Ein Arzt untersucht die Haut eines Patienten

Kassenleistung: Raucher-Vorsorge ja, aber Hautkrebs-Screening nicht?

Stand:

Krankenkassen brauchen dringend Geld, dafür sollen Leistungen gestrichen werden wie das Hautkrebsscreening. Das erzeugt Unmut, denn gleichzeitig sollen starke Raucher jetzt neu eine Vorsorgeuntersuchung bezahlt bekommen.

Von Oliver ScheelOliver Scheel

Dass die Krankenkassen in den roten Zahlen stecken und dringend Geld brauchen, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Im kommenden Jahr wird mit einem Defizit von 15 Milliarden Euro, bis 2030 sogar mit 40 Milliarden Euro gerechnet.

Damit die Kassenbeiträge nicht explodieren, hat die Bundesregierung eine Expertenkommission beauftragt, Sparmaßnahmen zu benennen. Diese Kommission machte nun 66 Reformvorschläge, von denen nach Vorstellung von Bundes-Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) "über drei Viertel" umgesetzt werden sollen.

Hautkrebs-Screening bald nur noch gegen eigene Bezahlung?

Nina Warken (CDU), Bundesministerin für Gesundheit, nimmt an einer Pressekonferenz teil.

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU)

So steht das Hautkrebsscreening auf der Streichliste, es könnte bald nicht mehr von den Kassen bezahlt werden. Am Screening können seit 2008 gesetzlich Versicherte ab 35 alle zwei Jahre anlasslos teilnehmen, um Hautkrebs frühzeitig zu erkennen und Heilungschancen zu verbessern.

Eine Kassenleistung geht womöglich, eine andere, viel diskutierte, ist schon da: Denn zum 1. April ist eine Lungenkrebs-Früherkennung als neue Kassenleistung geschaffen worden. Aktive und ehemalige starke Raucher im Alter zwischen 50 und 75 Jahren können nun alle 12 Monate mittels Niedrigdosis-Computertomographie (NDCT) auf Veränderungen in der Lunge untersucht werden.

Beides erzeugte einen Aufschrei in der WDR-Community. Mehr als 1.000 Kommentare erreichten uns. Viele davon zielten auf die geplante Abschaffung der Kostenübernahme des Hautkrebs-Screenings:

Unfassbar! Hautkrebs-Screening streichen und für Raucher gebührenfrei Lunge überprüfen lassen. Hautkrebs kann man sich nicht „aussuchen“ - Raucher nehmen die Risiken selbst in Kauf! Userin Scarlett Hildebrand über die sozialen Netzwerke des WDR

Warum aber soll das Hautkrebsscreening aus der Liste der Kassenleistungen fallen? Laut Warkens "Finanzkommission Gesundheit" fehlt ein "Patientennutzen". Daher soll die "anlasslose Ganzkörperuntersuchung" nicht mehr Teil der Kassenleistung sein. Das Einsparpotenzial liege bei rund 240 Millionen Euro pro Jahr. Insgesamt will Warken aber schon im kommenden Jahr fast 20 Milliarden Euro einsparen und im Jahr 2030 bereits rund 43 Milliarden Euro.

Eine der häufigsten Krebsarten - Dermatologen entsetzt

Sind da die 240 Millionen Einsparungen nicht nur ein Tropfen auf den heißen Stein? Der Berufsverband der Deutsche Dermatologen (BVDD) ist über die Sparmaßnahme entsetzt. Hautkrebs sei die häufigste Krebsart in Deutschland, die Fälle hätten sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten gar verdoppelt.

Die häufigsten Krebsarten in Deutschland

Dass Hautkrebs eine der häufigsten Krebsarten in Deutschland ist, ist unbestritten. In Statistiken wie denen vom Robert Koch-Institut werden allerdings andere Erkrankungen wie Brust-, Prostata- oder Lungenkrebs häufiger genannt. Der sehr oft diagnostizierte nicht-melanotische Hautkrebs wird hier allerdings nicht mitgezählt. Er ist auch als heller oder weißer Hautkrebs bekannt. Laut RKI trägt er trotz seiner Häufigkeit nur sehr geringfügig zur Krebssterblichkeit bei und wird in vielen Krebsregistern nicht oder nur unvollständig erfasst. 

