Massiver Stromausfall in Berlin | WDR aktuell
02:43 Min.. Verfügbar bis 05.01.2028.
Reul zu Stromausfall: "Wir können nicht überall Polizisten hinstellen"
Stand:
Nach einem Anschlag sind Zehntausende Berliner ohne Strom: Auch in NRW sei die Infrastruktur angreifbar, sagt Innenminister Reul im WDR-Interview.
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Zu den Kommentaren [28]Im Südwesten von Berlin war am Samstagmorgen in weiten Teilen der Strom ausgefallen. In dem Gebiet sind am Montag immer noch rund 30.000 Haushalte und etwa 1.700 Gewerbekunden von der Energieversorgung abgeschnitten. Auslöser des Blackouts war ein offenbar linksextremistischer Anschlag auf Stromkabel.
Auch in NRW sei die Infrastruktur angreifbar, sagt NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Montagmorgen im Interview mit WDR 2.
WDR: Herr Reul, könnte ein Anschlag auf das Stromnetz wie jüngst in Berlin auch bei uns passieren?
Herbert Reul
Herbert Reul: Ja klar. Da muss man ehrlich sein, das sagen wir auch seit Monaten: Wir haben eine Infrastruktur, die angreifbar ist. Wir haben über viele Jahre das Thema auch nicht ernst genommen. Wir haben sogar vor lauter "Transparentitis" alles schön öffentlich gemacht, wo genau welcher Knotenpunkt ist, wo genau welche Stromverbindung ist - alles transparent und öffentlich. Das steht jetzt zur Verfügung für alle, die stören wollen.
WDR: In Berlin hat sich die linksextreme "Vulkan"-Gruppe zu dem Anschlag bekannt. Gibt es Anzeichen, dass die auch bei uns aktiv ist?
Reul: Wir haben auch bei uns im letzten Jahr 13 oder 14 Anschläge gehabt. Wobei man nicht genau weiß, ob das immer Linksextreme waren, ob es geplant war oder es sich einfach um Zerstörungswut handelte. Aber linksextremistische Gruppen waren teilweise beteiligt. Das ist ganz sicher.
Es sind dabei nicht nur geplante, organisisierte Veranstaltungen, sondern - ich sag' das ein bisschen salopp - "Mitmachveranstaltungen". Das heißt, im Netz wird für solche Gedanken geworben. Nach dem Motto: "Mach mit, du kannst dich auch daran beteiligen." Darum ist es ungeheuer schwer, die zu ermitteln.
WDR: Sie haben es angesprochen, wir hatten zum Beispiel einen Brandanschlag auf die Bahnstrecke Düsseldorf-Duisburg. Nun sagen Sie: Wir sind da nicht gut aufgestellt. Was braucht es denn?
Reul: Es braucht zunächst die Erkenntnis, dass es ein Problem gibt. Damit fängt es immer an. Zweitens braucht es einen Rahmen: Wir sind gerade dabei, das KRITIS-Dachgesetz zu verabschieden, das den Schutz kritischer Infrastrukturen stärken soll.
Dann werden die Betreiber alle selber auch Verantwortung übernehmen müssen. Wenn jemand teure Bagger im Hof stehen hat, baut er ja auch eine Videoanlage auf. Und Firmen schützen sich ja auch gegen Angriffe aus dem Netz. So wird man das jetzt auch an solch kritischen Stellen machen müssen.
Aber 100 Prozent Sicherheit wird es nie geben. Das gehört auch zur Wahrheit dazu. Wenn Sie sich allein die Bahnkilometer anschauen: Wir können ja nicht überall einen Polizisten hinstellen.
Das Interview führte Sabine Heinrich.
Für die Online-Version wurde das Gespräch gekürzt und sprachlich bearbeitet.
Unsere Quellen:
- Interview mit Herbert Reul bei WDR 2
Sendung: WDR 2, Das Morgenmagazin, 05.01.2026, 8 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, WDR Aktuell, 05.01.2026, 12.45 Uhr
28 Kommentare
Kommentar 28: Peter Herwig schreibt am 07.01.2026, 08:36 Uhr :
Wie wärs, wenn man doch einmal versuchen würde, nach 15-jährigen Aktivitäten dieser Verbrechergruppe, Ermittlungen zu betreiben?
Kommentar 27: 07.01.2026, 00:20 Uhr :
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Kommentar 26: 07.01.2026, 00:14 Uhr :
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Kommentar 25: Anonym schreibt am 06.01.2026, 19:22 Uhr :
Reul hat recht; wir können nicht überall Polizisten hinstellen. Aber Reul hat genauso Unrecht. Wir können sehr wohl etwas tun. Wir können die linken Extremisten wegsperren. Ein für alle Mal. Denn es ist keine Meinung, es steht fest; die Gefahr kommt von links und links bedeutet Hass. Und zwar seit 1968. Vergessen hat nur ein Organ etwas. Der deutsche Staat ….. durch die Medienlandschaft unterstützt. Es wäre seine Pflicht gewesen, die „Linke“ Reisleine zu ziehen. Es bleibt zu hoffen, dass sich die frühere und aktuelle Politik schnellstmöglich erledigt hat. Das ist längst überfällig.
