Auszeit im Bergischen: Stand-up-Paddling auf der Aggertalsperre
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Egal ob mit dem Stand-up-Paddle auf dem Wasser oder zu Fuß rund ums Ufer herum. Hier gibt es die volle Portion Erholung direkt in der Nähe. Warum die Aggertalsperre im Bergischen ein echtes Freizeit-Paradies ist.
Von Manuela Klein
Es regnet in Strömen. Lea-Marina Filler kann das aber nicht die Laune verderben: Lachend singt sie "Wir lieben den Regen!". Dazu reckt sie ihr Paddel über ihren Kopf und wippt auf ihrem Stand-up-Paddling-Board auf und ab. Das Wasser schwappt klatschend über ihr Board. Die 30-Jährige wollte unbedingt eine Runde auf der Aggertalsperre paddeln, ob es nun regnet oder nicht.
So schön ist es an der Aggertalsperre
00:18 Min.. Verfügbar bis 18.09.2027.
Das Bergische Land gilt mit seinen 12 Talsperren als talsperrenreichste Region Europas. Die Aggertalsperre fasst rund 19,3 Millionen Kubikmeter Wasser und dient vorrangig dem Hochwasserschutz und der Stromerzeugung. Seit den 1920er Jahren wird die Agger hier auf 284 Meter über Normalnull aufgestaut - und bietet damit auch viele Freizeitmöglichkeiten. Tretboote, Kanadier, Kajaks und eben auch Stand-up-Paddles werden direkt am See verliehen.
Als Leiterin einer Jugendgruppe verbringt Lea-Marina Filler eine Woche lang direkt an der Aggertalsperre, auf dem Zeltplatz in Bergneustadt. Eigentlich kommt sie aus der Nähe von Dortmund, doch ihre Schwiegereltern wohnen um die Ecke und sie liebt die Region: "Die Aggertalsperre ist viel größer, als man denkt. Man kann ganz entlegene Strände und Ecken finden. Und das Wasser ist traumhaft, man kann bis auf den Grund sehen. Ein bisschen wie in Kanada."
Lea-Marina Filler trotzt dem Regen
Filler ist nicht die einzige, die trotz Regenwetter aufs Wasser will: Auch Corinna Höring und Imke Imhorst haben sich am Strand der Talsperre verabredet. Auch wenn man dort nicht zeltet, kann man den langen, weißen Sandstrand besuchen. Jedes Jahr werden hier vom Verein für soziale Dienste in Bergneustadt, der den Jugendzeltplatz betreibt, rund 50 Tonnen frischer Sand aufgeschüttet. Neu angeschafft wurden auch zwei knallrote Stand-up-Paddling-Boards.
Camping, Wandern oder Stand-up-Paddling
Mit den nagelneuen Boards wollen Höring und Imhorst auf das Wasser. Beide lieben ihre bergische Heimat. So oft wie möglich, sind sie an dem Stausee unterwegs. Ob beim Wandern auf dem 12 Kilometer langen "Energieweg" rund um die Aggertalsperre, beim Radfahren oder aber, wie heute, auf dem Wasser. Und zwar egal bei welchem Wetter findet Höring: "Wenn ich hier bin, scheint immer die Sonne. Ich freue mich, hier in Ruhe entlangzufahren, einfach abschalten, genießen, den Arbeitsalltag hinter mir lassen."
Warum sich eine Tour über die Aggertalsperre für Corinna Höring und Imke Imhorst lohnt
00:22 Min.. Verfügbar bis 18.09.2027.
Vom Wasser aus kann man auch gut die tierischen Bewohner der Region beobachten. Neben Fillers Board springt ein Fisch aus dem Wasser, am Ufer genießen kanadische Wildgänse die Sonne, die gerade durch die Wolken gebrochen ist. Für Imke Imhorst ist die Aggertalsperre ein Traumziel direkt vor der Haustür: "Das ist wunderschön. Auch, weil es drumherum so grün ist. Man hat die saftige Natur drumherum, man hat sehr viel Wasser, kleine Flüsschen und in der Region viele Talsperren, in denen man schwimmen oder paddeln kann."
Nach einer Stunde auf dem Wasser kehren die Drei wieder zurück zum Strand. Und sind von ihrem Kurzurlaub auf dem Wasser sichtlich erholt, obwohl genau in dem Moment wieder der Regen einsetzt. Perfektes Timing, findet Imhorst: "Wir hatten eine tolle Stunde auf dem Wasser. Jetzt kann es von mir aus weiterregnen."
Der Regen kann nicht die gute Stimmung auf dem Zeltplatz drücken
Höring ergänzt: "Das hat super Spaß gemacht. Das Wetter hat schön runtergekühlt, wir haben die Seele baumeln lassen, perfekt für einen Start in den Tag." Filler legt lachend und singend am Strand an, als sie in dem Moment ein echter Wolkenbruch erfasst. "Ich liebe den Regen, das braucht die Natur. Das Wichtigste ist doch der Spaß, dann schafft man alles."
Über dieses Thema haben wir auch am 22.07.2025 im WDR-Fernsehen berichtet: Lokalzeit aus Köln, 19.30 Uhr.