"Wer angesichts der stark gestiegenen Hautkrebsinzidenzen das gesetzliche Hautkrebsscreening aussetzen will, spart am falschen Ende. Die Folgekosten zu später Diagnosen werden erheblich sein", sagt BVDD-Präsident Ralph von Kiedrowski. "Bei effektiver Früherkennung wird Hautkrebs in früheren Stadien erkannt und mit weniger Patientenbelastung und Kosten therapiert", heißt es zudem in einer Mail an den WDR.

Nutzen der Haut-Screenings wird bezweifelt

Eine Doktorandin schaut auf ein Monitorbild von Melanom-Zellen (schwarzer Hautkrebs).

Aufklärung von Tumor-Metastasierung

Doch genau das zweifeln Experten an. Es gebe keine Evidenz für einen Nutzen des Screenings. Und Deutschland ist das einzige Land weltweit mit einem anlasslosen Hautkrebs-Screening. Zwar würden Melanome früher entdeckt, doch die Sterblichkeit sei nicht gesunken.

In Studien sei aber die Sterblichkeit durch die Vorsorgeuntersuchung bei Rauchern gesunken. "Lungenkrebs ist die tödlichste Krebserkrankung. Wer Lungenkrebs hat, hat eine sehr schlechte Prognose", sagt Sebastian Sohrab, Lungenfacharzt aus Duisburg im Gespräch mit dem WDR. "Wir suchen die Menschen nach Risiko aus, nicht nach Moral. Die Prävention richtet sich nicht nach Schuld oder Unschuld", erläutert er.

Tief Luft holen! Wie die Lunge gesund bleibt

WDR 2 Frag dich fit – mit Doc Esser und Johanna 17.04.2026 37:02 Min. Verfügbar bis 16.04.2028 WDR 2


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Die Lungen-Screenings hätten einen hohen Nutzen: "Lungenkrebs hat lange Zeit keine Symptome, daher sind die Screenings wichtig. Die Mortalität geht runter, daher machen wir das", so Sohrab, der auch im Dachverband der Pneumologen engagiert ist. Man habe hier eine Hochrisikogruppe ausgewählt. Jährlich erkranken ca. 57.000 Menschen in Deutschland an Lungenkrebs, etwa 45.000 sterben daran.

Symbolbild: Auf einem Röntgenbild ist Lungenkrebs zu erkennen.

Auf einem Röntgenbild ist Lungenkrebs zu erkennen.

Die beste Prävention ist aber immer noch, das Rauchen gar nicht erst anzufangen, bzw. sofort damit aufzuhören: "Da kommen 4.000 Substanzen in deine Lunge, die da nichts zu suchen haben, davon sind etwa 100 nachgewiesenermaßen krebserregend", sagte Heinz-Wilhelm "Doc" Esser in seinem WDR-Podcast. Von der Politik müssten da Anreize kommen, "das ist viel wichtiger", so der Pneumologe.

Da hat die Bundesregierung nun auch reagiert. Die Tabaksteuer soll noch in diesem Jahr angehoben werden. Auch höhere Steuern auf Alkohol und eine Zuckersteuer stehen im Raum - alles im Rahmen der Gesundheitsprävention.

Dass die Milliarden durch die Qualmerei aber auch gut für den Staat sind, belegt folgende Zahl: Im Jahr 2024 nahm der Fiskus rund 15,6 Milliarden Euro durch die Tabaksteuer ein. Wer nun denkt, der Staat freue sich über jeden Raucher, der sollte auch diese Zahl kennen: Die Folgekosten des Rauchens liegen laut der aktuellen Ausgabe des "Tabakatlas des Deutschen Krebsforschungszentrums" derzeit bei 97,24 Milliarden Euro im Jahr!

