Bundesumweltminister will Verbot von Einweg-Vapes | Aktuelle Stunde
01:54 Min.. Verfügbar bis 29.12.2027.
Explosionsgefahr: Warum Einweg-Vapes verboten werden sollen
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Einweg-Vapes sind extrem beliebt - aber auch gefährlich. Die Bundesregierung denkt deswegen über ein Verbot nach.
Von Andrea Groß
Die Flüssigkeit in Einweg-Vapes ist irgendwann aufgebraucht und die Batterie, die zum Verdampfen der Flüssigkeit eingesetzt wird, kann man auch nicht aufladen. Das Vape wird in der Restmülltonne entsorgt - und das wiederum birgt ein ziemliches Risiko. "Die Dinger sind gefährlich", sagt Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD). Auch deshalb spricht er sich deutlich dafür aus, Einweg-Vapes zu verbieten.
Einweg-Vapes müssen fachgerecht entsorgt werden
"Wenn die in eine Müllanlage kommen, dann können sie explodieren", betont der Bundesumweltminister, "und sie explodieren auch." So ist es tatsächlich passiert, im Mai dieses Jahres in einer Müllsortierungsanlage in Swisttal. Ein Akku war in Brand geraten, wie er auch in einem Einweg-Vape hätte verbaut sein können.
Abgesehen von den gesundheitlichen Gefahren durch das Rauchen von Vapes gefährde die achtlose Entsorgung nicht nur die Angestellten solcher Betriebe, sondern schade auch der Umwelt, so Minister Schneider weiter.
Neue Regelung zur Rücknahme in 2026
Geschäfte, in denen Einweg-Vapes verkauft werden, müssen sie eigentlich nach Gebrauch zurücknehmen. Bisher gilt diese Pflicht aber nur für größere Läden. Ab Mitte 2026 soll sie auch für Tankstellen und Kioske gelten.
Laut dem "Bündnis für Tabakfreien Genuss" (BfTG), einem Lobbyverband der E-Zigaretten-Branche, mangelt es aber schon heute nicht an Rückgabemöglichkeiten für Einweg-E-Zigaretten - sei es im Fachhandel, im allgemeinen Einzelhandel oder über regionale Sammelstellen.
"Die bislang zu niedrigen Rücklaufquoten sind vor allem auf die fehlende Bereitschaft der Konsumenten zur Rückgabe zurückzuführen. Dieses Problem ist nicht exklusiv auf Einweg-E-Zigaretten beschränkt, sondern betrifft Konsumelektronik insgesamt." Dustin Dahlmann, Vorsitzender des Bündnisses für Tabakfreien Genuss
Alternativ kann man die aufgebrauchten Einweg-Vapes natürlich auch zum Recyclinghof bringen und in dafür vorgesehene Behälter werfen - so wie jede andere Batterie auch. Die Bereitschaft zum Recycling nimmt in der Bevölkerung aber grundsätzlich ab. Das hat unter anderem auch das Umweltbundesamt festgestellt.
Auch Verbände fordern Einweg-Vape-Verbot
"Es liegt nahe, dass elektronische Einweg-Zigarretten weiterhin in großer Menge den Weg in die Restmülltonne finden", heißt es vonseiten des Verbands kommunaler Unternehmer (VKU), auch der Stadtwerke-Verband ist davon überzeugt. Beide fordern wie Bundesumweltminister Schneider ebenfalls ein Verbot der Einweg-Vapes.
Das "Bündnis für Tabakfreien Genuss" gibt an, dass der Anteil der Einmal-Vapes ohnehin in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen ist. Mehrweg sei für die Konsumenten nicht nur nachhaltiger, sondern auch kostengünstiger. Rückgabemöglichkeiten gebe es genug - schon jetzt. Was fehle, sei das Bewusstsein der Konsumenten. Das betreffe aber nicht nur Konsumenten von Einmal-Vapes.
Unsere Quellen:
- Nachrichtenagentur dpa
- Bündnis für Tabakfreien Genuss
- Umweltbundesamt
Sendung: WDR 5, Nachrichten, 29.12.2025, 7.30 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Aktuelle Stunde, 29.12.2025, 18.45 Uhr