Zu laut, zu gefährlich, zu dreckig: Ärztepräsident fordert Böllerverbot | WDR Aktuell

02:25 Min. Verfügbar bis 27.12.2027

Verletzungsgefahr: Ärztepräsident fordert Böller-Verbot

Stand:

Ärztepräsident Reinhardt hat kurz vor Silvester ein Böllerverbot wegen Verletzungsgefahr gefordert. Doch wie hoch ist eigentlich die Zahl der Verletzungen durch Böller in der Silvesternacht? Konkrete Angaben gibt es noch wenige.

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hat kurz vor dem Jahreswechsel eindringlich ein Böllerverbot an Silvester gefordert. Sein Argument: Jedes Jahr erlitten zahlreiche Menschen Verletzungen durch explodierende Feuerwerkskörper. Kinder und Jugendliche seien häufig von Knalltraumata betroffen. Hinzu kämen Augenverletzungen und Verbrennungen.

Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer

Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer und Arzt in Bielefeld

"Das sorgt für volle Notaufnahmen in den Kliniken und kostet die gesetzliche Krankenversicherung Millionen", sagte Reinhardt, der als Arzt in Bielefeld arbeitet, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Zudem würden Knallkörper immer wieder Unbeteiligte treffen und als Waffen gegen Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte eingesetzt werden.

"Niemand hat etwas gegen organisierte Feuerwerke an zentralen Plätzen, doch die wilde Böllerei muss untersagt werden." Klaus Reinhardt

Wie hoch war die Zahl der Verletzten durch Böller beim letzten Jahreswechsel?

Laut der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) wurden am 1. Januar 2025 bundesweit 100 Schwerverletzte stationär aufgenommen. 

Bei den Zahlen handele es sich allerdings nur um Daten zu besonders schweren Verletzungen. Die DKG geht davon aus, dass in den Notaufnahmen in der Silvesternacht ein Vielfaches der stationären Fallzahl ambulant versorgt wird. Die Fallzahlen der Notaufnahmen werden aber nicht nach Diagnosen spezifiziert ausgewertet.

Welche feuerwerksbedingten Verletzungen gibt es?

Silvesterrakenten

Neben erlaubten Böllern gibt es auch illegales Feuerwerk.

Neben Handverletzungen durch das Anzünden oder Verbrennungen durch fehlgeleitete Böller, wird häufig auch das sogenannte Knalltrauma als typische Verletzung an Silvester beschrieben - eine Verletzung des Innenohrs zum Beispiel durch explodierende Feuerwerkskörper. Ein Knalltrauma kann auch den dauerhaften Hörverlust zur Folge haben. Aktuelle Zahlen, wie oft es in der Silvesternacht dazu kommt, gibt es allerdings nicht.

Immer wieder zitiert werden hingegen ältere Angaben von HNO-Ärzten. In einer Mitteilung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie (DGHNO-KHC) heißt es: "Geschätzt 8.000 Deutsche erlitten zu Silvester 1999/2000 eine Verletzung des Innenohrs durch explodierende Feuerwerkskörper - das sogenannte "Knalltrauma". Verlässliche aktuelle Daten zur Inzidenz fehlen derzeit."

Dabei hatte die DGHNO-KHC bereits 2021 ein Deutsches Knalltrauma-Register eingeführt und Ärzte gebeten, Fälle dort zu melden.

Wer gehört zu den Verletzten?

"Zwei Drittel der gemeldeten Verletzten sind Zuschauer und keine Akteure", so Veronika Flockerzi, HNO-Ärztin am Universitätsklinikum Homburg, die das Deutsche Knalltrauma-Register 2021 ins Leben gerufen hat.

Die Verletzten waren beim letzten Jahreswechsel 2024/2025 laut DKG zu über 80 Prozent männlich. 68 Prozent der Schwerverletzten waren zwischen 16 und 59 Jahre alt. Aber auch einige schwerverletzte Kinder brauchten eine stationäre Behandlung.

Warum gibt es immer wieder Unfälle mit Pyrotechnik?