Gesetzesentwurf für Gesundheitsreform

WDR 17.04.2026 01:51 Min. Verfügbar bis 16.04.2028 WDR Online


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Unsere Quellen

Sendung: WDR Hörfunk, Mittagsecho WDR5, 17.04.2026, 13:00 Uhr

Kommentare zum Thema

50 Kommentare

  • 50 Silke Grobhahn 19.04.2026, 15:08 Uhr

    Auffällig viele Zuwanderer rauchen importierte oder geschmuggelte Kippen. Davon hat der Staat nichts. Dazu kommt das Problem mit der illegalen Zigarettenproduktion in heimlichen Hallen. Dazu kommt noch das Problem mit Cannabis und Wasserpfeife. Das wird noch teuer für uns. Das wird Obama-care Salto rückwärts.

  • 49 Brigitta S. 19.04.2026, 14:35 Uhr

    Die Krankenkasse weiß genau welche Vorsorgeuntersuchung wichtig ist. Hautkrebs kann man sich nicht aussuchen? Er lässt sich oft vermeiden, wenn man die Sonne halbnackt nicht zulange genießt und sich gut eincremt. Im Schatten bekommt die Haut auch eine braune Sommerfarbe, zuhause und im Urlaub. Ich sah schon viele deutsche Touristen in Afrika, total schwarz verbrannt. Sind die nicht selbst schuld? Bei Raucher sieht man es anders? Weiß jeder, dass „die Krankenkasse zum Bsp. einen Scheidenabstrich für Frauen ab 35 Jahren auch nur noch alle drei Jahre zahlt? Der Frauenarzt kann jedoch anraten, ob Abstriche trotzdem sinnvoll sind. Falls es keinen medizinischen Grund für diese Tests gibt, müssen Frauen die Kosten auch selbst tragen. Laut dkfz- Informationsdienst. . Falls Hautkrebsscreening wegfällt, von der KK nicht mehr bezahlt wird, warum regt man sich darüber auf? Weil man jetzt schön wieder auf Raucher losgehen kann? Sind alle anderen Menschen tadellos? Bin kein Raucher!

  • 48 Anonym 19.04.2026, 13:57 Uhr

    Raucher sind für den Staat die nützlichsten Melkkühe. Wer als Jugendlicher mit Rauchen anfängt, entwickelt sich nämlich sehr schnell zum Kettenraucher , kommt dann suchtbedingt nicht mehr davon los , füllt dann mit der dekadenlangen Zahlung der hohen Tabaksteuer die Staatskassen , verliert dadurch ein Vermögen , stirbt dann , früh, regelmäßig mit ca. 63 Jahren den qualvollen Krebstod, so daß der Staat auch keine Rente,Pension im Alter erbringen muß ! Wer will da noch über Raucher schimpfen ?

    Antworten (1)
    • Silke Grobhahn 19.04.2026, 14:17 Uhr

      Haben sie den letzten Satz des Artikels nicht gelesen? Folgekosten durch Raucher: 97,24 Milliarden im Jahr.

  • 47 Silke Grobhahn 19.04.2026, 12:21 Uhr

    50.000 sind wieder im ersten Jahresviertel 2026 über das Asylsystem eingereist. Für Bürgergeldempfänger bekommen Kassen nur 144€. Und unsere Regierung wollte sich klammheimlich ein extra hohr Finanzdusche für Staatssekretäre, Minister, Kanzleramt geben. Und jetzt soll Hautkrebs zur Igelleistung werden? Und die brave Wählerschaft macht alles mit.

