Stevie Wonder: Ein Leben voller Musik

Sänger, Songwriter, Multiinstrumentalist – Stevie Wonder hat es bis weit nach oben in der Musikwelt geschafft. Und seine Bedeutung ragt weit über das Showbusiness hinaus. Am 07.06.1982 landete er im Duett mit Paul McCartney seinen ersten Nummer-eins-Hit in Deutschland: "Ebony And Ivory".

Musiker Stevie Wonder 1987

An Stevie Wonder führt Mitte der 70er Jahre kein Weg vorbei. Auf den Preis für das "Album des Jahres" hat er ein Abo. 1974, 1975 und 1977 gewinnt er den Grammy. Als Paul Simon 1976 in der Kategorie gewinnt, sagt er in seiner Dankesrede: "Ich möchte Stevie Wonder danken – dafür, dass er im vergangenen Jahr keine Platte herausgebracht hat."

Musiker Stevie Wonder am Mikro 1985

Stevie Wonder kommt als Steveland Hardaway Judkins Morris am 13. Mai 1950 in Saginaw in Michigan viel zu früh auf die Welt. Im Brutkasten bekommt er eine zu hohe Sauerstoffkonzentration. Die Folge: Er erblindet. Später interpretiert der Musiker dies als Wink des Allmächtigen. Nur so habe er die anderen Sinne, wie das Gehör, sensibilisieren können.

Stevie Wonder in jungen Jahren 1964

Mit vier Jahren zieht Stevie Wonder mit der Familie nach Detroit. Er singt im Kirchenchor, lernt Instrumente. Im Alter von neun Jahren kann er Klavier, Schlagzeug und Mundharmonika spielen. Sein Talent bleibt nicht unbemerkt. Zwei Jahre später organisiert Ronnie White von der Soul-Formation The Miracles ein Vorsingen bei Motown-Boss Berry Gordy.

Stevie Wonder in jungen Jahren (Anfang/Mitte der 60er) mit Mundharmonika

Der nimmt "Little Stevie Wonder" direkt unter Vertrag. 1962 erscheinen die ersten Platten: "The Jazz Soul of Little Stevie" und "A Tribute to Uncle Ray" mit Coversongs von Ray Charles. Und ein Jahr später feiert Stevie mit "Fingertips, Pt. 2" großen Erfolg. Das Lied wird bei einer "Motortown Revue" live aufgenommen, mit dem jungen Marvin Gaye am Schlagzeug.

Stevie Wonder im Studio 1965

Das dazugehörige Album "Recorded Live: The 12 Year Old Genius" wird zu Motowns erster Nummer-eins-Platte. Und die letzte als Little Stevie Wonder. Den Zusatz Little legt er danach ab. Mit dem einsetzenden Erfolg und einer gehörigen Portion Ehrgeiz beginnt Stevie Wonder, die Zügel selbst in die Hand zu nehmen.

Pianist Stevie Wonder 1970

Er investiert in ein eigenes Studio und in das eigene Label Black Bull Music. Er arbeitet mit den Produzenten Robert Margouleff und Malcolm Cecil und schafft zu Beginn der 70er den endgültigen Durchbruch. Und doch trägt sich Stevie Wonder mit dem Gedanken, dem Musikgeschäft den Rücken zu kehren. Was ihn umgestimmt hat, ist nicht bekannt.

Stevie Wonder in Washington 2012

1975 wird ein neuer Vertrag bei Motown ausgehandelt. 1976 erscheint "Songs In The Key Of Life". Ein musikalischer Meilenstein, den Stevie Wonder als sein bestes Album bezeichnet. In den 80ern folgen drei, in den 90ern ein Album. Das letzte Studio-Album "A Time to Love" wird 2005 veröffentlicht.

Stevie Wonder sitzt 1984 bei einem Auftritt in Berlin am Konzertflügel

Seine zwei größten Charterfolge in Deutschland feiert Stevie Wonder in den 80ern: "Ebony And Ivory" mit Paul McCartney (1982) belegt für fünf Wochen Platz eins der Single-Charts, "I Just Called To Say I Love You" (1984) verharrt dort sogar sechs Wochen.

Stevie Wonder und Coretta Scott King

Neben der Musik ist Stevie Wonder auch in der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung aktiv, engagiert sich für benachteiligte Menschen und nimmt etliche Benefiz-Stücke auf. Zusammen mit Coretta Scott King, der Witwe des ermordeten Bürgerrechtlers Martin Luther King, macht er sich dafür stark, dass der Martin Luther King Day nationaler Gedenk- und Feiertag wird.

