Zum 85. Geburtstag von Bob Dylan

Von Sabine Kortland

Für seine Lyrik erhielt Bob Dylan 2016 als erster Musiker den Nobelpreis für Literatur. Bekannt sind seine Auftritte mit Mundharmonika und akustischer Gitarre. Seine Stimme und Songs sind unverwechselbar. Am 24. Mai 2026 wird er 85 Jahre alt.

BOB DYLAN entspannt sich in einem Stuhl. (ca. 1960s)

Als Robert Allen Zimmermann wird Bob Dylan am 24. Mai 1941 in Duluth, Minnesota, geboren. Früh interessiert ihn Literatur und er lernt Klavier spielen, wechselt dann zur akustischen und später zur elektrischen Gitarre.

Bob Dylan mit einer Mundharmonika um den Hals und einer Gitarre in den Armen (1941).

Mit einer Mundharmonika um den Hals und einer Gitarre in den Armen: So sehen die ersten Auftritte in einigen kleinen Clubs in seiner Gegend aus, wo Bob Dylan zunächst "nur" Titel covert, bis er dann nach New York geht.

Dylan in seinem Apartment in New York, November 1961

In New York kommt er 1961 als 19-Jähriger an. Bob Dylan ist einer unter vielen Musikern, doch er fällt durch seine selbstbewusste Persönlichkeit auf.

Bob Dylan Portait

Mit seinem leicht schläfrigen Blick und zerzaustem Lockenkopf schafft er es, einen Vertrag mit der Plattenfirma "Columbia" zu ergattern. Das erste Album verkauft sich nur fünftausendmal, mit seinem zweiten und dritten Album allerdings schafft er den Durchbruch. Mit "Blowin’ in the Wind" auf dem zweiten Album "The Freewheelin'" trifft Bob Dylan den Nerv der Zeit .

Bob Dylan und Joaen Baez

Mitte der 60er sind Bob Dylan und Joan Baez zusammen als Protestsänger bekannt und unterwegs. Sie haben sich mit ihren Songs gegen Krieg und Rassendiskriminierung gestellt.

Bob Dylan

Dylan trifft mit seinen Protestsongs das Lebensgefühl der Studenten- und Hippiebewegung. Er will allerdings nicht auf diesen "Propheten-Sockel" des politischen Protest-Sängers gehoben werden: Er hasst es, in eine Schublade gesteckt zu werden.

Portrait Bob Dylan (1965)

Vielleicht ist das auch einer der Gründe, warum er 1965 auf dem Newport Folk Festival seine akustische Gitarre gegen eine elektrische tauscht: Bob Dylan spielt mit Band Rockmusik und wird vom Publikum beschimpft und ausgebuht. Seine Folk-Fans fühlen sich verraten!

The Band live mit Bob Dylan in San Francisco, Nov. 26, 1976.

Doch um aus der beengten Folk-Schublade herauszukommen, zeigt Dylan sich als Rockmusiker: "The Band" ist die Band, die ihn zwischen 1968 und 1977 dabei unterstützt. Am 25. November 1976 filmt Martin Scorsese unter dem Titel "The Last Waltz" das Abschiedskonzert von "The Band", der als Klassiker unter den Konzertfilmen zählt.

Bob Dylan 1972 bei Dreharbeiten zum Film "Pat Garrett and Billy the Kid" in Mexiko.

Anfang der 70er hat Bob Dylan sich auch als Schauspieler versucht: In "Pat Garrett jagt Billy the Kid" spielt er ein Gang-Mitglied von Billy the Kid. Der Film gerät schnell in Vergessenheit, doch einer der Songs, die Dylan für den Film schreibt, hat sich zum bekannten Klassiker gemausert – "Knocking on Heaven's Door".

Die vielen Gesichter des Bob Dylan

Mit den erfolgreichen Alben "Blood On The Tracks" (1975) und "Desire" (1976) feiert Bob Dylan ab 1974 sein Comeback.

Sänger Bob Dylan (1980er)

Seit 1988 ist Bob Dylan auf seiner "Never Ending Tour": Seitdem hat er über 2.700 Konzerte gegeben.

Sänger Bob Dylan (USA) auf dem Hurricane-Festival in Scheeßel 1998

Auch in Deutschland ist er ein gern gesehener Gast auf der Bühne, wie hier auf dem Hurricane Festival bei Bremen.

Sänger Bob Dylan und Barack Obama (2012)

Bob Dylan bekommt Auszeichnungen, auf die er stolz sein darf: Er wurde mehrfach für sein Lebenswerk, seine Alben und seine Texte geehrt. Neben dem Nobelpreis für Literatur verleiht ihm Präsident Barack Obama die "Medal of Freedom". Es ist die höchste zivile Auszeichnung der USA. Sogar ein Asteroid ist nach ihm benannt: (337044) Bobdylan.