Dazu hat der Bundesverband für Pyrotechnik und Kunstfeuerwerk (bvpk) gleich zwei Gründe ausgemacht:

Schwere Unfälle mit Pyrotechnik ereigneten sich "praktisch ausschließlich durch illegales Feuerwerk", erklärt Bundesgeschäftsführer Christoph Kröpl. "So ist es etwa nicht möglich, sich mit einem legalen Silvesterböller eine Hand zu zerstören oder gar Gliedmaßen abzutrennen", sagte Kröpl. Allerdings sei der Zugang zu illegalen und hochgefährlichen Knallkörpern "so leicht wie nie zuvor". Hier müsse die "Politik ansetzen und für den Vollzug der bestehenden Gesetze sorgen".

Notaufnahmen seien an Silvester "nicht wegen Feuerwerkskörpern voll", so Kröpl weiter. Nach Studien seien diese "zum Jahreswechsel insbesondere wegen des bundesweit intensiven Alkoholkonsums überfüllt". Kröpl verwies auch auf eine Studie der Magdeburger Universitätsmedizin vom November 2025. Sie habe belegt, dass die Feuerwerksverbote während der Corona-Zeit keinerlei messbare Entlastung der Notaufnahmen bewirkt hätten.

Welche Feuerwerk-Regeln gelten in Deutschland und den Nachbarländern?

Erlaubt sind in Deutschland nur Feuerwerkskörper der Kategorie F1 und F2.

  • Kategorie F1: Kleinstfeuerwerk wie Knallerbsen, Tischfeuerwerk oder Wunderkerzen darf ab 12 Jahren gekauft werden - das ganze Jahr über.
  • Kategorie F2: Kleinfeuerwerk, wie i. d. R. das klassische Silvesterfeuerwerk, ist ausschließlich zur Verwendung im Freien vorgesehen und man muss volljährig sein. Außerhalb von Silvester/Neujahr wird eine Ausnahmegenehmigung benötigt.
  • Kategorie F3: Mittelfeuerwerk darf nur von Personen verwendet werden, die im Besitz einer Erlaubnis nach Sprengstoffgesetz sind. Auch hier ist das Mindestalter 18 Jahre.
  • Kategorie F4: Großfeuerwerk wie Kugelbomben darf ebenfalls nur mit Erlaubnis und ab 21 Jahren gezündet werden.

Wie aber sieht es in den angrenzenden Ländern aus?

In den Niederlanden darf Feuerwerk nur am 31. Dezember von 18:00 Uhr bis 1. Januar 02:00 Uhr gezündet werden. Mehrere Raketen- und Knallkörperarten sind landesweit verboten. Viele Gemeinden haben Feuerwerksverbotszonen oder vollständige Verbote, auch an Silvester. Ab kommendem Jahr ist Böllern in den Niederlanden verboten.

Aufgeweichte Feuerwerkskörper auf der Straße

Reste eines Feuerwerks

In Belgien gibt keine landesweite Silvester-Erlaubnis. Ob Feuerwerk erlaubt ist, entscheidet in der Regel die jeweilige Gemeinde. Wo Feuerwerk verboten ist, sind alle privaten Feuerwerksarten untersagt. Entscheidend sind lokale Regeln. In der Region Brüssel-Hauptstadt gilt ein umfassendes Feuerwerksverbot, auch auf Privatgrundstücken.

In Österreich ist Feuerwerk der Kategorie F2 im Ortsgebiet grundsätzlich verboten, auch an Silvester. Ausnahmen sind nur per Bürgermeister-Verordnung möglich. Feuerwerk der Kategorien F3 und F4 ist nur mit spezieller Berechtigung erlaubt; sensible Orte sind immer tabu.

In Dänemark sind zahlreiche Produkte verboten, darunter Böller mit überwiegend explosiver Wirkung, Mini-Raketen, Bodenläufer, Feuerwerk mit Reibzündung sowie handgehaltenes Feuerwerk (Ausnahme: Wunderkerzen und Bengalfeuer). Gemeinden können zusätzliche Verbote, Zonen oder Abstandsregeln festlegen und bestimmte Teilgebiete freigeben oder weiter einschränken.