Antwort von Anonym , geschrieben am 07.01.2026, 08:19 Uhr :
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Kommentar 24: Wolf schreibt am 06.01.2026, 18:51 Uhr :
Das ist wieder eine klare Feststellung Die Gefahr kommt von Links und nicht von Rechts Der Verfassungsschutz sollte lieber die grünen und Linken überwachen
Kommentar 23: Mike Weber schreibt am 06.01.2026, 12:26 Uhr :
Naja ich sage es mal so wir haben Polizisten die keine Sind in Berlin, die vom Objektschutz. Jetzt geben wir dennen eine Bessere Ausstattung ohne das sie dafür betteln müssen. Dann werden sich 100% mehr bewerben, und wir könnten die Infrastruktur überwachen. Und nicht zu vergessen, das wichtigste wir müssten eigentlich erstmal hart gegen die Linken und ihren Extremismus vorgehen, als Abschreckung vor Nachahmung. Und wir sollten vorsichtig sein die Russen dafür verantwortlich zu machen wollen, obwohl es ein bekenner schreiben von der Vulkangruppe gibt. Und ich dachte Berlin sei gut überwacht?! Von wegen... Außerdem sollte sich die Politik aus den Ermittlungen raus halten, um keinen Einfluss ausüben zu können. Ansonsten waren es entweder die rechten oder Russland und die linken machen weiter, weil sie wissen das es auf andere abgeweltzt wird.
Kommentar 22: Anonym schreibt am 06.01.2026, 12:25 Uhr :
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Kommentar 21: Achmed schreibt am 06.01.2026, 07:02 Uhr :
Erschreckend finde ich mehrere Dinge: a) dass es Leute gibt, die diese Anschläge verüben in dem Wissen, dass die "normalen" Bürger die Betroffenen sein werden b) dass es technisch überhaupt möglich ist, solche Anschläge zu verüben c) dass man, um überhaupt objektiv informiert zu sein, Informationsquellen aus dem Ausland nutzen muss d) das Verhalten der zuständigen Politiker
Kommentar 20: Hinte schreibt am 05.01.2026, 21:49 Uhr :
Das Argument das die nicht überall Polizisten hinstellen können kann ich nicht akzeptieren, jede Synagoge wird von der Polizei überwacht und es sind in ganz Deutschland nicht wenige.....
Antwort von Blackout , geschrieben am 05.01.2026, 22:07 Uhr :
Was haben die Synagogen mit der Energieversorgung, der Sicherheit der Infrastruktur und dem Linksextremismus zu tun? 130 Synagogen sind leichter zu überwachen,wie unsere Energieversorgung, obwohl 80 Jahre nach der Shoa in Deutschland zu den Juden bei uns noch keine Normalität eingekehrt ist. Vor 1938 gab es in Deutschland 2800 Synagogen,ihr Vergleich ist nur Hetze, nicht mehr und nicht weniger.
Kommentar 19: Ralf S. schreibt am 05.01.2026, 21:42 Uhr :
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Kommentar 18: Anonym schreibt am 05.01.2026, 19:10 Uhr :
Warum stellt man dann mehrere Polizisten daily rund um die Uhr vor die unbewohnte Wohnung von Olaf Scholz in Hamburg zu Kosten von 10.000.000,- Euro p.A. hin, obwohl er da gar nicht wohnt und warum hat er sie in der krassesten administrariv verschuldeten Wohnungsnot in Hamburg nicht vermietet, wenn er sie nicht nutzt. Üblicherweise muß der Hausherr dann diese Security -Kosten auch selbst tragen . Ich gehe davon aus, daß diese Kosten auch in seiner bewohnten Wohnung in Berlin anfallen.
Antwort von Anonym , geschrieben am 05.01.2026, 22:12 Uhr :
plus Kosten für die persönlichen Bodyguards vom Bundesgrenzschutz und für die 5 persönlichen Mitarbeiter lebenslang ! Da läßt sich wahrlich komfortabel links labern .
Antwort von Blackout , geschrieben am 06.01.2026, 11:14 Uhr :
@Anonym: die Bewachung der Wohnung von Ex-Kanzler Scholz in Hamburg-Altona kostet zwei Millionen Euro p.A. auch viel Geld für eine ungenutzte Wohnung, aber weit entfernt von ihren 10 Mio.€,seinen Erstwohnsitz hat er übrigens in Potsdam, recherchieren,recherchieren.
Antwort von Rentner Otto (71 Jahre) , geschrieben am 06.01.2026, 11:15 Uhr :
Die 5 persönlichen Mitarbeiter von Olaf Scholz ,höchst besoldet nach Gruppen B BesG,eignen sich gut, um seine Einkäufe im KADEWE zu besorgen. Man gönnt sich ja sonst nix im Leben ! Im Links labern sind sie fix; für den Michel tun sie nix !