beispiel Phoenix ins Ausland nach China verlagert werden.

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