Unsere Quellen:

Sendung: WDR Fernsehen, WDR aktuell, 27.12.2025, 16:00 Uhr

Kommentare zum Thema

36 Kommentare

  • 36 29.12.2025, 14:58 Uhr

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  • 35 Franziska 1 29.12.2025, 13:46 Uhr

    Feuerwerk gehört zu unserer Kultur, mit seinen Folgeschäden wie Brände , Verletzte und Tote, steht als Kommentar im Netz. Bekloppt diese Ansicht. „ Der Bundesverband für Pyrotechnik, Kunstfeuerwerk wies am 7. Dezember 2025 hin, dass Feuerwerk zum Jahreswechsel ein wichtiger Bestandteil des Jahreswechsels bleibt, wer privates Feuerwerk pauschal untersagt, nimmt vielen Menschen einen wichtigen kulturellen und künstlerischen Ausdruck und treibt unnötig einen Keil in die Gesellschaft". Zitat Ch. Kröpl Geschäftsführer. Stört es ihn nicht dass Kinder am Neujahrstag nach Blindgängern suchen, wo mancher Böllerplatz wie ein Minenfeld ausschaut? Ist diese Suche gesund und eine annehmbare Fortsetzungs- Kultur für Kinder? Wer nicht mit böllert wäre somit eine Kultur-Banause? Der Gestank, Feinstaub, Mikroplastik, der Müll danach, der noch mit Giftstoffen versetzt ist bei illegalen Waren, ist für viele ein wichtiger kultureller und künstlerischer Ausdruck? Was ist da wichtig?

  • 34 29.12.2025, 13:03 Uhr

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  • 33 Arzt aus NRW 29.12.2025, 08:41 Uhr

    Wenn man Menschenleben schützen möchte, wäre eine deutlich mehr an Prävention und Gesundheitsförderung orientierte Gesundheits- und Krankenversorgung sinnvoller. Da ist viel Luft nach oben. Genauso wären die Besteuerungen von Alkohol und Nikotinprodukten (Zigaretten, E-Zigaretten) zu überdenken, nämlich im Sinne einer deutlichen Verteuerung. Auch ist Deutschland beim Thema Zuckersteuer weit zurück. Denn da scheut man sich der Industrie neue Regeln vorzulegen. Auch das generelle Tempolimit (120km/h) auf der Autobahn, was positive Effekte für die Umwelt, weniger Staus und weniger Verletzte/Tote zur Folge haben würde, auch das ist in Deutschland (bedingt durch den Lobbyismus) ein Tabu. Gut, das Böllern ist schon lästig, auch sehr schlecht für die Umwelt, die Tiere bekommen Stress, aber punktuell ist der Gesundheitsschäden durch Unfälle gering.

    Antworten (2)
    • Stefanie 29.12.2025, 09:50 Uhr

      Sie haben eine Menge gute Ideen, aber warum ein Entweder-oder? Wenn jemandem ein Auge oder eine Hand fehlt, findet er den Gesundheitsschaden sicher nicht gering. Glauben Sie, dass Sie für Ihre anderen Ideen mehr Zustimmung erhalten, wenn Sie sie in diesem Zusammenhang äußern? Oder möchten Sie nur das hier behandelte Anliegen abschwächen?

    • Brigitta S. 29.12.2025, 11:43 Uhr

      @Arzt aus NRW, Sie haben die Psyche der unterschiedlichen Gemüter der Menschen vergessen, was ihnen im Leben große Probleme erzeugt. Designierte Probleme bei höhere Preise, die machen die Menschen nicht gesünder. Deutliche Verteuerung bringen nur der Staatskasse mehr Gewinn. Die Wirtschaft war bei Angebote schon immer stärker als der Konsument beim Verzicht. "Punktuell ist der Gesundheitsschaden durch Unfälle gering"? Zitat. Dann machen Sie Mal beim Rettungsdienst mit für alle Bereiche was sich an Unfällen tut. Beim Tempolimit (120km/h) auf der Autobahn, würde ich auf 130km/h setzen. Ärzte haben große Wünsche für ihre Patienten, verzichtet ein Arzt auf alles was der Markt an Schädigendes anbietet? Zum Bsp. bieten sie moralisch einen Raucherentwöhnungskurs an, selbst sieht man sie rauchen? Bei Kliniken und als Reha- Arzt! Nur der eigene eiserne Verzicht- Wille steht für jeden für die Gesundheit. Da wäre viel Luft nach oben, auch von Ärzten und Politiker. Wer macht den Anfang 2026?