    Antworten (1)
    • @silke 19.04.2026, 13:38 Uhr

      Die Deutschen sind nun mal die wahren Masochisten im gesamten Universum , die geradezu danach lechzen, in Lichterketten mit ,Kerzen in den Händen stehend , demonstrierend , sich vom Politestablishment zu weltweiten Melkkühen dressieren zu lassen, zum Vorteil Derjenigen weltweit , die bei ihm nur jammern, dicke Kullertränen ausdrücken und laut schreien ! Das ist nun mal das trostlose Michelschicksal in administrativ wummswummsverdummt - Deutschland ! Dafür nehmen die Deutschen sogar die erhebliche Gesundheitsgefährdung billigend in Kauf . Danke Deutschland ! Hoch lebe die Brandmauer !!! Über Spanien lacht die Sonne und über Kuli-Otto inzwischen die ganze Welt. Was ist los in D ?

  • 46 Tomski 19.04.2026, 12:15 Uhr

    Ich mag das wie die Norweger das machen... Die haben einfach mal ausgerechnet wieviel Kosten die Krankenkassen als Spätfolgen des Rauchens tragen müssen und danach die Tabaksteuer so festgesetzt dass Nichtraucher keine Raucher mehr über ihre Kassenbeiträge subventionieren müssen. Wenn es nun mal Dein Privatvergnüngen ist, dann trag die Kosten dafür auch selbst! Alle Einnahmen aus der Tabaksteuer dort fließen zu 100% in die Krankenkassen. Dann kostet eine Schachtel halt 17€ (Stand 2017, war länger nicht mehr dort). Geht in Deutschland nur leider nicht so einfach weil es im deutschen Steuerrecht ein Zweckbindungsverbot gibt, es muss erstmal alles in einen großen Topf landen und danach kann umverteilt werden.

  • 45 Paul S. 19.04.2026, 11:57 Uhr

    Ich bin Nichtraucher! Raucher im Freien anpöbeln, oder hier im Forum hässlich diskriminieren, werde ich deshalb nicht. Es ist nicht gang und gäbe bei Raucher, dass alle sich daneben benehmen und ihre Kippen fallen lassen. Wegen Dreck am Boden denke ich an viele Nichtraucher die im Freien soviel Schmutz hinterlassen, dass manche Stadt in NRW dreckig wirken. Im Freien kann jeder den Raucher aus dem Weg gehen, die größere Gefahr beim Passivrauchen sind die eigenen vier Wände, da stinkt es gewaltig, wenn man eine Wohnung im Mietshaus beruflich besuchen muss. Ansonsten, bei Vorsorgeuntersuchungen sollte keiner, weder für Raucher noch für Alkoholtrinker sie abstreiten. „Hautkrebs sei die häufigste Krebsart in Deutschland, die Fälle hätten sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten gar verdoppelt sagen Dermatologen. Zitat- Artikel. Weißer Hautkrebs ist selten gefährlich, in den meisten Fällen heilbar. Schwarzer Hautkrebs ist sehr gefährlich, tritt jedoch viel seltener auf. Bitte ehrlich sein!

  • 44 Karina Bergmann 19.04.2026, 10:34 Uhr

    Wenn, dann für alle!

  • 43 Karina Bergmann 19.04.2026, 10:30 Uhr

    Das ist nicht zu verstehen! Da werden die Raucher noch belohnt für ihre ungesunde Lebensweise. "Wozu dann aufhören, wenn das Screening negativ ist, dann wirds auf weiterhin gut gehen und wenn nicht, dann wurde es ja frühzeitig erkannt." Die Krankenkassen sparen wieder mal am falschen Ende.

  • 42 das Brot 19.04.2026, 09:11 Uhr

    In Dland kann jeder für sich entscheiden, was er seinem Körper antut oder nicht. Das ist auch gut so. Nur sollte dann nicht gefordert werden, Leistungen zu erhalten, um Vorsorge in Anspruch zu nehmen oder Heilmaßnahmen zu erhalten. Eigenverantwortung ist hier gefragt. Alle - ausnahmslos - sollten in die GKV einzahlen und es sollte auch nur eine Krankenkasse geben. Damit wäre schon viel geschafft. Oder es wird eine Art PKV für alle geschaffen - Grundversorgung für einen niedrigen Beitrag und wer mehr Leistungen erhalten möchte zahlt mehr. Und wer ein persönliches Risiko hat (Rauchen, Übergewicht etc) zahlt mehr oder die Behandlung aus eigener Tasche. Ich selber bin aufgrund einer genetischen Vorbelastung chronisch krank. Die Behandlungskosten, für die ich mittlerweile privat aufgekommen bin, liegen im fünfstelligen Bereich über 30 Jahre), weil die GKV nicht alles zahlt. Und wer bislang selber keine Beiträge gezahlt hat, sollte max. nur eine Grundleistung erfahren.

