Ein Mann steht mit einem Einkaufswagen vor einem Regal im Supermarkt.

Einkaufen Lebensmittel: So triffst du bewusste Kaufentscheidungen

Stand: 10.03.2025, 08:56 Von Pia Bergmann Gedankenspiele

Von Pia Bergmann

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Hungrig einkaufen gehen? Keine gute Idee! Statt gesunder Lebensmittel landet plötzlich jede Menge Trash in deinem Einkaufskorb. Kennst du das? Wir zeigen dir, welche Hilfsmittel es schon gibt und welche es noch geben könnte, damit du bewusst einkaufst – auch in Eile und mit leerem Magen.

Puh, endlich Feierabend, jetzt nur noch Einkaufen. Du hattest dir eigentlich vorgenommen, heute mal ein neues, gesundes Gericht zu kochen, aber eine konkrete Idee hast du noch nicht. Dein Hunger ist schon groß und am liebsten würdest du die nächstbesten Fertiggerichte in den Einkaufswagen werfen und den Supermarkt schnellstmöglich verlassen. Aber du weißt, dass du dich im Nachhinein darüber ärgern wirst.

Wie praktisch wäre es, wenn dir der Supermarkt bewusste Kaufentscheidungen unter Zeitdruck einfacher machen würde? Oder dir Inspiration für Rezepte geben könnte? Wir haben überlegt, wie sich das in der Praxis umsetzen ließe.

Einkaufs-Apps: Smarte Hilfe im Supermarkt

Schon jetzt kannst du zu deinem Handy greifen und dir von einer App helfen lassen. Inzwischen gibt es eine breite Auswahl an kostenlosen Apps mit Rezepten, die dir auch direkt eine Einkaufsliste zusammenstellen. Dabei kannst du teilweise nach Ernährungsweisen oder Allergien filtern. Solche Apps können dich mit Ideen für deine Gerichte inspirieren.

Mit anderen Apps kannst du außerdem die Produkte, die du brauchst, im Supermarkt scannen und damit die Inhaltsstoffe checken, ohne dich lange mit der Verpackungsrückseite beschäftigen zu müssen. Sie bewerten die Produkte anhand verschiedener Kategorien und erklären dir mögliche Auswirkungen der Inhaltsstoffe auf deine Gesundheit.

Die Apps listen die positiven Eigenschaften des Produktes auf, beispielsweise ein geringer Salzgehalt oder wenig Zucker. Gleichzeitig zeigen sie dir auf einen Blick auch negative Eigenschaften, wie zum Beispiel Zusatzstoffe mit möglichen Risiken für die Gesundheit.

Rezeptregale und smarte Einkaufswagen

Supermärkte könnten außerdem so gestaltet werden, dass sie schnelle und bewusste Kaufentscheidungen unterstützen. Wie wäre es mit "Rezeptinseln", an denen frische Produkte schon für die Zubereitung eines Gerichts zusammen präsentiert werden? An diesen Inseln bzw. Regalen könnten QR-Codes zu einer Website führen, die alle Rezepte anzeigt, die du aus den präsentierten (frischen) Zutaten zusammenstellen kannst.

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Und wie wäre es mit smarten Einkaufswagen? Mit einem am Wagen angebrachten Scanner könntest du Produkte bei deinem Einkauf scannen. Auf einem Bildschirm zeigt dir der Einkaufswagen dann in einer einfachen Form Informationen zu den Inhaltsstoffen an. Der Wagen könnte deine Produkte auch selbst zu möglichen Gerichten kombinieren.

Oder du könntest dir auf der Website des Supermarktes ein Profil mit deiner Ernährungsweise, Vorlieben und Allergien anlegen, dich am Einkaufswagen einloggen und Produkte am Wagen mit diesem Profil abgleichen.

Ernährung und Einkauf schon früh lernen

Es könnte auch Ernährungsberater im Supermarkt geben, die dich beim Einkauf unterstützen – beispielsweise bei der Zusammenstellung von Produkten für eine bestimmte Ernährungsweise.