  • 32 29.12.2025, 08:33 Uhr

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  • 31 29.12.2025, 07:44 Uhr

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  • 30 29.12.2025, 00:51 Uhr

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  • 29 Franziska 1 28.12.2025, 23:06 Uhr

    Am 1. Dezember hat Tschechien den Verkauf von Feuerwerkkörper Kategorie 2,3,4 an Märkten und bei den Asiaten-Märkten nah der Grenze verboten. Es darf nur noch die kleinsten Feuerwerke usw. verkauft werden. Gottseidank, Mal ein Schritt zum Verbot, was auch auf offener Straße etwas weg von der Grenze kontrolliert wird. Vielleicht hilft es heuer, dass weniger passiert! Auch Kugelbomben wurden schon entdeckt vom Zoll. Es tut sich etwas und ich hoffe, dass einige Käufer umsonst die Tour zu Tschechien machten, wenn sie sich vorher nicht informierten. Es klingt nach Schadenfreude? Nein, es geht um Schutz für sich selbst und für Andere.

  • 28 Hans Dampf 28.12.2025, 22:17 Uhr

    Frei nach Tina York (1975): "Ein bißchen Schinderassassa und Bums-Faldera - Gehörte doch schon allezeit zum Leben - Wir lassen uns das Böllern nicht verbieten - Das Böllern nicht und auch die Fröhlichkeit.".

  • 27 Christoph Pohl 28.12.2025, 20:50 Uhr

    Ich bin für ein Verbot, dieses Geld was sinnlos verballert wird kann man anders einsetzten. Ganz zu schweigen von den Unfällen die dadurch passieren ,weil die Leute dann noch besoffen sind. In anderen Ländern gibt es auch nur ein öffentliches Show Feuerwerk und sonst nix. Der Umwelt würde es auch guttun wenn es Verboten würde, und keine Tiere würden leiden.

  • 26 Horst 28.12.2025, 20:29 Uhr

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  • 25 Pretty_Horse 28.12.2025, 19:22 Uhr

    Und wieder ein Verbot, würde zu Deutschland passen. Verbieten, Regulieren, Vorschreiben. Wo bleibt der mündige Bürger? Wegen einiger, weniger Idioten die sich ihre Knaller selber bauen oder illegal beschaffen, oder damit Krieg spielen. Die meisten Böllerfans sind diszipliniert und verantwortungsvoll. Es wäre schade um diesevtolle Tradition.

    Antworten (4)
    • @Pretty_Horse 28.12.2025, 20:02 Uhr

      Zustimmung. Aber die Dauerempörten leben eben von der dauernden Empörung über die unbelehrbaren Nichtempörten. Es wird daher irgendwann wohl auf einen Silvester-Lockdown hinauslaufen. Noch besser, wäre ein Total-Lockdown. Dann könnten die Dauerempörten sich nur noch über sich selbst empören und die Nichtempörten hätten wenigstens ihre Ruhe.

    • Sara 28.12.2025, 20:44 Uhr

      Wer kennt's nicht. Die Tradition Sprengstoff in die Luft zu jagen...

    • Schon wieder! 28.12.2025, 22:06 Uhr

      @ Pretty_Horse: was für eine Tradition? Für eine Böllerei die in ca. 15 Min. vorbei sein sollte!! 197 Mio. € , die Gesamtkosten bedeuteten höher sind, Feuerwehr, Polizei,RTW, Notaufnahmen, Ärzte, Krankenhausaufenthalt, Verstümmelungen auf Lebzeiten, Tote nicht ausgeschlossen, gesundheitlicher Feinstaub (PM10)was die Luftqualität stark beeinträchtig und die Werte um das 100 fache im Jahresdurchschnitt erhöht, dann die Beeinträchtigung von Menschen und Tieren, auf diese Tradition kann und sollte man verzichten, es gibt heute andere Möglichkeiten.