  • 41 Hans-Gerd 19.04.2026, 08:26 Uhr

    Ich lese immer was von "Reform". Ausser Streichen von Leistungen und Erhöhung von Beiträgen ändert sich aber Nichts. Reform könnte bedeuten: Nur noch eine GKV, in die Alle (Arbeiter, Angestellte, Selbständige, Beamte, Abgeordnete, Minister und Bundeskanzler) einzahlen. Diese GKV finanziert die Heilung von Kranken und eine angemessene Vorsorge. Sie wird wieder eine Solidargemeinschaft.

  • 40 Simone 19.04.2026, 08:25 Uhr

    Ich finde es total falsch den Rauchern eine Möglichkeit zu geben. Vielleicht sollten Sie von selbst mal überlegen, es zu lassen, um das Risiko zu verringern. Falsche Entscheidung, wie so oft in Deutschland.

  • 39 Matthias 19.04.2026, 07:36 Uhr

    Unglaublich...auf den Zigaretten Packungen steht u.a. Rauchen erzeugt Lungenkrebs.... ich bin seit 42 Jahren als Gärtner tätig und ich schütze mich schon immer, Hautkrebs kann ich nicht beeinflussen und trotzdem wurden Auffälligkeiten bei mir gefunden... und nun soll diese Leistung gestrichen werden...eine Sauerei.....

  • 38 Berta 19.04.2026, 05:29 Uhr

    Vielleicht kann man ja auch Kosten senken, indem man nicht jede neue Hi-Tech Untersuchung oder Medizintechnik zur breiten Anwendung bringt. Oder man übernimmt das dänische Modell. Es ist noch gar nicht so lange her, dass die Krankenkassen mehr Geld eingenommen hatten, als sie brauchten und sie überlegt haben, ob sie Beiträge wieder zurückzahlen. Seit dem driften die gesetzlichen Krankenkassen in die gegenteilige Richtung, mit immer höheren Defiziten. An welcher Stelle ist das System eigentlich gekippt? Da sollte man mal nachforschen.

  • 37 Franziska 1 18.04.2026, 23:03 Uhr

    Die Reihen-Röntgenuntersuchung auf Räder in DE wegen Tuberkulose war vor vielen Jahrzehnten eine gute gesetzliche Maßnahme. So wurde auch Lungenkrebs nebenbei noch erkannt. Heutzutage wäre dieses Röntgen wegen technischer Fortschritte bedeutend schonender. Die Regierung könnte sie wieder auf den Plan setzen, wenn die modernen Geräte nicht so teuer geworden wären. Um gezielter die Kosten für eine Behandlung von Lungenkrebskranke planen zu können, umso eher kann geholfen werden, als ohne genaue Datenbank. Wer nicht raucht und Raucher hier jetzt nieder macht, weiß er/sie ganz genau, dass man selbst als Nichtraucher eine totale gesunde Lunge hat, nur weil sich keine Symptome zeigen? Lungenkrebs wächst nicht von einen Tag auf den anderen Tag, dass er gleich zu Tode führt. Die Früherkennung ist wichtig, generell bei allen Krebsarten. Seid ihr alle hier gefeit gegen Alkohol, Zigaretten, Zucker und Krebs? Jeder hat Anspruch auf Hilfe, wen die Sucht zu stark wurde bei Jung und alt.

  • 36 Gegen raucher 18.04.2026, 22:21 Uhr

    Wer jahrelang mit besten Gewissen qualmt, sollte doch keine Hilfe mehr erwarten. Komische deutsche Politik.