Bob Dylan 75

Bob Dylan gilt als einer der einflussreichsten Musiker des 20. Jahrhunderts. Dabei will er eigentlich gar kein Popstar sein und schon gar nichts machen, was man von ihm erwartet. Eine Ikone ohne Allüren, die nun schon 85 wird!

Bob Dylan sitzt 2017 beim "Firefly Music Festival" in Dover, Delaware am Klavier

Viel Zeit zum Feiern bleibt nicht: Denn bis August ist Bob Dylan noch auf seiner mehrfach verlängerten "Rough and Rowdy Ways"-Tour unterwegs. Die führte ihn 2025 auch noch einmal nach NRW.

Als Robert Allen Zimmermann wird Bob Dylan am 24. Mai 1941 in Duluth, Minnesota, geboren. Früh interessiert ihn Literatur und er lernt Klavier spielen, wechselt dann zur akustischen und später zur elektrischen Gitarre.

Mit einer Mundharmonika um den Hals und einer Gitarre in den Armen: So sehen die ersten Auftritte in einigen kleinen Clubs in seiner Gegend aus, wo Bob Dylan zunächst "nur" Titel covert, bis er dann nach New York geht.

In New York kommt er 1961 als 19-Jähriger an. Bob Dylan ist einer unter vielen Musikern, doch er fällt durch seine selbstbewusste Persönlichkeit auf.

Mit seinem leicht schläfrigen Blick und zerzaustem Lockenkopf schafft er es, einen Vertrag mit der Plattenfirma "Columbia" zu ergattern. Das erste Album verkauft sich nur fünftausendmal, mit seinem zweiten und dritten Album allerdings schafft er den Durchbruch. Mit "Blowin’ in the Wind" auf dem zweiten Album "The Freewheelin'" trifft Bob Dylan den Nerv der Zeit .

Mitte der 60er sind Bob Dylan und Joan Baez zusammen als Protestsänger bekannt und unterwegs. Sie haben sich mit ihren Songs gegen Krieg und Rassendiskriminierung gestellt.

Dylan trifft mit seinen Protestsongs das Lebensgefühl der Studenten- und Hippiebewegung. Er will allerdings nicht auf diesen "Propheten-Sockel" des politischen Protest-Sängers gehoben werden: Er hasst es, in eine Schublade gesteckt zu werden.

Vielleicht ist das auch einer der Gründe, warum er 1965 auf dem Newport Folk Festival seine akustische Gitarre gegen eine elektrische tauscht: Bob Dylan spielt mit Band Rockmusik und wird vom Publikum beschimpft und ausgebuht. Seine Folk-Fans fühlen sich verraten!

Doch um aus der beengten Folk-Schublade herauszukommen, zeigt Dylan sich als Rockmusiker: "The Band" ist die Band, die ihn zwischen 1968 und 1977 dabei unterstützt. Am 25. November 1976 filmt Martin Scorsese unter dem Titel "The Last Waltz" das Abschiedskonzert von "The Band", der als Klassiker unter den Konzertfilmen zählt.

Anfang der 70er hat Bob Dylan sich auch als Schauspieler versucht: In "Pat Garrett jagt Billy the Kid" spielt er ein Gang-Mitglied von Billy the Kid. Der Film gerät schnell in Vergessenheit, doch einer der Songs, die Dylan für den Film schreibt, hat sich zum bekannten Klassiker gemausert – "Knocking on Heaven's Door".

Mit den erfolgreichen Alben "Blood On The Tracks" (1975) und "Desire" (1976) feiert Bob Dylan ab 1974 sein Comeback.

Seit 1988 ist Bob Dylan auf seiner "Never Ending Tour": Seitdem hat er über 2.700 Konzerte gegeben.

Auch in Deutschland ist er ein gern gesehener Gast auf der Bühne, wie hier auf dem Hurricane Festival bei Bremen.

Bob Dylan bekommt Auszeichnungen, auf die er stolz sein darf: Er wurde mehrfach für sein Lebenswerk, seine Alben und seine Texte geehrt. Neben dem Nobelpreis für Literatur verleiht ihm Präsident Barack Obama die "Medal of Freedom". Es ist die höchste zivile Auszeichnung der USA. Sogar ein Asteroid ist nach ihm benannt: (337044) Bobdylan.

Bob Dylan gilt als einer der einflussreichsten Musiker des 20. Jahrhunderts. Dabei will er eigentlich gar kein Popstar sein und schon gar nichts machen, was man von ihm erwartet. Eine Ikone ohne Allüren, die nun schon 85 wird!

Viel Zeit zum Feiern bleibt nicht: Denn bis August ist Bob Dylan noch auf seiner mehrfach verlängerten "Rough and Rowdy Ways"-Tour unterwegs. Die führte ihn 2025 auch noch einmal nach NRW.

Stand: 24.05.2026, 00:00 Uhr