Allgemein könnte es helfen, wenn wir in der Schule in einem Schulfach wie "Kochen und Ernährung“ schon früh lernen würden, wie eine ausgewogene und gesunde Ernährung aussieht. Dann wüssten wir vielleicht auch mehr über die einzelnen Lebensmittel, deren Inhaltsstoffe, Erzeugung oder Herkunft.

Auf den Verpackungen von Lebensmitteln findest du bereits viele Informationen; Mindesthaltbarkeitsdatum, Nährwerttabelle und Verzeichnis über Allergene sollen dir beim Einkaufen im Supermarkt helfen. Aber ganz ehrlich: Wer hat schon Zeit und Lust, die für alle Produkte im Einkaufswagen zu lesen?

Der Nutri-Score soll dir helfen, mit einem schnellen Blick auf die Packung eine Kaufentscheidung zu treffen. Aktuell werden damit aber nur Produkte aus gleichen Gruppen miteinander verglichen. Wir haben uns angeschaut, welche Kennzeichnungen es in anderen Ländern gibt und wie Lebensmittelkennzeichnung im besten Fall aussehen könnte.

Ernährung ist aber sehr individuell und es sollte im Supermarkt nicht das Gefühl aufkommen, dass du bevormundet wirst – eher an die Hand genommen. Einfache Symbole und Kennzeichnungspflichten können helfen, aber zu viele davon können auch für Chaos sorgen. Insgesamt gibt es noch viel Handlungsspielraum nach oben, damit dein schneller Einkauf nach der Arbeit bewusster und entspannter wird.

Mehr zum Thema

Planet Wissen: Verkaufspsychologie im Supermarkt (planet-wissen.de)

Quarks: Intuitive Ernährung – Essen nach Lust und Laune (ardmediathek.de)

Ökochecker: Nachhaltigkeit im Supermarkt – worauf achten? (ardmediathek.de)

Quarks Daily: Nachhaltig Einkaufen – So orientierst du dich im Supermarkt (wdr.de)

Kommentare zum Thema

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3 Kommentare

  • 3 Schosi 23.01.2026, 03:33 Uhr

    Grundsätzlich finde ich den Artikel interessant und es gibt darin gute Ansätze - für mich persönlich sind Apps und smarte Einkaufswagen keine Option aber die 8 neuen Schulfächer sollten/müssten schon längst in der Realität angeboten werden - die sind für mich zwingend und äusserst wichtig !!! Einkaufsberater sind eine super Idee - grosse Modehäuser bieten schon lange Modeberater an - warum also nicht auch bei den Lebensmitteln beraten lassen? Hier ist der Berater noch wichtiger und sinnvoller weil es sich um unsere Gesundheit handelt und weil viele Menschen immer noch keine Ahnung davon haben was sie so alles in sich hineinstopfen und wie sie den Tieren und der Umwelt damit grosses Leid und Schaden zufügen. Das hat auch was mit Mitgefühl und Respekt zu tun aber auch da fehlt die Empathie und das Verständnis leider bei so vielen Mitmenschen........

  • 2 Theo 08.09.2025, 10:48 Uhr

    Ich glaube nicht, dass irgendwas hier hilfreich ist. Sebastian „Lege packt aus“, wie man sich die Angaben gesund rechnen kann. Wir sind Allesfresser und viel hilft nicht viel; das gilt auch für das was man für gesunde Nahrung hält. Ich kaufe bereits bewusst ein, jede Menge Fertigfutter weil ich keine Lust zum Kochen habe. Die Dosis macht das Gift. Höchstens achte ich etwas darauf nicht zu viel vom Giftzeug im Einkaufswagen zu packen. Wer aus dem Einkauf eine Wissenschaft machen will soll das gerne tun. Es spielt keine Rolle ob man dadurch wirklich gesünder ist oder sich nur einen Placeboeffekt bastelt. Trotz weitgehender Ignoranz war ich seit 40 Jahren nicht mehr beim Arzt. Da werden aber sicher auch die Gene eine Rolle spielen und der Glaube an Selbstheilungskräfte des Körpers.

  • 1 Lena 07.09.2025, 18:36 Uhr

    Könnte, könnte, müsste etc. Was hilft das weiter? Das ist m. E. ein völlig überflüssiger Artikel.