 Ehefrau von Stevie Wonder 2016

Privat geht es im Leben von Stevie Wonder auf und ab. Seine erste Ehe mit Syreeta Wright wird 1972 geschieden. Beide bleiben aber befreundet. 2001 heiratet Stevie Wonder die Modedesignerin Karen Millard, von der er sich 2015 scheiden lässt. Der Musiker ist Vater von neun Kindern mit sechs Frauen. Seit Juli 2017 ist er mit Tomeeka Robyn Bracy (Foto) verheiratet.

Stevie Wonder hält 1985 sowohl den Golden-Globe als auch die Oscar-Trophäe in der Hand

Stevie Wonder sammelt etliche Preise. 1999 erhält er den inoffiziellen Nobelpreis für Musik, den Polar Music Prize, für den Soundtrack zum Film "The Woman in Red" bekommt er den Golden Globe und für dessen Titelsong "I Just Called to Say I Love You" den Oscar verliehen.

Dionne Warwick, Quincy Jones, Michael Jackson und Lionel Richie

Insgesamt erhält er 25 Grammys – 1996 den für sein Lebenswerk. Über Jahre hinweg arbeitet er mit vielen Musikern zusammen. Viele von ihnen genauso ausgezeichnet wie er selbst. Wie die Grammy-Gewinner Dionne Warwick, Quincy Jones, Michael Jackson und Lionel Richie.

Auszeichnung für Stevie Wonder

Für sein auch nach dieser Zeit anhaltendes Engagement bekommt Stevie Wonder 2014 vom damaligen US-Präsidenten Barack Obama die Presidential Medal of Freedom, eine der höchsten zivilen Auszeichnungen in den USA, überreicht.

Stevie Wonder Musikprojekt 2020

2020 nimmt Stevie Wonder an dem von Global Citizen organisierten Coronavirus-Livestream-Konzert "One World Together At Home" teil – genauso wie Elton John, die Rolling Stones, Paul McCartney oder Céline Dion.

Stevie Wonder 2023

In den Werken anderer berühmter Künstlerinnen und Künstler ist Stevie Wonder ein gern gesehener Gast: zum Beispiel im 2023 erschienenen Rolling-Stones-Album "Hackney Diamonds" oder in einer Neuauflage von "What Christmas Means to Me" an der Seite von Cher.

Stevie Wonder 2025 auf der Met Gala.

Und auch wenn er inzwischen auf die 80 zugeht: Stimmlich hat Stevie Wonder über all die Jahre nichts eingebüßt. Das stellt er auch in seiner 2024 veröffentlichten Ballade "Can We Fix Our Nation's Broken Heart" eindrucksvoll unter Beweis.

An Stevie Wonder führt Mitte der 70er Jahre kein Weg vorbei. Auf den Preis für das "Album des Jahres" hat er ein Abo. 1974, 1975 und 1977 gewinnt er den Grammy. Als Paul Simon 1976 in der Kategorie gewinnt, sagt er in seiner Dankesrede: "Ich möchte Stevie Wonder danken – dafür, dass er im vergangenen Jahr keine Platte herausgebracht hat."

Stevie Wonder kommt als Steveland Hardaway Judkins Morris am 13. Mai 1950 in Saginaw in Michigan viel zu früh auf die Welt. Im Brutkasten bekommt er eine zu hohe Sauerstoffkonzentration. Die Folge: Er erblindet. Später interpretiert der Musiker dies als Wink des Allmächtigen. Nur so habe er die anderen Sinne, wie das Gehör, sensibilisieren können.

Mit vier Jahren zieht Stevie Wonder mit der Familie nach Detroit. Er singt im Kirchenchor, lernt Instrumente. Im Alter von neun Jahren kann er Klavier, Schlagzeug und Mundharmonika spielen. Sein Talent bleibt nicht unbemerkt. Zwei Jahre später organisiert Ronnie White von der Soul-Formation The Miracles ein Vorsingen bei Motown-Boss Berry Gordy.

Der nimmt "Little Stevie Wonder" direkt unter Vertrag. 1962 erscheinen die ersten Platten: "The Jazz Soul of Little Stevie" und "A Tribute to Uncle Ray" mit Coversongs von Ray Charles. Und ein Jahr später feiert Stevie mit "Fingertips, Pt. 2" großen Erfolg. Das Lied wird bei einer "Motortown Revue" live aufgenommen, mit dem jungen Marvin Gaye am Schlagzeug.

