Straßenwärter in orangener Kleidung stehen in einer Halle vor einem Monitor und zwei Schulungsleitern für Arbeitssicherheit.

Wenn jede Sekunde im Job zählt: Sicherheitstraining für Straßenwärter

Unterwegs

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Matthias Forstmann ist Straßenwärter. Damit er die täglichen Gefahren in seinem Job besser und schneller erkennen kann, absolviert er ein Sicherheitstraining. Eine Übung für den Ernstfall.

Von Vivienne Zahel, (Text) und Kirsten Lorek (Multimedia)

Mit über 130 Kilometern pro Stunde rasen die Autos über die Autobahn. Auf der rechten Spur setzt der Fahrer eines auffällig orangefarbenen Lkw den rechten Blinker und verlangsamt das Tempo. Straßenwärter Matthias Forstmann sitzt am Steuer. Er möchte sein Fahrzeug für Arbeiten auf dem Standstreifen parken. Genau so könnte es in Wirklichkeit sein. Doch Forstmann absolviert gerade ein Sicherheitstraining.

Der Beruf des Straßenwärters ist ein dreijähriger Ausbildungsberuf. Zu den Aufgaben zählen die Instandhaltung und Gewährleistung der Verkehrssicherheit. Daher kontrollieren und warten Straßenwärter Fahrbahnen, reinigen Parkplätze, führen den Winterdienst durch und kümmern sich um die Grünpflege an Autobahnen. Als Fachkräfte arbeiten sie vor allem bei Straßen- und Autobahnmeistereien oder kommunalen Bauhöfen.

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Auf dem Monitor im Schulungsraum laufen die Bilder der stark befahrenen Autobahn weiter. Forstmann sieht die Simulation im Seitenspiegel. Für ihn heißt es jetzt, im richtigen Moment aus der Fahrerkabine auszusteigen. Eine falsche Entscheidung kann ihn das Leben kosten. Die Schulungsleiter beobachten seinen Ausstieg genau.

Lkw-Leitplanken als Hindernis

Der richtige Ausstieg ist nicht die einzige praktische Übung. Da es an Autobahnen auch Leitplanken gibt, müssen die rund 20 Schulungsteilnehmer als nächstes nacheinander darüber klettern. Kraftvoll abgesprungen und mit einer Hand abgestützt, schafft es Forstmann über das Hindernis - ganz ohne Straucheln oder Stürzen. Um das Unfallrisiko möglichst gering zu halten, werden die Straßenwärter regelmäßig geschult. Vorsicht ist wichtig, auch um für die Sicherheit anderer sorgen zu können.

Nach einem Tag hat Forstmann es geschafft. Er hat das Sicherheitstraining erfolgreich absolviert und ist für künftige Gefahrensituationen besser gewappnet. Kommendes Jahr muss er aber wieder zum Sicherheitstraining. Denn nichts ist so gefährlich wie die Routine in diesem Job.

Über dieses Thema haben wir auch am 20.05.2025 im WDR Fernsehen berichtet: Lokalzeit Münsterland, 19.30 Uhr.