    Antworten (1)
    • Anonym 19.04.2026, 07:13 Uhr

      Vielleicht ist es ja das schlechte Gewissen der Politiker - wegen der Tabaksteuer. Immerhin zahlt ein Raucher über viele Jahre zusätzliche Steuern.

  • 35 Uli Kober 18.04.2026, 19:13 Uhr

    Das ist eine riesengroße Sauerei!!! Wer raucht weiß was er tut und was passieren kann!!

    Antworten (2)
    • Pi 18.04.2026, 20:08 Uhr

      Und wer sich der Sonne aussetzt ohne Sonnenschutz, weiß nicht, was er tut? Wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein. Außerdem, schon mal was von evidenzbasiert gehört? Bitte informieren Sie sich doch mal darüber. Außerdem sind die richtig intensiven Hautkrebsscreenings schon heute nicht kostenfrei. Eine schöne Foto-/Videodokumentation kostet nicht wenig. Wovon reden wir also?

    • Franziska 1 18.04.2026, 23:11 Uhr

      @Ulli Sorry, wo haben Sie die "Speckvolle Sprache" gelernt?

  • 34 gute Lobby-Arbeit 18.04.2026, 18:55 Uhr

    Die Lobbyisten der Tabakindustrie haben gute Arbeit geleistet, zu Lasten der Allgemeinheit. -Rauchen und Alkoholismus ist eine Sucht. - Ich bin für ein absolutes Rauchverbot im öffentlichen Raum und ebenso für ein Alkoholverbot im öffentlichen Raum - Tabak und Alkohol sind so zu versteuern, dass man es sich 3x Mal überlegt, dies zu kaufen. Und Raucher bringt man selbst mit der medizinischen Aussage nicht vom Rauchen weg, wenn sie erfahren, dass ihre Tage gezählt sind. Krankenhausbesuche sind für mich unangenehm, weil die Patienten davor stehen und rauchen. Das ist allerdings auch an anderen Orten so und ist einfach abstoßend und ekelhaft - und dann die unzähligen Zigarettenkippen, die überall herumliegen, obwohl zwei Schritte weiter Aschenbecher sind. Diese Kippen verrotten sehr langsam und sind in hohem Masse umweltschädlich für uns Alle - Die Tabakindustrie sollte diese Vorsorgeuntersuchungen bezahlen und nicht die Allgemeinheit - ES REICHT -

  • 33 Maximilian 18.04.2026, 17:54 Uhr

    Beim Hautkrebs-Screening werden auch andere Erkrankungen entdeckt. Das Screening ist eine Ganzkörper-Beschau. Leider sind nicht alle Menschen aus Schamgefühl dazu bereit. Die Haut, das größte Organ, ist wichtiger Indikator unserer Gesundheit. Selbst wenn nur Fußpilz entdeckt wird, ist doch die Behandlung dermatologisch sinnvoll. Das Screening nicht mehr zu finanzieren, halte ich für einen groben Fehler.

  • 32 Susanne 18.04.2026, 16:43 Uhr

    Es ist alles nur noch ein Witz in Deutschland. Jeder kann rauchen, fressen und sich mit Drogen jeder Art vollschütten. Und dann kommt die Solidargemeinschaft und bezahlt das Magenband, die Raucherinseln, das Lungenscreening, den Drogenentzug und die vielen Besuche beim Psychiater. Wo bleibt die Eigenverantwortung bei den Menschen? Das ist einfach nicht mehr gewollt. Die Bevölkerung soll ja verblödet. Denn nur so kann Politik, weitab von einem mündigen Volk gelingen

    Antworten (3)
    • Spiegel 18.04.2026, 20:16 Uhr

      ... und dann kommt die Solidargemeinschaft der, meinetwegen, Steuerzahler und muss bei Ihnen ebenfalls für etwas aufkommen, was nur Sie allein zu verantworten haben. Nein, kein Whataboutism, sondern Sozialstaat. Auch Sie werden irgendwas von diesem System beanspruchen, was Ihnen in den Augen Ihrer Mitmenschen wegen "Fehlverhaltens" nicht zusteht, oder? Gerne zunächst bei sich selbst anfangen.