    • Stefanie 29.12.2025, 05:31 Uhr

      Mag sein, dass die meisten Böllerfans verantwortungsvoll sind. Aber meiner Erfahrung nach gibt es nicht nur einige wenige Idioten, wie Sie sie nennen, sondern zu viele. Und was diese anrichten, ist eben nicht tragbar. Ich könnte damit leben, wenn die Zeiten 31.12. und 01.01. eingehalten würden. Aber hier haben wir ca. 2 Wochen lang fast rund um die Uhr den Lärm. Es wurde schon mehrfach tagsüber im Wohngebiet auf mich und meinen Hund mit Feuerwerkskörpern gezielt. Ich habe Überreste (eine Menge Müll) im Naturschutzgebiet gefunden. Ich kann hören, dass Feuerwerk hier in der Umgebung mitten in der Natur abgebrannt wird. Verbotszonen helfen da nicht. Hinzu kommen die Nachrichten, was Leute in den Innenstädten so tun. Und wie wäre es mit Wertschätzung und Solidarität gegenüber den Einsatzkräften und Ärzten?

  • 24 Geböller ist zu nichts 28.12.2025, 18:22 Uhr

    gut und richtet jedes Jahr Schäden in Milliardenhöhe an.

  • 23 Anonym 28.12.2025, 16:54 Uhr

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  • 22 Wendsche 28.12.2025, 16:27 Uhr

    Immer gleich Verbote? Es gibt soviel möglichkeiten aber was verlangt man von Menschen die nicht nachdenken und nur Verbote im Kopf haben. Ich würde alles Verbieten ? dann sind wir vom Selbstbestimmen weg und Spielen Sozialismus

    Antworten (3)
    • Brigitta S. 28.12.2025, 16:54 Uhr

      @Wendsche, doch es gibt Menschen die nachdenken. Lesen Sie doch Kommentare die vor Ihnen geschrieben wurden.

    • Frank Miller 28.12.2025, 17:36 Uhr

      Tja, leider ist es ja so, daß man manchen Menschen etwas verbieten muss, weil sie eben NICHT nachdenken.

    • Schon wieder! 28.12.2025, 18:03 Uhr

      @Wendsche: Selbstbestimmung Art. 2 Abs. 1 GG (Auszug), Selbstbestimmung heißt aber nicht, dass man ohne Rücksicht auf andere handeln darf. Deswegen steht im Grundgesetz auch, dass die Freiheit dort endet, wo sie die Rechte anderer verletzt oder gegen die Vorschriften unserer Verfassung verstößt. Außerdem ist Freiheit immer auch mit Verantwortung verbunden. Ein Erwachsener ist für die Folgen seines Handelns verantwortlich, bei Kindern und Jugendlichen gilt das mit Einschränkungen.Wenn Böllern verboten werden "sollte" haben sie noch nicht ihre Selbstbestimmung verloren und würden Sozialismus spielen, auch Selbstbestimmung erfordert Rücksicht, Toleranz,Verantwortung und Empathie gegenüber anderen, sonst hätte die Selbstbestimmung keinen Wert.

  • 21 Franziska 1 28.12.2025, 13:43 Uhr

    Ein privates Feuerwerk gehört verboten, weil Laien-Spaß ausgeführt wird was schlimme Nebenwirkungen erzeugt. Die Vernunft prallt bei vielen Feuerwerk-Genießer auf taube Ohren. Beim Böllern, wer zahlt die Rechnung der Verletzten, ein Schmerzensgeld für die Trauer - Seele für Tote, deren Familie? Wir alle zahlen für den Spaß, wenn einer unaufmerksam böllert. Ja, ich schimpfe, viele Leute vertreten aber meine Meinung. Ich würde als Bürgermeister einer Stadt, auf dem Land vorschlagen: „Wir Kommunen und Gemeinden richten ein Feuerwerk- Fond ein, wo Feuerwerk- Geld eingezahlt werden kann, was sie sonst privat für ein Feuerwerk gezahlt hätten und mit dem Beträgen machen wir ein „Feuerwerk mit Professionellen“. Umso mehr Geld eingeht umso größer das Feuerwerk für die Bürger. Wer die Idee belächelt ist mir egal, es muss Mal eine Lösung geben, dass alle zusammen zufrieden sind an Silvester, ohne sich buchstäblich wegen Silvester die Haare abzubrennen, bzw. ausreißen wegen Feuerwerk- Spaß.

