Ein Apfel liegt zum Verzehr bereit auf einem Teller

Fasten: Wie man es richtig angeht - Fünf Tipps

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Totales Fasten? Besser nicht – über einen längeren Zeitraum kann das sogar lebensgefährlich sein. Wie man richtig fastet.

Heute am Aschermittwoch beginnt die christliche Fastenzeit, und am Abend der islamische Fastenmonat Ramadan. Für viele Grund genug, aus religiösen Motiven zu fasten. Doch viele verzichten auf Nahrung und Genussmittel nicht aus religiösen, sondern aus anderen Gründen. Sie wollen etwa überschüssige Pfunde verlieren, den Körper reinigen oder sich in Selbstdisziplin üben.

Und manche gehen dabei auch radikal vor: Sie nehmen beispielsweise über Tage hinweg nur Wasser zu sich. Sonst nichts. Aus Sicht des Ernährungsmediziners Prof. Johannes Wechsler ist ein solches totales Fasten ohne ärztliche Begleitung "unvertretbar". "Die Folgen einer Nulldiät können Nährstoffmangel, Muskelabbau und Herz-Kreislauf-Probleme sein", sagte Wechsler dem WDR. Über vier bis fünf Wochen hinweg ist ihm zufolge das Risiko groß, dass eine Nulldiät zum Tod führt.

5 Tipps fürs richtige Vorgehen beim Fasten.

  • Tipp 1: Wer plant, ein paar Tage eine Nulldiät zu machen, sollte unbedingt eine Ärztin oder einen Arzt zu Rate ziehen. Das gilt vor allem, wenn man Vorerkrankungen hat und regelmäßig Medikamente einnimmt.
  • Tipp 2: Die Verbraucherzentrale NRW rät zu zwei bis drei Umstellungstagen vor dem Fasten. Also vor dem eigentlichen Fasten nach und nach weniger essen.
  • Tipp 3: Viel trinken ist wichtig, um das Hungergefühl zu stillen. Das kann etwa Wasser, ungesüßter Tee oder auch klare Gemüsebrühe sein.
  • Tipp 4: Spaziergänge an der frischen Luft und viel Bewegung tun gut und lenken vom Hungergefühl ab.
  • Tipp 5: Entspannungsübungen etwa durch Yoga, Meditation oder Pilates helfen Verbraucherschützern zufolge beim Durchhalten.

Fasten: Wie man es richtig angeht - Fünf Tipps

WDR Studios NRW 17.02.2026 02:03 Min. Verfügbar bis 17.02.2028 WDR Online


Drei Fastenmethoden - und was sie bringen

Gesundheitlich verträglicher als das Totalfasten sind nach Angaben der Verbraucherschützer Fastenmethoden, bei denen in einem begrenzten Zeitraum auf Lebensmittel wie etwa tierische Produkte, Zucker oder Alkohol verzichtet wird. Aber auch hier gilt: immer eine Ärztin oder einen Arzt vorher konsultieren.

Heilfasten: Das sogenannte Heilfasten nach dem Arzt Otto Buchinger (1878-1966) zählt zu den bekanntesten Fastenmethoden. Feste Kost ist hierbei tabu. Konsumiert werden lediglich Tee, Wasser, Säfte und Gemüsebrühe. Dadurch nimmt man nicht mehr als etwa 500 Kalorien pro Tag zu sich. Beim Heilfasten kommt es auch durch einen Einlauf oder Abführmittel zu erzwungenen Darmentleerungen. Heilfasten kann laut dem Universitätsklinikum Leipzig durchaus gesund sein und beispielsweise zur Gewichtsreduktion beitragen.

Intervallfasten: Innerhalb von 24 Stunden in einem Zeitraum normal essen, in einem anderen Zeitraum gar nichts zu sich nehmen - das ist Intervallfasten. Beliebt ist etwa die 16:8-Methode. Hierbei isst man in einem Zeitraum von acht Stunden normal und in einem Zeitraum von 16 Stunden nichts. Allerdings: "Eine neue Studie zeigt, dass ein solches zeitbeschränktes Essen bei gleichbleibender Kalorienzufuhr nicht etwa zur Gewichtsreduktion führt", sagt Wechsler.

Detox-Diät (Entgiftungskur): Bei einer Detox-Diät geht es darum, den Körper von vermeintlichen Giftstoffen und "Schlacken" zu befreien. Verzichtet wird auf feste Nahrung, Alkohol, Koffein und Zucker. Stattdessen gibt es Saftkuren oder basenreiche Lebensmittel wie etwa Obst und Gemüse. Es gibt laut Verbraucherschützern allerdings keine wissenschaftlichen Belege für diese Wirkung.

Fasten ist nur ein Anstoß zu einem gesünderen Lebensstil

Und wichtig zu wissen: Langjährige ungünstige Essgewohnheiten lassen sich nicht in einer kurzen Phase des Fastens überwinden. Aber: Fasten kann Verbraucherschützern zufolge ein Anstoß zu einer bewussteren und gesundheitsförderlichen Lebensweise und Ernährungsumstellung sein.

Quellen:

Sendung: WDR.de, Fasten: Wie man es richtig angeht - Fünf Tipps, 18.02.2026, 06:00 Uhr

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