Das dazugehörige Album "Recorded Live: The 12 Year Old Genius" wird zu Motowns erster Nummer-eins-Platte. Und die letzte als Little Stevie Wonder. Den Zusatz Little legt er danach ab. Mit dem einsetzenden Erfolg und einer gehörigen Portion Ehrgeiz beginnt Stevie Wonder, die Zügel selbst in die Hand zu nehmen.

Er investiert in ein eigenes Studio und in das eigene Label Black Bull Music. Er arbeitet mit den Produzenten Robert Margouleff und Malcolm Cecil und schafft zu Beginn der 70er den endgültigen Durchbruch. Und doch trägt sich Stevie Wonder mit dem Gedanken, dem Musikgeschäft den Rücken zu kehren. Was ihn umgestimmt hat, ist nicht bekannt.

1975 wird ein neuer Vertrag bei Motown ausgehandelt. 1976 erscheint "Songs In The Key Of Life". Ein musikalischer Meilenstein, den Stevie Wonder als sein bestes Album bezeichnet. In den 80ern folgen drei, in den 90ern ein Album. Das letzte Studio-Album "A Time to Love" wird 2005 veröffentlicht.

Seine zwei größten Charterfolge in Deutschland feiert Stevie Wonder in den 80ern: "Ebony And Ivory" mit Paul McCartney (1982) belegt für fünf Wochen Platz eins der Single-Charts, "I Just Called To Say I Love You" (1984) verharrt dort sogar sechs Wochen.

Neben der Musik ist Stevie Wonder auch in der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung aktiv, engagiert sich für benachteiligte Menschen und nimmt etliche Benefiz-Stücke auf. Zusammen mit Coretta Scott King, der Witwe des ermordeten Bürgerrechtlers Martin Luther King, macht er sich dafür stark, dass der Martin Luther King Day nationaler Gedenk- und Feiertag wird.

Privat geht es im Leben von Stevie Wonder auf und ab. Seine erste Ehe mit Syreeta Wright wird 1972 geschieden. Beide bleiben aber befreundet. 2001 heiratet Stevie Wonder die Modedesignerin Karen Millard, von der er sich 2015 scheiden lässt. Der Musiker ist Vater von neun Kindern mit sechs Frauen. Seit Juli 2017 ist er mit Tomeeka Robyn Bracy (Foto) verheiratet.

Stevie Wonder sammelt etliche Preise. 1999 erhält er den inoffiziellen Nobelpreis für Musik, den Polar Music Prize, für den Soundtrack zum Film "The Woman in Red" bekommt er den Golden Globe und für dessen Titelsong "I Just Called to Say I Love You" den Oscar verliehen.

Insgesamt erhält er 25 Grammys – 1996 den für sein Lebenswerk. Über Jahre hinweg arbeitet er mit vielen Musikern zusammen. Viele von ihnen genauso ausgezeichnet wie er selbst. Wie die Grammy-Gewinner Dionne Warwick, Quincy Jones, Michael Jackson und Lionel Richie.

Für sein auch nach dieser Zeit anhaltendes Engagement bekommt Stevie Wonder 2014 vom damaligen US-Präsidenten Barack Obama die Presidential Medal of Freedom, eine der höchsten zivilen Auszeichnungen in den USA, überreicht.

2020 nimmt Stevie Wonder an dem von Global Citizen organisierten Coronavirus-Livestream-Konzert "One World Together At Home" teil – genauso wie Elton John, die Rolling Stones, Paul McCartney oder Céline Dion.

In den Werken anderer berühmter Künstlerinnen und Künstler ist Stevie Wonder ein gern gesehener Gast: zum Beispiel im 2023 erschienenen Rolling-Stones-Album "Hackney Diamonds" oder in einer Neuauflage von "What Christmas Means to Me" an der Seite von Cher.

Und auch wenn er inzwischen auf die 80 zugeht: Stimmlich hat Stevie Wonder über all die Jahre nichts eingebüßt. Das stellt er auch in seiner 2024 veröffentlichten Ballade "Can We Fix Our Nation's Broken Heart" eindrucksvoll unter Beweis.

Stand: 07.06.2026, 00:00 Uhr