    Antworten (1)
    • Brigitta S. 28.12.2025, 16:49 Uhr

      Der Vorschlag könnte gut angenommen werden, ich sehe jedoch schon Einwände kommen. Leute zum eigenen Spaß fordern meistens sehr viel vom Staat, kritisieren viele Verbote und wenn sie Geld spenden sollen für ein allgemeines Feuerwerk, auch wenn sie was selber davon haben, da denke ich hört leider bei ihnen der Feuerwerk-Spaß auf. So ein Feuerwerk-Fond benötigt keine große Verwaltung. Ein Kommune/ Gemeinde- Feuerwerk- Konto eröffnen, für Silvester planen an welcher Stelle bei kleinen Orten. Bei einer Großstadt sie auf mehrere Ortsteile verteilen. Die Feuerwerk-Leute buchen. Vielleicht machen es manche sogar ehrenamtlich am Land, sie halten oft mehr zusammen als in der Großstadt.

  • 20 Kerstin 28.12.2025, 12:52 Uhr

    Zeigen Sie endlich dass Ihnen Natur, Wildtiere und Tiere und Menschen etwas wert sind. Schluss mit dem geböllere.

  • 19 Brianna Harer 28.12.2025, 12:50 Uhr

    Hoffentlich hört dieser Irrsinn endlich auf. Drei Tage vor Silvester fängt alles wieder an zu wettern, wir fordern Böllrrverbot. Anstatt schon seit dem letzten Jahr dran zu arbeiten, ziehen unsere Regierung und die Vertreter sich wieder Day Schneckenhaus zurück und machen Vogel Strauss Politik. Zeigt endlich mal dass ihr das Volk ernst nehmt und seine Begehren und stärkt nicht die Böllerbefürworter plus die dazu gehörigen Geschäftsmodelle. Ich bin diesen ewigen Hickhack so satt.

  • 18 Joachim 28.12.2025, 12:50 Uhr

    Oje…Oje…jetzt würde man den Menschen ihren alljährlichen „Spass“ verbieten. Eine Katastrophe….wie sollen diese „Böller“ liebenden Menschen dann weiterleben und was macht man nun mit dem ganzen Geld, das völlig umsonst dafür gespart wurde….Oje….Oje

  • 17 Runhild H. 28.12.2025, 12:20 Uhr

    Von meinem Fenster aus kann ich auf einen Parkplatz sehen, auf dem sich nachts Leute treffen, die üben, Feuerwerksraketen waagerecht abzuschießen. Sie üben also ganz gezielt, auf Menschen zu schießen, um sie zu verletzen. Der sinnfreie Lärm, der durch die Böllerei entsteht, ist in meiner Umgebung nicht auf den 31. Dezember beschränkt. Wir Anwohner müssen ihn hier etwa von Anfang Dezember bis meist Anfang Februar ertragen. Jede Freiheit muss auch Grenzen haben. Deshalb bin ich sehr für ein Verbot vom Privatfeuerwerk. Menschen können auch Spaß haben, wenn nicht ständig irgendetwas brummt, knallt oder knattert.

    Antworten (1)
    • Schon wieder! 28.12.2025, 15:14 Uhr

      Vielleicht übt da auch schon die neue HSchDiv der Bw. fällt beim Russen nicht so auf, weil jetzt in Deutschland soviel KNALLER am knallen sind, obwohl das erst zum Jahreswechsel passieren soll, sorry die Rauchschwaden von Böllern haben mich irritiert, hab die Balkontür auf, nein, alles ein Scherz, bleiben sie gesund, "vielleicht" was man nicht glauben kann, ist es das letzte Mal, ein Fest für die gesamten Pyrotechniker, da werden auch Kollateralschäden gerne in Kauf genommen oder ausgeblendet.

  • 16 Brigitta S. 28.12.2025, 11:51 Uhr

    WDR - Artikel vom 24.12.2025, 07:28 Uhr, Kreis Heinsberg"Unbekannter steckt Kindern brennende Böller in Jacke. Ein 12-Jähriger wurde durch einen explodierenden Böller verletzt, den ihm ein Unbekannter in die Jacke geschoben hatte". Zitat. Gibt das keinen zu denken, der seine geliebten Böller an Silvester verteidigt? Wie man am 24.Dezember schon zu Böller kommt, da braucht man nicht fragen. Können Kinder schon Böller kaufen in Deutschland? Ich bin überzeugt, für diesen Einkauf wurde das Kinderalter nicht runtergesetzt von der Politik. Kinder fahren nicht nach Polen oder Tschechien. Ich vermute, da lag schon einiges gefährliches, auf Vorrat im Keller der Eltern.

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