    • Franziska 1 18.04.2026, 23:34 Uhr

      @Susanne, ich habe in der Schule gelernt: Menschen essen, Tiere fressen!

    • Maximilian 19.04.2026, 11:11 Uhr

      @Susanne Das sehe ich auch so. Die Bösen kommen aber aus der Werbe- u. Wirtschaftslobby. Zuckerhaltige Produkte werden als gesund verkauft. Alkohol als Geselligkeit oder Sportlichkeit. Rauchen als Coolness. UV in Sonnenstudios als "gesunde" Bräune. Auch die Reiseindustrie warb mit Bräune. Wer kennt nicht die Sonnencreme Delial oder Tiroler Nussöl. Heute Rot morgen Braun, war die fälschliche Folgerung des Urlaubs-Mottos. Die Automobilindustrie verarschte die Leute im Dieselskandal. Die alten Karren fahren auch heute noch. Die feinen Partikel setzen sich besonders tiefgängig in die Lunge. Teilweise kommen sogar Leute aus Osteuropa mit ausgebautem Kat damit in die BRD eingefahren. Wir sollen verblödet werden und dem System der Wirtschaft dienen.

  • 31 Martina K. 18.04.2026, 15:29 Uhr

    Unglaublich! Rauchen tut man bewusst und damit Nicht-Aufhören auch. Und deren Krebsvorsorge bezahlt die Allgemeinheit?? Oder die Vorsorgen der Alkoholkranken?? Mit dem Trinken beginnt man auch bewusst.... Aber Hautkrebsvorsorge, die Sonne bestrahlt uns Alle, soll man selbst tragen. Oder die Krebsvorsorgen der Gynäkologie: nur alle drei ! Jahre werden sie bezahlt... Es sollte eben DOCH nach Schuld und Unschuld gehen!!!

    Antworten (1)
    • Sonnenschutz 18.04.2026, 20:20 Uhr

      kann jeder. Evidenz für die Wirtschaftlichkeit und Wirksamkeit des Hautscreenings ist nicht wirklich vorhanden. Und jetzt?

  • 30 Brigitta S. 18.04.2026, 14:21 Uhr

    Anteil der Beschäftigten mit ausländischer Staatsangehörigkeit lag im Jahr 2024 bei 18,1. Prozent, Ausländer - Beschäftigte steuerten 706 Mrd. zum BIP bei. 90 % aller beschäftigten Geflüchteten gingen 2024 einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach, lt. der IAB Forschung 2025. Die Bürgergeld-Bilanz spricht 2025 von 5,2 Mio. Leistungsempfängern, es waren 2,4 Mio. Ausländer, also knapp 47 Prozent aller Hilfeberechtigten. Die Nationen: Ukraine, Syrien, Afghanistan, ihre Kriegsdramatik brachte Zuwanderer. Soll man Flüchtlinge aus der Ukraine während dem Krieg zurückschicken? Bei Krisen muss man gut überlegen was bleibt wichtig, wo muss man sparen, wenn Krankenkassen in den roten Zahlen stecken und dringend Geld brauchen. Ich bin überzeugt, bei Lebensgefahr eines Patienten wird die Krankenkasse nicht sagen, wir zahlen die Rettungs- Kosten nicht! 240 Millionen evtl. Einsparungen, besser dieses Geld sinnvoll anwenden, als eine weitere Pleite durch die Gießkanne.

    Antworten (1)
    • Anonym 19.04.2026, 14:59 Uhr

      90 Prozent Geflüchtete mit sozialversicherter Arbeit? Das ist nicht so. Gehen wir besser von 40 Prozent aus. Davon sind aber viele Aufstocker. Die Aufstocker und deren Angehörige sind trotz Arbeit im Bürgergeld.

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